+++ Newsblog zur Griechenlandkrise +++ Ja- und Nein-Lager in Umfrage gleichauf

Es wird knapp beim Referendum am Sonntag: Laut einer neuen Umfrage liegen die Befürworter und Gegner des Sparprogramms nahezu gleichauf. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Von und


  • Einer aktuellen Umfrage der Zeitung "Avgi" zufolge liegen die Befürworter und Gegner der Reformvorschläge der Eurogruppe gleichauf: 43 Prozent der Griechen wollen demnach beim Referendum am Sonntag mit Nein stimmen, 42,5 Prozent mit Ja. Rund neun Prozent der Griechen sind noch unentschlossen.
    Regierungschef Alexis Tsipras forderte seine Landsleute dazu auf, am Sonntag mit Nein zu stimmen. Sein Volk müsse sein Schicksal "selbst in die Hand nehmen" und gegen Verarmung und Verelendung stimmen, sagte er in einer Fernsehansprache. Außerdem forderte er erneut einen Schuldenschnitt: Die Verbindlichkeiten Griechenlands sollten um 30 Prozent reduziert werden - für die restlichen Schulden sollte eine "Gnadenfrist von 20 Jahren" ausgesprochen werden. Die Bundesregierung sprach sich zuletzt gegen einen Schuldenschnitt aus.
  • 7/3/15 3:55 PM
    Liebe Leserinnen, liebe Leser, das war unser Newsblog zur Griechenlandkrise für heute. Auch morgen werden wir Sie wieder live über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Wenn sich am Abend etwas tut, erfahren Sie das natürlich weiterhin bei SPIEGEL ONLINE. Was Sie noch erwartet: Großdemonstrationen von Befürwortern und Gegnern des Sparprogramms der Euro-Gruppe. Auch in Deutschland gehen die Menschen auf die Straße. Außerdem will das Oberste Verwaltungsgericht in Griechenland verkünden, ob das Referendum am Sonntag rechtmäßig ist.
  • 7/3/15 3:38 PM
    Hochrangige griechische Banker wollen sich laut Angaben der Nachrichtenagentur AP mit Mitgliedern der Regierung treffen. Vertreter der größten Banken des Landes sprechen demnach mit Finanzminister Varoufakis, Vizeregierungschef Giannis Dragasakis und Vizefinanzminister Dimitris Mardas.
  • 7/3/15 2:48 PM
    Falls Sie sich fragen, wie es in Griechenland überhaupt so weit kommen konnte, können Sie in unserer Chronik die einzelnen Stationen auf den Weg in die Krise nachlesen: Wie Griechenland 2001 der Eurozone beigetreten ist, wie 2004 herauskam, dass die Regierung die Aufnahme in die Eurozone mit gefälschten Finanzdaten erschummelt hat, und wie sich schließlich zunehmend eine Finanzkrise abzeichnete, lesen Sie hier.
  • 7/3/15 2:44 PM
    Der Reiseveranstalter TUI hat seine Anteile an der griechischen Hotelkette Grecotel verkauft. Angeblich hat das aber nichts mit der aktuellen Lage in Griechenland zu tun. Die 50-prozentige Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen wurde vor einigen Wochen an den griechischen Partner verkauft, sagte ein TUI-Sprecher.
  • 7/3/15 2:39 PM
    Ein Dorf sagt "Ochi" - nur der Bürgermeister nicht: bit.ly/1RVXq6r via @SPIEGELONLINE #Griechenland
  • 7/3/15 2:39 PM
    Berichten zufolge lagert derzeit ein zweistelliger Milliardenbetrag unter den Kopfkissen der Griechen. Da sie nur noch 60 Euro pro Tag abheben dürfen, horten viele ihr Geld. Die Folge: Das Bargeld wird knapp.
    Doch wie viel Euro-Bargeld gibt es überhaupt? Unsere Infografik der Woche zeigt, wie sich die Euro-Banknoten verteilen und welche Banknoten am häufigsten vorkommen.
