Athen - Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist Ende 2012 auf ein Rekordhoch geklettert. Die Quote stieg auf 26 Prozent, wie das Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Es war der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 1998.
"Besonders besorgniserregend ist die Langzeitarbeitslosigkeit", sagte Angelos Tsakanikas von der Denkfabrik IOBE. Mehr als 60 Prozent der Erwerbslosen hätten seit über zwölf Monaten keinen Job, verglichen mit 48 Prozent in der Euro-Zone.
Das hochverschuldete Griechenland erlebt das sechste Rezessionsjahr in Folge. Die Sparmaßnahmen, die die Regierung als Gegenleistung für Finanzhilfen aus dem Ausland durchführt, bremst die Konjunktur. Seit Mitte 2008 sind 800.000 Jobs verlorengegangen.
Die Dreiergruppe aus Europäischer Zentralbank, EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds lobte die Regierung für ihren Reformkurs. "Es hat deutlichen Fortschritt gegeben", erklärten Vertreter der sogenannten Troika am Donnerstag nach einem zehntägigen Besuch in der griechischen Hauptstadt. Die Experten prüfen, ob die Regierung ihre Spar- und Reformauflagen einhält, damit die nächsten Kredittranchen ausgezahlt werden können.
Griechenland ist mehrfach einer Staatspleite nur knapp entkommen und hat seit 2010 Finanzhilfen über mehr als 200 Milliarden Euro erhalten.
ssu/Reuters
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