Griechenlandhilfen Eurofinanzminister billigen drittes Rettungspaket

Bis zu 86 Milliarden Euro an neuen Krediten soll Griechenland bekommen. Nach der Zustimmung des Parlaments in Athen einigte sich jetzt auch die Euro-Gruppe auf die Bedingungen für das Hilfspaket.

Euro-Gruppen-Chef Dijsselbloem, Griechenlands Finanzminister Tsakalotos: Weg frei für drittes Hilfspaket
REUTERS

Euro-Gruppen-Chef Dijsselbloem, Griechenlands Finanzminister Tsakalotos: Weg frei für drittes Hilfspaket


Die Eurofinanzminister haben den Weg für das dritte Griechenland-Hilfspaket freigemacht. Das teilte der belgische Finanzminister Johan van Overtveldt am Freitagabend nach dem Treffen in Brüssel mit. Die Europäische Kommission bestätigte dies.

Im Rahmen des dritten Hilfspakets soll Griechenland insgesamt bis zu 86 Milliarden Euro an neuen Krediten bekommen. Die Finanzierung ist auf drei Jahre angelegt.

Das Treffen der 19 Minister der Eurostaaten dauerte rund sechs Stunden. Van Overtfeldt sagte, die Runde hätte der Grundsatzeinigung von Dienstag, in denen Unterhändler konkrete Bedingungen für ein drittes Hilfspaket vereinbart hatten, gebilligt, sich aber auf "einige zusätzliche Maßnahmen" verständigt. Details nannte er zunächst nicht.

Laut EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bedeutet die Entscheidung der Euro-Gruppe, dass Griechenland "unabänderlich" Mitglied der Eurozone bleiben wird.

Bundestag muss noch zustimmen

Das griechische Parlament hatte die Auflagen für Kredite von bis zu 86 Milliarden Euro am Freitagmorgen bereits mit klarer Mehrheit gebilligt. Allerdings war die Regierung des linken Ministerpräsidenten Alexis Tsipras bei dem Votum erneut auf Stimmen der Opposition angewiesen.

Griechenland muss der EZB am kommenden Donnerstag Anleihen und darauf fällige Zinsen im Umfang von rund 3,4 Milliarden Euro zurückzahlen. Bis dahin bräuchte Athen eine erste Auszahlung aus dem neuen Hilfsprogramm - oder eine Brückenfinanzierung.

Bevor das Hilfspaket in Kraft treten kann, müssen in einer letzten Etappe noch einige nationale Parlamente zustimmen. Der Bundestag soll am Dienstag oder Mittwoch zusammenkommen. Das hoch verschuldete Griechenland musste sich im Gegenzug für die neuen Milliardenhilfen der internationalen Geldgeber zu einer Reihe schmerzhafter Reformen verpflichten.

sun/dpa/Reuters/AFP

insgesamt 92 Beiträge
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tsaag 14.08.2015
1. Keine Schlagzeilen wert
Das Ergebnis steht doch schon seit mehr als einem Monat fest, weshalb die Schlagzeilen?
wolli1969 14.08.2015
2. Na bravo
ein schwarzer Tag für alle Steuerzahler und Deutschland
iffelsine 14.08.2015
3. Deutschland bürgt bisher nur !
In drei Jahren ist das 3. Hilfspaket in Griechenland versickert und dann müssen die EURO-Steuerzahler blechen, nämlich dann, wenn die jeweiligen Kredite Griechenlands fällig werden - die nächsten 50 Jahre. Also auch unsere Kinder werden für die Griechen zahlen, für Frührente, fehlendes Steuerwesen und Faulheit. Es ist nicht zu fassen, wie unsere Politiker mit unserem (zukünftigen) Steuergeld umgehen. Aber das fällt ihnen leicht, weil sie dann nicht mehr im Amt sind. Nur wir Steuerzahler sind dann noch im Amt. Und jetzt kommt mir keiner, es muss noch Geld für die Flüchtlinge übrig bleiben - wir haben die Griechen, das reicht !
Sangit raju 14.08.2015
4. Armes Griechenland ...
... Angeblich warst Du mal Heimat der größten Denker und Erneuerer weltweit, die Demokratie von links, rechts, oben und unten durchdachten... und stets friedvoll waren... Nun haben Dir die Pseudodemokraten aus dem Norden den Schirlingsbecher gereicht... Ich wünsche Dir, Griechenland, dass Du nie Deine Würde verlierst...
gabrielle.buchholz 14.08.2015
5. Es gelten keine Regeln mehr... Höchstens für Falschparken
Jeder der es geschickt anstellt kann jetzt nach Deutschland kommen und den Deutschen Steuerzahler ausplündern die Berliner "Regierung" wird es nicht mehr verhindern.
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