  • 7/3/15 2:30 PM
    Die griechischen Banken haben nach eigenen Angaben bis Montag noch Liquiditätspuffer in Höhe von einer Milliarde Euro. Danach hänge die Lage von der Europäischen Zentralbank ab, erklärte der Branchenverband.
    Das Nachbarland Bulgarien sieht seine Banken durch die Krise nicht in Gefahr. Die Geldhäuser des Landes seien liquide und würden mit allen Situationen zurechtkommen, sagte Präsident Rossen Plewneliew. Die bulgarische Wirtschaft sei stabil. "Was auch immer in Griechenland passiert, Bulgarien ist gut vorbereitet", erklärte er.
  • 7/3/15 2:27 PM
    Katrin Kuntz hat ein griechisches Dorf besucht und mit den Bewohnern gesprochen - Hoffen und Bangen mischen sich. Die Leute wissen nicht, wie sie abstimmen sollen. Es steht ja noch nicht einmal fest, ob das Referendum wirklich stattfinden kann. Lesen Sie hier die ganze Reportage.
  • 7/3/15 2:22 PM
    Tsipras bei einer Ansprache an sein Volk im Staatsfernsehen: Stimmt mit Nein! (Foto: Reuters)
  • 7/3/15 2:12 PM
    Der Euro-Rettungsfonds EFSF hat Konsequenzen aus dem Zahlungsrückstand Griechenlands gegenüber dem Internationalen Währungsfonds (IWF) gezogen. Der EFSF hat Griechenland im Namen der Eurostaaten bisher Kredite von rund 131 Milliarden Euro gewährt und muss laut Kreditvertrag tätig werden, sobald bei Griechenland ein sogenanntes Kreditereignis eintritt – die nicht gezahlte Rate an den IWF.
    Der EFSF hat in diesem Fall drei Möglichkeiten: Er kann das Geld umgehend zurückfordern – dann aber wäre Griechenland sofort pleite. Die zweite Möglichkeit wäre ein sogenannter Waiver, damit würde der Fonds auf seine Forderungen verzichten – eine undenkbare Entscheidung.
    Das EFSF-Direktorium hat sich - und Griechenland – mit der dritten Möglichkeit erst einmal Zeit verschafft: Es hat sich für die sogenannte "Reservation of Rights" entschieden. Der Fonds meldet demnach seine Forderung auf Rückzahlung umgehend an, verzichtet aber vorerst darauf, sie durchzusetzen.
    Lesen Sie in diesem Erklärstück, wie es mit Griechenland weitergehen könnte, bis wann sich die Gläubiger einigen müssen und wie die Zahlungsverpflichtungen Griechenlands momentan aussehen.
    Hier finden Sie die entsprechende Pressemitteilung des EFSF.
  • 7/3/15 1:54 PM
    Nachdem Ende Juni das zweite Rettungspaket für Griechenland ausgelaufen ist, erhalten Deutschland und andere Euroländer einen Teil der ungenutzten Hilfs-Milliarden zurück. Das Finanzministerium bestätigte, dass es rund eine Milliarde Euro zusätzlich verbuchen konnte.
    Dabei handelt es sich um Zinsgewinne der Bundesbank mit griechischen Staatsanleihen, die nach Athen überwiesen werden sollten. Da Griechenland seine mit den Geldgebern getroffenen Vereinbarungen nicht erfüllt hat, wurden die für das Hilfsprogramm vorgesehenen Zinsgewinne aller Euro-Notenbanken aus 2014 und 2015 zunächst eingefroren. Seit dem 1. Juli ist der Anspruch Griechenlands auf diese Zinsgewinne verfallen.
    Für 2014 handelt es sich dabei laut Euro-Rettungsschirm ESM um rund 1,85 Milliarden Euro und für 2015 um etwa 1,5 Milliarden.
