Wirtschaft


Griechenland: Großbanken machen bei Schuldenschnitt mit

Die Deutsche Bank und die Commerzbank beteiligen sich am Schuldenschnitt für Griechenland. Laut Bankenverband sind weitere zehn Institute und Versicherungen bereit, ihre Anleihen umzutauschen. Der griechische Finanzminister droht, die Gläubiger notfalls zur Teilnahme zu zwingen.

Frankfurt am Main - Zwölf Banken und Versicherungen erlassen Griechenland einen Teil seiner Schulden. Dazu gehören die Allianz Chart zeigen, die Commerzbank Chart zeigen und die Deutsche Bank Chart zeigen, teilte der internationale Bankenverband am Montag mit.

"Es handelt sich bei jedem dieser Gläubiger um substantielle Beträge", sagte IIF-Sprecher Frank Vogl. Wie viel die Gläubiger insgesamt beitragen, könne er nicht sagen. Auch andere große Institute wie BNP Paribas Chart zeigen aus Frankreich und die niederländische ING Bank machten bei dem Schuldenschnitt mit, sagte Vogl. "Es handelt sich dabei um die eigenen Anlagen der Häuser, nicht die von ihren Kunden", sagte er.

Während der politische Druck auf Großbanken und Versicherungskonzerne groß ist, bei der Griechenland-Rettung mitzumachen, gilt die Beteiligung von Hedgefonds als unsicher. Nach Angaben des Bankenverbands hat sich bislang nur die Gruppe Greylock Capital Management auf einen Forderungsverzicht festgelegt.

Griechenland hatte seinen Privatgläubigern ein Angebot für die Stundung seiner Schulden unterbreitet, das auf einen teilweisen Erlass hinausläuft. Gläubiger tauschen dabei einen Teil ihrer Anleihen in längerlaufende Papiere um, die vom Euro-Rettungsfonds garantiert werden. Bis zum 8. März müssen die Antworten eingehen.

Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos bekräftigte am Montag seine Entschlossenheit, private Gläubiger notfalls zur Teilnahme an dem Schuldenschnitt zu zwingen. Er erwarte zwar, dass die Anleihe-Investoren auf das unterbreitete Angebot eingehen, sagte Venizelos der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Falls der Forderungsverzicht jedoch nicht auf freiwilliger Basis zustande komme, sei man bereit, ihn mit Umschuldungsklauseln zu forcieren. Zu den Konditionen, die Athen seinen Gläubigern vorschlägt, sagte Venizelos: "Dies ist das beste Angebot, denn es ist das einzige Angebot."

cte/dpa/dapd

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  • Montag, 05.03.2012 – 17:01 Uhr
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