Sorge um Reformpaket Börse in Athen stürzt auf tiefsten Stand seit 25 Jahren

Griechenlands unsichere Wirtschaftslage schreckt die Investoren ab. Der Leitindex Athex fiel um fünf Prozent und lag zwischenzeitlich auf dem tiefsten Stand seit Jahrzehnten.

Börse in Griechenland: Absturz um fünf Prozent
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Börse in Griechenland: Absturz um fünf Prozent


Griechenlands Aktienmarkt stürzt ab: Der Leitindex Athex lag am Donnerstag zwischenzeitlich bei 421 Punkten und damit auf dem tiefsten Stand seit mehr als 25 Jahren. Zuletzt büßte er mehr als fünf Prozent an Wert ein.

Für Börseneinbrüche benutzen die Griechen ein Fremdwort, nämlich das deutsche Wort "Krach". Von einem "Krach" am griechischen Aktienmarkt ist in der griechischen Finanzpresse auch nun wieder die Rede. Vor allem Papiere der größten griechischen Banken wurden in den vergangenen Tagen von den Anlegern abgestoßen.

Allein am Donnerstag verloren die Alpha Bank und die Griechische Nationalbank zwischenzeitlich knapp 14 Prozent, die Eurobank büßte sogar 22,7 Prozent ein. Medienberichten zufolge schreckt die Investoren vor allem die unsichere Finanzlage des Landes ab. Die Athener Regierung ist derzeit bemüht, ein Paket zur Renten- und Steuerreform zu schnüren. Ohne diese Reformen wollen die Gläubiger des Landes keine weiteren Finanzhilfen zur Unterstützung bereitstellen - Griechenland wäre dann innerhalb kurzer Zeit erneut von der Zahlungsunfähigkeit bedroht.

asc/dpa



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