  • 7/3/15 1:47 PM
    Ein Nein beim Referendum am Sonntag wäre kein Abschied aus der Eurozone - das betonte Premierminister Alexis Tsipras bei einer Fernsehansprache, in der er sein Volk dazu aufforderte, gegen die Sparprogramme der Gläubiger zu stimmen. Es gehe vielmehr um die Frage, ob sein Volk weiter verarme und verelende. Die Griechen würden am Sonntag ihre Zukunft "in die eigene Hand nehmen", sagte er. "Ein Nein bedeutet nicht den Abbruch, sondern die Fortsetzung der Verhandlungen", versicherte Tsipras seinen Landsleuten.
  • 7/3/15 1:42 PM
    Die Börse und das Referendum: Die Griechen stimmen ab - für Anleger eher Chance als Risiko... tinyurl.com/p8us5gh
  • 7/3/15 1:40 PM
    I urge you to say #OXI / NO to ultimatums, blackmail & fear. To say NO to being divided. #Greece #Greferendum #dimopsifisma
  • 7/3/15 1:38 PM
    Anders erging es da einer Kollegin von ihm: Sie bekam eine Email der Zeitung "Economist", in der stand, dass das Geld für ihr Abonnement nicht von ihrem Konto abgebucht werden konnte. Offenbar sind nur Varoufakis-Bücher von den Kapitalsverkehrskontrollen ausgenommen...
  • 7/3/15 1:34 PM
    Griechen können nur noch 60 Euro am Bankautomaten abheben. Online-Zahlungen mit Kreditkarten sind nicht mehr möglich. Oder doch? Unser griechischer Reporter Giorgos Christides wollte das ausprobieren und hat zum Spaß bei der Online-Plattform Amazon ein Buch von Gianis Varoufakis bestellt - mit Erfolg, wie er unglücklich berichtet. Er habe nun unfreiwillig 6,29 Pfund (umgerechnet rund neun Euro) für ein Buch ausgegeben, das er eigentlich gar nicht haben wollte.
  • 7/3/15 1:28 PM
    Greece debt crisis: '100% chance of success' says Varoufakis - BBC News
  • 7/3/15 1:27 PM
    Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis ist davon überzeugt, dass die Verhandlungen mit der Euro-Gruppe - egal wie das Referendum am Sonntag ausgeht - "zu 100 Prozent erfolgreich" ausgehen werden. Das sagte er in einem Interview mit dem britischen Sender BBC. "Die interessantesten Angebote haben uns erst erreicht, nachdem wir die Banken in Griechenland geschlossen haben", sagte er. "Vielleicht müssen die Dinge erst sehr viel schlechter werden, bevor sie besser werden." Die Banken werden am Dienstag wieder eröffnen - nachdem eine Vereinbarung getroffen wurde, versprach er.
  • 7/3/15 1:17 PM
    Alexis Tsipras hat seine Landsleute erneut zu einem Nein beim Referendum am Sonntag aufgerufen. In einer Fernsehansprache betonte der Regierungschef, sein Volk müsse Nein sagen zu Erpressung und Ultimaten. Die Euro-Mitgliedschaft stehe aber nicht zur Abstimmung.
  • 7/3/15 1:10 PM
    Finanzminister Wolfgang Schäuble hat die Erwartungen gedämpft, dass Athen nach dem Referendum am Sonntag schnell neue Hilfsgelder bekommen könnte: "Der Vorschlag, über den die Regierung abstimmen lassen will, liegt nicht mehr auf dem Tisch", sagte er der "Bild"-Zeitung. Erst müsse man das Ergebnis des Referendums abwarten, dann könne Griechenland einen Antrag auf Aufnahme der Verhandlungen stellen.
    Käme es zu neuen Verhandlungen, würden diese sehr schwierig - sie müssten auf völlig neuer Grundlage geführt werden. "Denn die Lage in Griechenland hat sich in den letzten Wochen dramatisch verschlechtert", sagte der Finanzminister. Wenn es einen entsprechenden griechischen Antrag gebe und bestimmte Voraussetzungen erfüllt seien, werde die Euro-Gruppe neue Verhandlungen befürworten, versprach er. Unterstützung gebe es allerdings nur für echte Gegenleistung.
  • 7/3/15 12:58 PM
    Vor einem griechischen Geschäft stehen die Menschen Schlange, um Lebensmittel zu kaufen. Viele Geschäfte haben kein Wechselgeld mehr. (Foto: Reuters)
  • 7/3/15 12:56 PM
    Alexander Neubacher berichtet, wie in Griechenlands Geschäften das Wechselgeld knapp wird - maximal 60 Euro dürfen die Griechen noch von ihrem Konto abheben, doch leider gibt es keine kleinen Scheine mehr. Die Automaten geben nur noch 50-Euro-Scheine aus, die in kleinen Geschäften nicht gewechselt werden können. Lesen Sie hier, wie es einem Land geht, dass kurz vor der Pleite steht.
  • 7/3/15 12:35 PM
    Die Bundesregierung lehnt trotz der Empfehlung des Internationalen Währungsfonds (IWF) einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland ab. Aus dem vom IWF ermittelten Finanzbedarf sei "keinesfalls der Schluss abzuleiten, dass ein Schuldenschnitt zwingend erforderlich" sei, sagte der Sprecher des Finanzministeriums, Martin Jäger. Doch auch ein Hilfsprogramm aus dem Euro-Rettungsfonds ESM sei aufgrund des mehrstufigen Verfahrens "eine nicht einfache Prozedur".
    Nach einer vorläufigen Einschätzung des IWF benötigt Griechenland bis Ende 2018 rund 52 Milliarden Euro an zusätzlichen Hilfen. Rund 36 Milliarden Euro davon müssten aus der Eurozone kommen - auch eine Lockerung der bisher erwogenen Reformpakete würde dem IWF zufolge einen Schuldenschnitt notwendig machen. Das würde vor allem Steuerzahler der anderen Euroländer treffen.
  • 7/3/15 12:16 PM
    Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem dämpft die Hoffnungen auf eine Einigung mit Griechenland erneut. Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hatte zuvor behauptet, ein Abkommen sei "mehr oder weniger" fertig. Dijsselbloem bezeichnete die Äußerung seines griechischen Kollegen als "komplett falsch".
    Unabhängig vom Ausgang des Referendums stünde Griechenland eine "extrem schwierige" Zukunft bevor, sagte der Chef der Eurogruppe.
  • 7/3/15 12:11 PM
    Nach Ansicht von Analysten wird es auch nach dem Referendum am Sonntag wenig Klarheit geben, wie es in Europa weitergeht. An der Börse halten die Anleger bislang die Füße still.
    Wenn sich die Griechen gegen die Reformpläne entscheiden, wird ein Ausstieg aus der Eurozone wahrscheinlicher. Scheitern wird der Euro deswegen trotzdem nicht, betonen Experten. "Die Euro-Kette wird nicht schwächer, wenn das schwächste Glied entfernt wird", erklärt Analyst Robert Halver. Wenn jedoch weiterhin undisziplinierte Verstöße gegen Stabilitätsregeln geduldet würden, so Halver, hätte die Eurozone längerfristig keine Chance.
  • 7/3/15 12:04 PM
    Demonstranten vor dem Verband der griechischen Industrie rangeln mit der Polizei (Foto: AFP)
  • 7/3/15 11:59 AM
    Tui zeiht sich aus Grecotel zurück: Tui verkauft Anteil an griechischer Hotelkette... tinyurl.com/pcn257n
  • 7/3/15 11:57 AM
    Umfragen zufolge wird das Referendum am Sonntag sehr knapp ausgehen. Die griechische Zeitung "Ethnos" berichtet, dass die Befürworter der Gläubigerpläne leicht überwiegend: 44,8 Prozent wollen demnach am Sonntag mit Ja stimmen - 43,4 Prozent mit Nein.
    Rund 12 Prozent der Bürger sind noch unentschieden, wie sie abstimmen sollen.
    Noch heute will das Oberste Verwaltungsgericht in Griechenland darüber entscheiden, ob das Referendum überhaupt rechtmäßig ist.
  • 7/3/15 11:53 AM
    Mein Kollege Hasnain Kazim ist heute morgen nach Athen geflogen und hat sich direkt am Flughafen mit Touristen unterhalten. Wie sie sich auf ihren Griechenland-Urlaub vorbereitet haben und ob sie mit ihrer Kreditkarte an griechischen Automaten Geld abheben können, lesen Sie hier.
  • 7/3/15 11:35 AM
    Die Regierung Tsipras verteidigt das umstrittene Referendum am Sonntag. Euklides Tsakalotos, Vize-Außenmister und Chefkoordinator für die Verhandlungen mit den Gläubigern, sagte im griechischen Fernsehen Skai, das von den Geldgebern geforderte Sparprogramm hätte aus ihrer Sicht keine Chance auf eine Parlamentsmehrheit gehabt.
    "Meiner Ansicht nach würde es nicht durch das Parlament kommen", so Tsakalotos. Dann hätten vorgezogene Wahlen stattfinden müssen, die die Situation "noch schwieriger machen" würden.
  • 7/3/15 11:21 AM
    Der Exportweltmeister China stellt sich klar auf die Seite der Griechen: "Wir werden auf unsere Weise die bilaterale Kooperation mit Griechenland fortsetzen, auch im finanziellen Bereich", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking. Die Volksrepublik habe bereits konkrete Maßnahmen ergriffen, um auf die griechischen Sorgen und Wünsche einzugehen.
    Griechenland ist für China ein wichtiger Handelspartner als Verbindungspunkt für den Absatz seiner waren in Europa und Afrika. Ministerpräsident Li Keqiang betonte diese Woche, dass sein Land die Griechen weiter im Euro haben wolle.
  • 7/3/15 11:16 AM
    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Griechen eindringlich davor gewarnt, beim Referendum am Sonntag mit Nein zu stimmen. Die griechische Verhandlungsposition werde sich dramatisch verschlechtern, wenn die Griechen gegen die geforderten Reformen der Geldgeber stimmen, betonte er.
    Ob er in diesem Fall überhaupt noch neue Verhandlungen empfehlen könne, wollte Juncker nicht sagen. "Das Hilfsprogramm ist ausgelaufen", sagte er. "Es gibt derzeit keine Verhandlungen."
  • 7/3/15 10:59 AM
    Straßenszene in Athen (Foto: AFP)
  • 7/3/15 10:47 AM
    Die Eskalation der Griechenlandkrise hat laut einer Ernst&Young-Studie weltweit binnen weniger Tage rund 300 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet. Der Gesamtwert der 100 teuersten Aktiengesellschaften der Welt sank nach Berechnungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vom 19. bis 30. Juni von 16,6 Billionen auf 16,3 Billionen US-Dollar.
    Besonders hart wurden demnach die fünf deutschen Konzerne in dieser Rangliste getroffen: Der Börsenwert von
    - Bayer (Platz 62; 116 Milliarden Dollar),
    - Volkswagen (Platz 65; 110,5 Milliarden),
    - Daimler (Platz 79; 98 Milliarden),
    - Siemens (Platz 93; 89 Milliarden) und
    - SAP (Platz 98; 86,5 Milliarden)
    verringerte sich um zusammen 22 Milliarden Dollar beziehungsweise vier Prozent.
  • 7/3/15 10:38 AM
    Kanzlerin Merkel setzt im Falle weiterer Hilfen für Griechenland nach wie vor auch auf den Internationalen Währungsfonds IWF. Man sei überzeugt, dass eine Beteiligung des IWF bei einem eventuellen dritten Hilfspaket richtig wäre, sagt ihr Sprecher Steffen Seibert.
    Der IWF hatte erklärt, dass Griechenland einen weiteren Schuldenschnitt benötigen könnte, wenn das Wirtschaftswachstum geringer als erwartet ausfallen und Reformen nicht umgesetzt würden. Bis 2018 habe das Land einen zusätzlichen Finanzbedarf von 50 Milliarden Euro. Die Euroländer haben sich gegen einen Schuldenschnitt ausgesprochen. Dieser würde ihre eigenen Haushalte belasten. Hier nochmal der Link von gestern dazu.
