Euro-Finanzministertreffen in Brüssel Hilfsmilliarden für Griechenland gebilligt

Gerade hat Griechenland ein großes Bündel an Reformen verabschiedet, nun haben die Euro-Finanzminister ein neues Hilfspaket über 6,7 Milliarden Euro freigegeben. Schon im Februar soll die erste Tranche fließen.

Mario Centeno (links) und Mario Draghi
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Mario Centeno (links) und Mario Draghi


Die Euro-Finanzminister haben weiteren Hilfsmilliarden für das hoch verschuldete Griechenland zugestimmt. Das Land habe nahezu alle bis hierher vereinbarten Spar- und Reformmaßnahmen umgesetzt, erklärte der neue Eurogruppen-Vorsitzende Mario Centeno nach dem Treffen der Finanzminister des gemeinsamen Währungsgebiets am Montagabend in Brüssel.

Unter der Voraussetzung, dass die letzten Schritte noch vollzogen werden, sollten demnach von Februar an etwa 6,7 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Damit sollen vorrangig Schulden zurückgezahlt werden. Außerdem ist Geld für einen sogenannten Cash-Puffer vorgesehen, der für die Zeit nach dem Kreditprogramm aufgebaut werden soll.

Griechenland ist seit 2010 auf internationale Finanzhilfen angewiesen. Im Gegenzug muss das Land etliche einschneidende Spar- und Reformmaßnahmen umsetzen. Im laufenden dritten Hilfsprogramm stehen bis 20. August 2018 bis zu 86 Milliarden Euro bereit. Das Wirtschaftswachstum hatte zuletzt wieder leicht angezogen, Experten gehen davon aus, dass Griechenland nicht die gesamte Kreditsumme benötigen wird.

"2018 wird für Griechenland ein entscheidendes Jahr werden", sagte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici. Die lange Zeit der Abhängigkeit von Finanzhilfen nähere sich dem Ende. "Die griechische Wirtschaft ist jetzt widerstandsfähiger."

läs/dpa



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