Protest in Portland Greenpeace-Kletterer blockieren Shell-Eisbrecher

Greenpeace hat in Portland einem Eisbrecher des Mineralöl-Konzerns Shell den Weg versperrt. Das Schiff sollte zu Ölbohrungen auslaufen. Die Aktivisten seilten sich von einer Brücke ab.

Greenpeace-Aktivist: Mit dem Hashtag "ShellNo" fordern die Aktivisten den Schutz der Arktis
AP/dpa

Greenpeace-Aktivist: Mit dem Hashtag "ShellNo" fordern die Aktivisten den Schutz der Arktis


Greenpeace protestiert in Portland im US-Bundesstaat Oregon mit einer spektakulären Kletteraktion gegen geplante Ölbohrungen in der Arktis. Die Aktivisten zwangen den Shell-Eisbrecher "Fennica", der nach einer Reparatur im Hafen von Portland Richtung Alaska auslaufen sollte, zum Umdrehen. Der Eisbrecher musste wieder anlegen.

Nach Angaben von Greenpeace seilten sich über ein Dutzend Umweltschützer an einer Brücke über dem Willamette-Fluss ab und behinderten damit die Durchfahrt des Eisbrechers. Auf Bannern forderten sie mit dem Hashtag "ShellNo" den Schutz der Arktis und das Ende der arktischen Ölausbeutung.

"Die US-Regierung muss endlich die Notbremse ziehen und Shell-Bohrungen in der Arktis untersagen", sagte Larissa Beumer, Arktis-Expertin von Greenpeace, in einer Mitteilung.

Der Eisbrecher soll nach Angaben von Greenpeace Eisschollen von den Bohrstellen entfernen. An Bord sollen sich außerdem wichtige Teile der Notfallausrüstung für die Shell-Bohrflotte befinden.

Die Aktion war am Donnerstagabend deutscher Zeit noch nicht beendet. Ein Richter in Alaska hat unterdessen angeordnet, dass Greenpeace USA 2.500 US-Dollar für jede Stunde zahlen muss, die die Aktivisten den Eisbrecher am Auslaufen aus dem Hafen von Portland hindern.

mka/dpa/AP



insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Crom 30.07.2015
1.
Greenpeace und Shell? War da nicht was? Die sollten mal nicht so laut sein.
danido 30.07.2015
2.
$2500 für jede Stunde die das Schiff am auslaufen gehindert wird, find ich super :) Greenpeace wirds nicht stören, die finden genug dumme nach dieser PR-Aktion, die ihnen neues Geld schicken. So wandert das Geld von den Dummen zu Greenpeace zum Staat... und der kann dann damit nützliche Dinge machen, z.B. neue Straßen bauen für Autos.
birgerhemkendreis 30.07.2015
3. Tolle Aktionmn
Schade, dass es nicht mehr davon gibt...
Matthias1988 30.07.2015
4.
Finde es echt gut, dass Greenpeace für einen Teil des wirtschaftlichen Schadens aufkommen muss. Protestieren kann man, dass ist jedermanns recht, aber bewilligte Vorhaben muss auch eine Organisation wie Greenpeace akzeptieren. Sonst könnte Shell o.a. auch eine bewilligte Greenpeace Demo verhindern indem sie den Weg versperren, nur weil es ihnen gerade nicht passt.
TomRohwer 30.07.2015
5.
---Zitat--- Ein Richter in Alaska hat unterdessen angeordnet, dass Greenpeace USA 2.500 US-Dollar für jede Stunde zahlen muss, die die Aktivisten den Eisbrecher am Auslaufen aus dem Hafen von Portland hindern. ---Zitatende--- Erst die FIFA, jetzt Greenpeace - die US-Justiz wird mir immer sympathischer. Es ist nicht nachvollziehbar, daß ein Umweltkonzern jahrelang ungestraft Gesetzesverstöße am laufenden Band begehen darf.
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