Berlin - Die Verbraucher gehen zuversichtlicher ins neue Jahr. Nach drei Monaten mit Verlusten legte das Konsumklima-Barometer der GfK erstmals wieder zu - wenn auch nur leicht um 0,1 auf 5,8 Punkte. "Der Arbeitsmarkt ist stabil, die Inflation moderat", teilten die GfK-Marktforscher mit. "Folglich steigen sowohl die Einkommenserwartung wie auch die Konsumneigung deutlich." Für die Konsumenten tritt die Euro-Krise derzeit eher in den Hintergrund. Trotz der Konjunkturdelle zum Jahresende 2012 rechnen sie damit, dass sich die wirtschaftliche Lage wieder bessert.
Diese Einschätzung teilen auch die Firmenchefs, wie die jüngsten Umfragen des Münchner Ifo-Instituts bestätigen: Seit drei Monaten steigt das Geschäftsklima stetig. Das signalisiert eine Trendwende. In dieser von Optimismus geprägten Atmosphäre schätzen auch die Verbraucher ihre künftige Finanzlage besser ein als zuletzt. Wesentlicher Grund dafür ist die Hoffnung, dass sich die Beschäftigung stabil entwickeln wird: "Auch die Inflation wird 2013 vermutlich moderat ausfallen, was die Kaufkraft der Einkommen stärken wird", erläutert GfK-Experte Rolf Bürkl.
Folglich sind die Verbraucher auch wieder eher bereit, ihr Geld für Möbel oder andere kostspielige Produkte auszugeben. Die GfK hat für Januar ein kräftiges Plus von 15,2 Punkten beim Indikator für die Anschaffungsneigung gemessen. Die Kauflaune dürfte anhalten, falls der Arbeitsmarkt weiter stabil bleibt, meinen die Nürnberger Marktforscher.
Ob der private Konsum die Wirtschaft wie bereits im Vorjahr beflügeln wird, hängt nun maßgeblich von der Entwicklung in der Euro-Schuldenkrise ab: "Sollte sie entgegen aller Erwartungen in diesem Jahr weiter eskalieren, steht auch der Binnenkonjunktur ein sehr schwieriges Jahr bevor", so GfK-Experte Bürkl.
cte/Reuters
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Staat & Soziales | RSS |
| alles zum Thema Konjunktur | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH