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Kreditrate: Griechenland bekommt neue Milliardenhilfen

Parlamentsgebäude in Athen: "Wir haben sehr hart gearbeitet" Zur Großansicht
REUTERS

Parlamentsgebäude in Athen: "Wir haben sehr hart gearbeitet"

Griechenland ist wieder flüssig. Das Krisenland bekommt eine neue Kreditrate der internationalen Geldgeber in Höhe von 6,3 Milliarden Euro ausgezahlt. Zwei weitere Tranchen sollen folgen - unter strengen Auflagen.

Athen - Die Euro-Finanzminister geben neue Rettungshilfen von insgesamt mehr als 8,3 Milliarden Euro an Griechenland frei. Das Geld solle in drei Raten ausgezahlt werden, sagte Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Dienstag nach Beratungen in Athen. 6,3 Milliarden Euro sollen bereits Ende des Monats fließen, die restlichen zwei Milliarden Euro in zwei Raten unter bestimmten Bedingungen bis Ende Juli.

Die Hilfsmilliarden waren aufgrund schleppender Reformanstrengungen der Regierung in Athen seit Monaten blockiert. Die internationale Geldgebertroika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) unterbrach ihre Prüfmission zwischenzeitlich, die Ungeduld der Euro-Gruppe nahm vernehmbar zu. "Wir haben sehr hart gearbeitet, um diese letzte Überprüfung abzuschließen", sagte EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn in Athen.

Es ist das erste Mal seit Griechenland im Jahr 2010 zur Abwendung eines Staatsbankrotts ein internationales Hilfspaket beantragen musste, dass die europäischen Finanzminister in dem Land tagen. Die Regierung in Athen hat in diesem Halbjahr die EU-Ratspräsidentschaft inne und richtet einige der Treffen in Griechenland aus.

Im Anschluss an das Treffen der Euro-Gruppe kommen die Finanzminister aller 28 EU-Staaten zusammen. Hauptthema ihrer Beratungen ist eine Diskussion um den Aufbau der europäischen Bankenunion am Mittwoch.

yes/AFP/dpa

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insgesamt 75 Beiträge
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1.
Zapallar 01.04.2014
Wie von Spiegel und anderen Medien berichtet, haben griechische Bürger und Firmen noch über 40 Milliarden Euro Steuerschulden beim griechischen Staat. Ebenso liegen den griechischen Behörden Steuer-CDs mit knapp 1.500 Namen vor. Der griechische Staat ist in der Verpflichtung, vorranging aus diesen Quellen das Geld einzutreiben! Aktuell zeigt sich die griechische Regierung damit überfordert, unfähig und unwillig!
2.
schiller 01.04.2014
und die werden dann halt wieder nicht eingehalten. gibt sowieso keine alternative als immer mehr geld hinterherzuschicken, deswegen ist es auch wie ein reflex das ganze mit "strengen auflagen" zu verbinden, die eh niemanden mehr interessieren.
3. Die Frage ist eh, wie lange noch
j.cotton 01.04.2014
Zitat von ZapallarWie von Spiegel und anderen Medien berichtet, haben griechische Bürger und Firmen noch über 40 Milliarden Euro Steuerschulden beim griechischen Staat. Ebenso liegen den griechischen Behörden Steuer-CDs mit knapp 1.500 Namen vor. Der griechische Staat ist in der Verpflichtung, vorranging aus diesen Quellen das Geld einzutreiben! Aktuell zeigt sich die griechische Regierung damit überfordert, unfähig und unwillig!
...dieses Not- und Mißgebilde noch hält. Momentan wohl schon ein gar lustig Hauen und Stechen. Und dann Neuwahlen: Das wird lustig!
4. Alles neu macht der Mai
Progressor 01.04.2014
Im Mai finden EU-Parlamentswahlen statt. Danach kommt auf den Tisch was jeder schon weiss: Griechenland kann seine Staatsschulden _nie_ zurückzahlen, selbst wenn man diese bis zum St. Nimmerleinstag streckt.
5.
kdshp 01.04.2014
Zitat von sysopGriechenland ist wieder flüssig. Das Krisenland bekommt eine neue Kreditrate der internationalen Geldgeber in Höhe von 6,3 Milliarden Euro ausgezahlt. Zwei weitere Tranchen sollen folgen - unter strengen Auflagen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-erhaelt-kreditrate-in-hoehe-von-6-3-milliarden-euro-a-961905.html
Ja gut! Was soll man da noch sagen wenn griechenland gleichzeitig mrd nicht an steuern eintreibt.
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Fläche: 131.957 km²

Bevölkerung: 10,858 Mio.

Hauptstadt: Athen

Staatsoberhaupt:
Prokopis Pavlopoulos

Regierungschef: Alexis Tsipras

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