    Die Europäische Zentralbank will laut Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny am Montag über weitere Notkredite für griechische Banken sprechen. Diese seien zuletzt nur bis Montag verlängert worden, sagte Nowotny der Nachrichtenagentur APA.
  • 7/3/15 10:24 AM
    An vielen Geldautomaten in Griechenland werden inzwischen nur noch 50 Euro ausgeben. Das gilt allerdings nicht für Touristen. Mit Bankkarten aus Deutschland konnte man in Athen und an allen Ferienorten den jeweils geltenden Höchstbetrag des Tages abheben. Für die National Bank of Greece waren es heute 500 Euro.
  • 7/3/15 10:21 AM
    Wartende vor Geldautomaten in Athen (Foto: Reuters)
  • 7/3/15 10:17 AM
    Wegen des Griechenland-Dramas hat Bundestagspräsident Norbert Lammert die Abgeordneten auf eine mögliche Sondersitzung des Parlaments während der Sommerpause eingestimmt. Es sei keineswegs sicher, "dass wir uns erst am 7. September wiedersehen", sagte Lammert heute mit Blick auf den nächsten regulären Sitzungstermin. "Ich wiederhole meine frühere Empfehlung: Schwimmen Sie nicht so weit raus", sagte Lammert. Vielleicht "wäre auch zu überlegen, Kurzurlaube in Berlin in fußläufiger Entfernung zum Reichstagsgebäude einzuplanen". Dann wären die Abgeordneten für "alle Eventualitäten" gerüstet. Ähnliche Empfehlungen hatte Lammert bereits vor den Sommerpausen in den vergangenen Jahren ausgesprochen - wegen Griechenland.
  • 7/3/15 10:14 AM
    Zur Mittagszeit empfehle ich Ihnen einen Artikel von meinem Kollegen Arvid Kaiser von manager magazin: Er analysiert, warum die griechische Regierung ein Papier des IWF als Beweis für die Berechtigung ihrer Forderungen nach einem Schuldenschnitt werten. Hier ist der Link
  • 7/3/15 9:48 AM
    Markt in Athen (Foto: AP)
  • 7/3/15 9:43 AM
    In Griechenland wird wegen der Beschränkungen im Zahlungsverkehr das Kleingeld knapp. Jeder wolle mit 20-Euro-Scheinen vom Geldautomaten zahlen, sagt eine Gemüsehändlerin im Athener Vorort Piräus einem Reuters-Reporter. 
  • 7/3/15 9:41 AM
    Für Griechen, die aus Brüssel oder London zum Referendum in die Heimat reisen wollen, wurden von der Fluglinie Aegan zusätzliche Maschinen bereitgestellt, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.
  • 7/3/15 9:35 AM
    Griechen können in Deutschland übrigens nicht an dem Referendum teilnehmen, auch nicht in der Botschaft oder den Konsulaten. "Man muss dafür grundsätzlich nach Hause fliegen", sagte eine Sprecherin der Botschaft in Berlin meinem Kollegen Peter Maxwill.  
  • 7/3/15 9:32 AM
    Finanzminister Varoufakis hat dem irischen Radiosender "RTE Radio" ein Interview gegeben und versichert: Er erwarte auch im Falle eines Neins beim Referendum eine Einigung mit den Gläubigern. Ein Abkommen sei bereits "mehr oder weniger" fertig. Die griechischen Banken würden wieder öffnen, wenn es eine Einigung gebe. Dies dürfte am Dienstag geschehen.
    Während dieser Woche habe Griechenland noch neue Vorschläge von Europa bekommen, sagte Varoufakis. Sollten die Vorschläge der Gläubiger von den Wählern abgelehnt werden, dann könne die Regierung eine Schuldenerleichterung erreichen. In dieser Frage habe es die größte Differenz mit den Gläubigern gegeben. Die griechischen Schulden seien nicht tragfähig. Die Aussage des Internationalen Währungsfonds (IWF), dass Griechenland eine Schuldenerleichterung brauche, bezeichnete er als "Musik in meinen Ohren".
