Privatisierung in Griechenland Athen verkauft Luxushotel

Eine der luxuriösesten Anlagen in Griechenland hat einen neuen Besitzer. Ein türkisch-arabisches Konsortium kaufte das Hotel "Astir Palace" für 400 Millionen Dollar - der griechische Staat bekommt davon ein Viertel.

Luxusressort Astir Palace bei Athen: Verkauft an türkisch-arabischen Konsortium
Corbis

Luxusressort Astir Palace bei Athen: Verkauft an türkisch-arabischen Konsortium


Griechenland ist eine weitere Privatisierung gelungen: Der griechische Privatisierungsfonds und die griechische Bank National Bank of Greece haben eine der luxuriösesten Hotelanlagen des Landes an das türkisch-arabische Konsortium Jermyn Real Estate Fund IV verkauft.

Es geht um das im vornehmen Vorort von Athen Vouliagmeni liegende Jet-Set-Hotel "Astir Palace", das auf einer Halbinsel an der Küste Athens liegt. Die Verträge wurden laut griechischem Staatsradio am Dienstag unterzeichnet.

Der griechische Staat soll demnach 100 Millionen Euro und die National Bank of Greece 300 Millionen Euro kassieren, wie es hieß. Zuvor war der Verkauf des Luxushotels vom Verwaltungsgericht aus Umweltschutzgründen gestoppt worden.

Die Privatisierungen gehören zu den Auflagen, die Griechenland im Gegenzug für internationale Hilfen erfüllen muss. Durch den Verkauf von Staatseigentum soll Athen Milliarden einnehmen. Erzielt wurden seit 2011 jedoch nur 3,5 Milliarden Euro. Zuletzt hatte Griechenland unter anderem 14 Regionalflughäfen an den deutschen Konzern Fraport verkauft.

brk/dpa



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insgesamt 8 Beiträge
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johannesraabe 29.12.2015
1.
Bringt eh nichts bei dem Schuldenberg. Nur ein Ausverkauf von Volksvermögen.
MarkusH. 29.12.2015
2. perfekt
ich hoffe hier wird von der Belegschaft nicht auch so gejammert und gedroht, wie bei den Flughäfen. sollen froh sein, dass die Jobs gesichert sind. warum ist eigentlich ein hotel im Staatsbesitz?
fraluxx 29.12.2015
3. Hurra,
nur so geht es voran. Weiss ja jeder, dass man unter Verkaufsdruck die höchsten Erlöse erziehlt. Aber immer nur Häfen, Flugplätze und Hotels ist ja langweilig. Vielleicht die Akropolis verkaufen an einen Diskobetreiber?
dialogischen 30.12.2015
4. Cui bono? Griechenland oder Bimbes?
Offen bleibt die Frage, ob die Einnahmen aus dem Verkauf von Staatsbesitz mittelfristig höher sind, als die Einnahmen, die der griechische Staat erzielt hätte, wenn er Eigentümer geblieben wäre. Man darf zumindest zweifeln, dass die Auflagen von Troika-Beamten und sonstigen involvierten Parteischranzen immer zum Wohl Griechenlands und niemals durch diskrete Eingänge auf diskreten Nummernkonten motiviert sind/waren.
phantom-x 30.12.2015
5. nix perfekt
Zitat von MarkusH.ich hoffe hier wird von der Belegschaft nicht auch so gejammert und gedroht, wie bei den Flughäfen. sollen froh sein, dass die Jobs gesichert sind. warum ist eigentlich ein hotel im Staatsbesitz?
als erste Massnahme werden die Angestellten des Hotels gegen deutlich günstigere aus TR ausgetauscht! Die Belegschaft wird also nicht einmal die Chance auf Protest bekommen.
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