Konsumklima-Studie Europas Verbraucher fassen wieder Vertrauen

Die miese Stimmung der Verbraucher in Europa hellt sich ein wenig auf. Eine Studie zum Konsumklima zeigt, dass die Bürger wieder optimistischer in die Zukunft schauen. Wegen sinkender Einkommen, steigender Steuern und hoher Arbeitslosigkeit verschieben sie aber größere Anschaffungen.

Großeinkauf im Supermarkt: Die Verbraucher schöpfen Zuversicht
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Großeinkauf im Supermarkt: Die Verbraucher schöpfen Zuversicht


Hamburg/Nürnberg - Europa steckt in einer Rezession, viele Volkswirte gehen jedoch davon aus, dass das Schlimmste überstanden ist. Und auch die Verbraucher erwarten bessere Zeiten. So beschreibt es zumindest die Konsumklima-Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die im vierten Quartal 2012 Verbraucher in Europa und den USA befragt hat. Deutlich wurde dabei die Kluft innerhalb Europas. Während die nördlichen Staaten trotz der Krise gut dastehen, kämpfen die Menschen im Süden und Osten des Kontinents mit hoher Arbeitslosigkeit und zunehmender Armut.

Die Mehrheit der Konsumenten scheint das Gefühl zu haben, ein wirtschaftlicher Aufschwung Ende 2013, vielleicht sogar früher, sei realistisch. Deshalb steigen die Konjunkturerwartungen in den meisten Staaten leicht an oder blieben stabil. Am positivsten beurteilen die Rumänen ihre Wirtschaftsaussichten, gefolgt von Deutschland und Bulgarien. Die wenigsten Chancen auf eine wirtschaftliche Erholung sehen die Spanier. Und auch die portugiesischen sowie die griechischen Verbraucher halten ihre Konjunkturaussichten für sehr schlecht.

Mit der Hoffnung auf eine wachsende Wirtschaft erhöhen sich auch die Einkommenserwartungen der europäischen Bevölkerung. Mit steigenden oder zumindest stabilen Gehältern rechnen dem GfK-Konsumklima zufolge die Deutschen, gefolgt von den Österreichern sowie den Rumänen. Das Schlusslicht bilden die südeuropäischen Länder, Italien hat die niedrigsten Einkommenserwartungen, gefolgt von Spanien und Griechenland.

Doch auch wenn Konjunktur- und Einkommenserwartungen leicht gestiegen sind, europäische Verbraucher wollen laut GfK-Studie trotzdem kein Geld für größere Anschaffungen ausgeben. Zu stark scheint die Belastung durch sinkende Einkommen, hohe Steuern und Arbeitslosigkeit. Dank stabilem Arbeitsmarkt geben die Deutschen nach wie vor am meisten aus, gefolgt von Österreichern und Bulgaren. Lediglich das Notwendigste können sich die Verbraucher in Italien, Portugal und Großbritannien leisten.

kut

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insgesamt 30 Beiträge
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ThomasRiedel 08.02.2013
1. Ich versteh die GfK nicht
auf welche Statistiken beruft sich die GfK da. Ich habe seit Jahren keine Lohnerhöhung mehr erhalten alle staatlichen Erhöhungen muss ich mit meinen niedrigen Einkommen ausgleichen. Deshalb kann ich mir heute und in Zukunft keine Neuanschaffungen leisten und da arbeite ich in der Metallbrange die ja angeblich jedes Jahr die Löhne erhöht. Mich machen solche Aussagen von Konsumforschungs Insituten immer wüdent.
OneTwoThree 08.02.2013
2. Man mag es kaum glauben,...
Zitat von sysopDPADie miese Stimmung der Verbraucher in Europa hellt sich ein wenig auf. Eine Studie zum Konsumklima zeigt, dass die Bürger wieder optimistischer in die Zukunft schauen. Wegen sinkender Einkommen, steigender Steuern und hoher Arbeitslosigkeit verschieben sie aber größere Anschaffungen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/gfk-studie-konsumklima-in-europa-und-usa-a-882097.html
...aber die Leute aus meinem Bekanntenkreis, die sparsamer sein muessen, verschieben grössere Anschaffungen nicht einfach - nein, sie haben einfach kein Geld dafür.
smartphone 08.02.2013
3.
Es ist schon erstaunlich, wie man - analog Fachkräftemangel - versucht, den mündigen Bürgern sagen zu wollen ,was der gefälligst zu tun hat ....... Wer ist denn "der Konsument " ? Die Tatsache, daß ich eine neue Küche , Bad bräuchte heißt noch lange nicht ,daß man sich das wirkliche leisten kann angesichts der Tatsache ,daß das wikrliche Netto kaufkrafttechnisch bei 1998 (!) stehen geblieben ist .... Da sollten einige mal die wirklichen Zahlen rausholen- nur dazu hamse nicht den Mut . Wie im Krieg , das erste, was spätestens nach der Wahl auf der Strecke bleibt ist die Wahrheit !
bürgerl 08.02.2013
4. optional
Gesundbeterei ! Es stehen ja Wahlen vor der Tür !
Izmi 08.02.2013
5. Pumpenschwengel GfK
Zitat von sysopDPADie miese Stimmung der Verbraucher in Europa hellt sich ein wenig auf. Eine Studie zum Konsumklima zeigt, dass die Bürger wieder optimistischer in die Zukunft schauen. Wegen sinkender Einkommen, steigender Steuern und hoher Arbeitslosigkeit verschieben sie aber größere Anschaffungen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/gfk-studie-konsumklima-in-europa-und-usa-a-882097.html
Klar! Steigendes Konsumklima bedeutet mehr Ausgaben der Konsumenten. Wie das bei sinkenden Einkommen? Aha - bleibt nur auf Pump! Warum auch nicht. Tun ja alle...
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