  • 7/3/15 9:11 AM
    In der Staatsdruckerei in Athen arbeiteten in den vergangenen Tagen Menschen und Maschinen rund um die Uhr: Gestern wurden die letzten Stimmzettel für das Referendum am Sonntag gedruckt. 180 Angestellte waren für den Schichtdienst eingespannt, insgesamt wurden 50 Tonnen Papier bedruckt – neben den Stimmzetteln wurde auch Informationsmaterial hergestellt.
    "Außergewöhnliches geleistet" (Foto: Giorgos Christides)
    Dimitris Papadimitriou sagte zu meinem Kollegen Giorgos Christides: "Man sagt, unser öffentlicher Dienst sei lahm. Aber wir haben in dieser Woche außergewöhnliches geleistet. Unsere Angestellten können sich fast nicht mehr auf den Beinen halten. Wir haben alles pünktlich geschafft."
    Die Maschinen, auf denen die Stimmzettel gedruckt wurden, stammen übrigens aus Deutschland: Es sind Heidelberger Druckmaschinen.
    (Foto: Giorgos Christides)
  • 7/3/15 8:50 AM
    Normalerweise interessiert die Unternehmensstimmung im Euroraum vor allem Fachleute, im Lichte der Griechenlandkrise werden aber alle Zahlen interessant: Im Juni habe sich die Unternehmensstimmung etwas deutlicher aufgehellt als erwartet, teilte das Forschungsinstitut Markit in London mit. Der Einkaufsmanagerindex, eine Umfrage unter Unternehmen, stieg um 0,6 Punkte auf 54,2 Zähler. In einer ersten Schätzung war ein Wert von 54,1 Punkten ermittelt worden. Der Indikator liegt derzeit so hoch wie seit vier Jahren nicht mehr.
    Das Umfrageergebnis signalisiere, dass die Griechenlandkrise kaum nennenswerte Auswirkungen auf den Konjunkturverlauf der Eurozone gehabt habe, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Sowohl in der Industrie als auch unter Dienstleistern bessere sich die Stimmung.
  • 7/3/15 8:42 AM
    Auch am Freitag bildeten sich lange Schlangen vor griechischen Banken (Foto: Getty Images)
  • 7/3/15 8:19 AM
    Noch eine Ergänzung zum Zeitplan am Sonntag, wann mit dem Ergebnis des Referendums zu rechnen ist:
  • 7/3/15 8:09 AM
    Ein Anstieg depressiver Erkrankungen um 270 Prozent?
    Die Regierung Tsipras wirbt bei den Bürgern Griechenlands intensiv und emotional für ein Nein beim Referendum: Auf Grafiken zeigt sie, welche Folgen die Wirtschaftskrise für die Bevölkerung hat. Die Daten sind geschickt gewählt, zeigt mein Kollege Florian Diekmann in diesem Beitrag.
  • 7/3/15 7:27 AM
    SPIEGEL-Kollege Ullrich Fichtner empfiehlt gerade ein Interview mit Christian Ude, dem früheren Oberbürgermeister Münchens. Ude ist schwer enttäuscht von der griechischen Regierung, gleichzeitig kritisiert er aber die europäische Politik, die zu wenig auf Aufbauprogramme gesetzt habe.
    Er sagt: "Es gab nichts, was an den Marshallplan, aber sehr viel, was an Notverordnungen der Weimarer Republik erinnert..."
    Hier geht es zum Interview, das die "Augsburger Allgemeine" mit Ude geführt hat.
  • 7/3/15 7:16 AM
    Ein denkwürdiges Bild aus Athen - ein Geldbote betritt mit einem Köfferchen eine Bank (Foto: Reuters)
  • 7/3/15 7:09 AM
    In Athen laufen die Vorbereitungen für die 'OXI'-Demo, die Demo derer, die am Sonntag beim Referendum mit Nein stimmen wollen. Techniker basteln an Lautsprechern und Beleuchtung. Zu der Veranstaltung auf dem Syntagma-Platz in der Nähe des Parlaments wird am Abend auch Ministerpräsident Tsipras zu einer Rede erwartet. Die Ja-Demo findet zeitgleich im Kallimarmaro-Stadion statt.
