Schuldenkrise Sechs Folgen eines griechischen Euro-Austritts

Die Spekulationen über einen Abgang Griechenlands aus dem Euro reißen nicht ab. Der frühere Regierungschef Papademos warnt vor "katastrophalen" Konsequenzen, und die Kurse an den Börsen weltweit fallen weiter. Was aber wären die Folgen, wenn Griechenland die Währungsunion verlässt? Ein Überblick.


Hamburg - Das Problem erscheint unlösbar: Die Parlamentswahlen in Griechenland haben keine funktionsfähige Regierung hervorgebracht; die große Gewinnerin der Wahl vom 6. Mai, die linksradikale Syriza-Partei, lehnt es ab, die Sparvorgaben der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) zu erfüllen. Aus den Neuwahlen, die voraussichtlich am 17. Juni stattfinden werden, könnte die Partei sogar als stärkste Kraft hervorgehen.

Wenn Parteichef Alexis Tsipras seine Versprechen wahrmacht und das Sparprogramm lockert, könnte das eine fatale Kettenreaktion in Gang setzen. Die internationale Gemeinschaft dürfte dann ihre Zahlungen an das hochverschuldete Land einstellen. Die Regierung in Athen müsste ihren Schuldendienst stoppen. Vermutlich würden dann auch die griechischen Banken pleitegehen. Hellas könnte sich vom Euro verabschieden und die Drachme wieder einführen.

Über die Folgen für Griechenland, die Euro-Länder und den Rest der EU wird derzeit viel spekuliert und diskutiert. Der bis vergangene Woche amtierende griechische Ministerpräsident Loukas Papademos warnte sein Land in einem Interview mit dem "Wall Street Journal" vor dem Schritt: "Ich teile die Ansicht, dass die Konsequenzen für die Euro-Zone, also ihr Finanzsystem und die Realwirtschaft, tiefgreifend, und die Kosten signifikant und weitreichend sein werden." Auch Volkswirtschaften und Länder außerhalb der Euro-Zone, sagte Papademos, würden davon betroffen sein.

Athens heikle Lage dürfte am Mittwoch auch Thema beim EU-Sondergipfel in Brüssel sein. Die 27 Staats- und Regierungschefs beraten vorrangig über Wachstumsimpulse für die europäische Wirtschaft, aber eben auch darüber, wie es mit Griechenland weitergeht. Der Austritt eines Landes aus der Währungsunion ist in den EU-Verträgen jedenfalls nicht vorgesehen. Möglicherweise müsste Griechenland deshalb nicht nur aus der Euro-Zone, sondern auch aus der EU austreten. Sicher ist, dass hinter den Kulissen die Vorbereitungen für den Ernstfall längst begonnen haben.

Doch was passiert nach dem Abgang der Griechen? Müssen weitere Staaten um die Euro-Mitgliedschaft bangen? Was passiert an den Börsen? Und was kostet die Trennung Deutschland? Die Auswirkungen hat SPIEGEL ONLINE in einer interaktiven Grafik zusammengefasst.

nck



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ehrensöldner 23.05.2012
1. Panikmache
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDie Spekulationen über einen Abgang Griechenlands aus dem Euro reißen nicht ab. Der frühere Regierungschef Papademos warnt vor "katastrophalen" Konsequenzen und die Kurse an den Börsen weltweit fallen weiter. Was aber wären die Folgen, wenn Griechenland die Währungsunion verlässt? Ein Überblick. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,834578,00.html
Die Grafik suggeriert nur Chaos ist ist die reinste Panikmache. Wie wäre es, auch positive Folgen darzustellen: z.B. die Wieder-Einführung der Drachme macht die griechische Wirtschaft tendenziell wieder wettbewerbsfähig. Eigenständige Wirtschafts- und Finanzpolitik in GR. Politisches Signal an andere Euro-Länder, ihre Finanzen in Ordnung zu bringen. 17 von 27 EU-Staaten sind dem Euro beigetreten. Wenn eines wieer austritt, wo ist das dann der Untergang der EU? GR hat sich in den Euro reingemogelt; nun müssen die Griechen auch die Lasten dieses Betruges, unterstützt von Goldman-Sachs, und der hemmungslosen Konsumierung selbst tragen.
sistermercy 23.05.2012
2.
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDie Spekulationen über einen Abgang Griechenlands aus dem Euro reißen nicht ab. Der frühere Regierungschef Papademos warnt vor "katastrophalen" Konsequenzen und die Kurse an den Börsen weltweit fallen weiter. Was aber wären die Folgen, wenn Griechenland die Währungsunion verlässt? Ein Überblick. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,834578,00.html
Was für eine schöne tendenziöse Propaganda! Im Gleichklang zu ähnlichen Berichten auf focus online oder bspw. auch handelsblatt.com. Die Angst des Finanz-Establishments, einschließlich der stromwellengeföhnten Mainstreampresse-Profiteure um ihre volksfinanzierten Pfründe scheint zu wachsen. Und das alles wegen des Sarazzin-Buchs? Anderwo habe ich gelesen, man wolle eine angemessen kommentierte Schulbuchausgabe herausbringen, damit das Volk nicht glaubt, was es nicht glauben soll. Oder verwechsele ich da etwas?
LouisXIV 23.05.2012
3. Bei Pleite des griechischen Staates...
hat dieser denn keine Werte die man (Konkursverwalter) konfiszieren kann, z.B. staatliche Betriebe, Immobilien, Ressourcen (Gold etc.)? Warum wird nie irgendwo darüber gesprochen was damit passieren würde, oder gibt es diese einfach nicht???
deeper 23.05.2012
4. optional
Athens heilkle Lage scheint irgendwie nur dem Ausland aufzufallen allerdings nicht den Griechen, so wie man es jedenfalls von Aussen wahrnimmt. Als jemand der jeden Tag die Nachrichten verfolgt muss ich sagen, ich kanns shcon nicht mehr hörten udn wäre fast versucht zu sagen, bitte schmeisst sie endlich raus nur damit endlich mal Ruhe ist. Dann gibts mal nen riesen Knall aber dann is auch wieder gut. Trotz alledem bin ich mit unserre Mutti in deiser Sache bisher ganz zufrieden!
dh8989 23.05.2012
5. so what?
Linde Chef Reitzle - beileibe kein weltfremder Tagtraeumer - hat auch den Austritt von D aus dem Euro als durchaus verkraftbar bezeichnet. Was ich ( zu DM Zeiten sozialisiert ) jedenfalls nicht will, ist eine von meinen Steuern finanzierte EU-Transferunion
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