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Griechenland: Bombenanschlag auf Zentrale des Industrieverbands

Ermittlungen vor der SEV-Zentrale: Zweiter Anschlag seit 2010 Zur Großansicht
REUTERS

Ermittlungen vor der SEV-Zentrale: Zweiter Anschlag seit 2010

Eine starke Explosion hat die Büros des Verbands der griechischen Industrie erschüttert. Es ist bereits der zweite Anschlag auf die Zentrale der Lobbyorganisation.

In der Nacht zum Dienstag wurde in den Büros des Verbands der griechischen Industrie (SEV) eine Bombe gezündet. Verletzt wurde bei dem Anschlag im Zentrum Athens niemand, doch nach Polizeiangaben entstand an der Geschäftsstelle des Verbandes und an umliegenden Läden hoher Sachschaden.

Ein Unbekannter hatte den Anschlag 40 Minuten im Voraus telefonisch bei verschiedenen Zeitungen angekündigt. Entsprechend waren Polizei, Feuerwehr und Sicherheitskräfte bereits vor Ort, als die Bombe explodierte.

Wer hinter dem Anschlag steckt, ist noch nicht bekannt - ebenso, ob er im Zusammenhang mit der Sparpolitik oder den sozialen Problemen des Landes steht.

Der Industrieverband gerät nicht zum ersten Mal in den Fokus von Attentätern: Schon im Jahr 2010 hatte es einen Brandanschlag auf die SEV-Zentrale gegeben. Damals bekannte sich die Organisation "Zero Tolerance" zu dem Attentat.

Bei der Gruppe handelt es sich Berichten zufolge um eine Art linksextreme Stadt-Guerilla, die sich in den vergangenen Jahren immer wieder zu Brandanschlägen auf Büros griechischer Politiker und Institutionen bekannt hat.

ssu/dpa-AFX

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