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Giga-Wachstum: Chinas Wirtschaft legt um mehr als zehn Prozent zu

China übertrifft alle Erwartungen: Die Wirtschaft in der Volksrepublik ist 2010 um 10,3 Prozent gewachsen - und hat damit die Krise weit hinter sich gelassen. Dazu trug auch eine starke Nachfrage im Inland bei.  

Container im Hafen von Shanghai: Angst vor einer Überhitzung Zur Großansicht
REUTERS

Container im Hafen von Shanghai: Angst vor einer Überhitzung

Peking - Chinas Staatspräsident Hu Jintao kann bei seinem USA-Besuch vor Selbstbewusstsein strotzen: Die Volksrepublik legte im vergangenen Jahr ein gigantisches Wachstum von 10,3 Prozent zu. Damit hat China die Weltwirtschaftskrise nicht nur deutlich schneller und besser als andere Volkswirtschaften überstanden, sondern auch alle Erwartungen übertroffen.

Auch löste das Land Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ab. Jetzt gilt es nur noch, die USA zu überholen.

Trotz Krise war die chinesische Wirtschaft schon 2009 dank eines Konjunkturprogramms und einer massiven Ausweitung der Kreditvergabe um 9,2 Prozent gewachsen. Doch das jetzige Comeback dürfte den Staatschef noch mehr freuen.

Zum starken Wachstum trägt zunehmend der Binnenkonsum bei, weil der Wohlstand in der Volksrepublik zunimmt: So legten die Einzelhandelsumsätze um 18,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Die Einkommen der Stadtbewohner sind nach diesen Angaben um 7,8 Prozent gestiegen. Auf dem Lande wurde ein Zuwachs von 10,9 Prozent errechnet.

Kleiner Wermutstropfen: Mit dem starken Wachstum stieg auch die Inflation im vergangenen Jahr, berichtete das nationale Statistikamt am Donnerstag in Peking. Allein im Dezember legten die Verbraucherpreise um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu - nach 5,1 Prozent im November. Für das ganze Jahr wurden 3,3 Prozent Inflation errechnet.

Zum Vergleich: In der Euro-Zone hat die Inflation im vergangenen Jahr geradezu lächerliche 1,1 Prozent betragen. Die chinesische Regierung kündigte bereits an, in diesem Jahr die Liquidität zu verringern aus Angst vor Überhitzung und Inflation.

yes/dpa-AFX

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1. Vorbildlich
Habicht, 20.01.2011
Zitat von sysopChina übertrifft alle Erwartungen: Die Wirtschaft in der Volksrepublik ist 2010 um 10,3 Prozent gewachsen - und hat damit die Krise weit hinter sich gelassen. Vor allem die Nachfrage im Inland legte zu. * http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,740477,00.html
Herzlichen Glückwunsch, China. Diese Politik für die Menschen, auch und besonders durch die Stärkung der Binnennachfrage, sollte Schule machen.
2. Blah
amerlogk 20.01.2011
Lieber Spiegel, vergleichen sie doch mal Chinas Wirtschaftsgröße mit Europas. Schließlich, das 1,3 Milliarden 0,12 und 0,09 Milliarden überholen... Vielleicht sehen dann einige wie der Hase laufen sollte. Dazu wäre es journalistisch schön die konkretten Zahlen zu sehen und wie sie statistisch erhoben wurden.
3. Der Zug ist abgefahren
ronald1952 20.01.2011
Zitat von sysopChina übertrifft alle Erwartungen: Die Wirtschaft in der Volksrepublik ist 2010 um 10,3 Prozent gewachsen - und hat damit die Krise weit hinter sich gelassen. Vor allem die Nachfrage im Inland legte zu. * http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,740477,00.html
Hallo, ja, von solchen Zahlen träumem unsere Wirktschaft und unsere Politiker.Natürlich laut unserer Superfrau,der Aufschwung ist da? Die Frage ist nur, welcher Aufschwung? Der,der Banken die dank der immensen Steuergelder die Sie bekommen haben und nach wie vor mangelnder Kontrolle genauso weiter machen wie bisher? Oder ist unsere Wirtschaft damit gemeint, die sich nach wie vor über mangelnde Facharbeiter beklagt, sich aber am meisten dafür Beweint die Menschen die für Sie arbeiten nicht noch mehr Abzocken zu können. Jetzt kommen die Chinesen und Inder und laufen uns den Rang ab. Wir Armen sind ja so Bedauernswert! Aber Schuld daran haben wir selbst. Soch seit vielen Jahren wird bei uns alles nur Schöngeredet. Unsere Politiker versprechen vor jeder Wahl das blaue vom Himmel und der Deutsche Michel glaubt es auch noch. Die Zeiten des Made in Germany sind schon lange vorbei. Wofür andere Nationen schon längst auf die Straße gegangen wären, bei uns gibt es da nicht mal ein müdes Wimpernzucken. Die nächste Kochshow läuft sowieso gleich und das ist viel Intressater. Wann kapiert eigenlich hierzulande jemand, daß unsere Politiker und Wirtschaftbosse schon lange den großen Ausverkauf hierzulande betreiben? Um im Internationalen Wettbewerb mithalten zu können brauchen wir zum einen, gesunde und zum anderen kluge Menschen. Und für beides haben unsere Politiker und Wirtschaftsboss keine Recorcen übrig schönen Tag noch
4. Da können...
fatherted98 20.01.2011
...wir uns doch nur freuen. Da USA als Kunde wohl künftig ausfällt sollten wir uns auf Fernost konzentrieren und endlich mit der Mäkelei an den Menschenrechten aufhören. Ich habe Frau Merkel noch nie was über Saudi-Arabien sagen hören, obwohl dort noch mehr oder weniger die Sklaverei erlaubt ist...da hält man sich vornehem zurück. Lieber mal die Klappe halten und Arbeitsplätze sichern.
5. Man sollte
newliberal 20.01.2011
angesichts der explodierenden Wachstumszahlen eines nie vergessen, China ist ein kommunistisches Land ohne freie Presse. D.h. Zahlen werden von Provinzbossen lustig manipuliert und an das Statistikamt nach Peking weitergekabelt. Den gelernten DDR Bürgern hier sollte das bekannt vorkommen: Fünf Jahrespläne wurden nicht nur erfüllt sondern übererfülllt, die Zahlen konnte abschliessend jeder im Neuen Deutschland nachlesen. Leider glaubten den Schmu nicht wenige (linke) Journalisten im Westen und übernahmen das Ganze kritiklos, die leeren Geschäfte haben hierzulande nie jemanden irritiert. Es bürgerte sich im Westen in bestimmten Kreisen die fixe Idee ein die DDR sei so etwas wie ein kleiner Tiger a la Südkorea- die Wahrheit bekam man nach der Wende (schmerzhaft) auf beiden Seiten zu spüren. China ist in weiten Teilen ein Entwicklungsland- bis es zu den USA aufschliesst ist es noch ein langer Weg. I-Phones zusammenkleben ist keine Kunst- I-Phones erfinden und vermarkten sehr wohl.
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