Steuerhinterziehung Griechische Beamte sollen 1,5 Milliarden Euro verschoben haben

Griechische Behörden gehen verstärkt gegen Steuerhinterzieher vor, auch unter Beamten. Innerhalb von nur vier Jahren sollen Staatsdiener Hunderte Millionen Euro ins Ausland geschafft haben. Haben sie sich schmieren lassen?

Finanzministerium in Athen (Archivbild): "Ding der Unmöglichkeit"
REUTERS

Finanzministerium in Athen (Archivbild): "Ding der Unmöglichkeit"


Athen - Steuerhinterziehung ist offenbar auch unter griechischen Beamten weit verbreitet. In den vergangenen vier Jahren hätten 5260 Beamte und andere Staatsbedienstete rund 1,5 Milliarden Euro ins Ausland überwiesen, teilte das Ministerium für Verwaltungsreform am Donnerstag in Athen mit. Kontrolleure des Finanzministeriums prüften jetzt die Transaktionen und die Herkunft der Gelder.

Vorn auf der Liste stehen den Angaben zufolge 329 Beamte. Jeder von ihnen habe mehr als 600.000 Euro ins Ausland transferiert, hieß es in der griechischen Presse. Das sei eigentlich ein "Ding der Unmöglichkeit", weil diese Gelder bei Weitem die gesamten Verdienste der Beamten in mehr als zehn Jahren überträfen.

Steuerfahnder sagten, die Höhe der Summe deute darauf hin, dass es sich um Schmiergelder handle. Der griechische Minister für Verwaltungsreform, Kyriakos Mitsotakis will die Beamten nun zur Rechenschaft ziehen.

dab/dpa

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insgesamt 49 Beiträge
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Seite 1
dietmar0402 30.10.2014
1. ja das liebe Geld.
wer mit viel Geld umgeht kann schon mal auf Dumme Gedanken kommen nur wenn Sie geschnappt werden, soll die Bestrafung auch hoch ausfallen .Nicht das wieder der Steuerzahler zahlen muss oder die EU sprich Deutschland.
Tante_Frieda 30.10.2014
2. Jeder
Laut diesem Artikel hat jeder (!) dieser Beamten mindestens 600000 Euro ins Ausland geschafft.Glückliche griechische Beamte - diese Summe muss man als Beamter erst mal zusammenbekommen.Da ja auch in Hellas ein Staatsbediensteter nicht so viel verdienen kann,kann man nur hoffen,dass die dortigen Behörden Erfolg haben bei der Suche nach den Schmiergeldlieferanten.
karend 30.10.2014
3. Xter Versuch
Und dafür lassen sie auch gern ihr Land und ihre Mitbürger leiden. Sich stets patriotisch geben, aber immer schön mit dem Finger auf Deutschland weisen und fordern.
Herr Hold 30.10.2014
4. Krass
Da wird Solidarität von den Steuerzahlern anderer Länder geübt und die eigenen Landsleute rauben die griechische Bevölkerung aus. Die Griechen sind aber auch wirklich nicht zu beneiden.
leiboldson 30.10.2014
5.
Neusprech: Das hat alles nichts mit Steuerhinterziehung zu tun, das sind Einzelfälle und wer glaubt, dass Griechenland nicht auf einem guten Weg ist, der ist AfDler und damit ein Rassist. °-^
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