  • 7/3/15 7:07 AM
    Congress Weighs in on Holding IMF Accountable for Damage Caused by Failed Policies in Greece huffingtonpost.com/mark-weisbrot/…
  • 7/3/15 6:46 AM
    Wie würde die Eurozone ohne Griechenland aussehen? Eine sehr schöne Grafik-Übersicht dazu hat das "Wall Street Journal" gestern veröffentlicht - schauen Sie hier.
  • 7/3/15 5:23 AM
    Soll Griechenland die Forderungen der Gläubiger ablehnen? Oder sind diese notwendig, um das von der Pleite bedrohte Land in eine Zukunft zu führen? Darüber müssen die Griechen am Sonntag abstimmen. In Athen werden heute Abend Hunderte Menschen zu Demonstrationen erwartet. Sowohl eine Veranstaltung der Ja- als auch der Nein-Unterstützer wird gegen 19.30 im Stadtzentrum stattfinden.
  • 7/3/15 5:16 AM
    Die frischverheirateten Valasia Limnioti und Konstantinos Patronis in ihrem Hotelzimmer in Manhattan (Foto: dpa)
  • 7/3/15 5:11 AM
    Wie sich Kapitalverkehrskontrollen am eigenen Leib anfühlen, musste ein frischverheiratetes Pärchen auf Hochzeitsreise in New York City erfahren. Valasia Limnioti und Konstantinos Patronis wurden während ihrer Flitterwochen von der Zuspitzung der Eurokrise überrascht - über ihre beiden Kreditkarten haben sie kein Geld mehr bekommen.
    "Wir mussten hungern, und ich weinte zwei Tage lang", sagte die Braut der Nachrichtenagentur AP. Schließlich wurden sie von Mitgliedern der griechisch-orthodoxen Kirche aus dem Stadtteil Queens gerettet: Diese versorgten sie bis zur Abreise mit etwas Bargeld.
  • 7/3/15 4:50 AM
    Noch eine interessante Zahl aus dem ARD Deutschland-Trend:
    Eine Mehrheit der Deutschen sieht die Schuld für die jüngste Eskalation der Schuldenkrise bei der Regierung in Athen. Dort liege die Hauptverantwortung, sagten 68 Prozent der Befragten zufolge. Vier Prozent machen die anderen Eurostaaten dafür verantwortlich, 24 Prozent sehen die Verantwortung bei beiden gleichermaßen.
    Die Deutschen zeigen sich gespalten, was den Verbleib Griechenlands in der Eurozone angeht: Jeweils 45 Prozent sind der Umfrage zufolge dafür beziehungsweise dagegen.
  • 7/3/15 4:39 AM
    Nach einer neuen Umfrage, die am Freitag in der Zeitung "Ethnos" veröffentlicht wurde, zieht eine Mehrheit der Griechen den Euro vor einer nationalen Währung vor.
    Die Frage war: "Glauben Sie, es ist besser für Griechenland, den Euro zu behalten oder eine neue Währung einzuführen?"
    Ergebnis: 74 Prozent waren für den Euro, 15 Prozent für eine nationale Währung.
    Die zweite Frage lautete: "Wie werden Sie am Sonntag beim Referendum abstimmen?"
    Ergebnis: 44,8 Prozent wollen mit Ja, 43,4 Prozent mit Nein stimmen.
    Für die Umfrage wurden 1000 Menschen telefonisch befragt. In dem Referendum am Sonntag wollen die Griechen über die Spar- und Reformforderungen der internationalen Gläubiger entscheiden. Die Regierung wirbt für ein Nein.
  • 7/3/15 4:29 AM
    Wahrzeichen und Touristenmagnet: Die Akropolis in Athen (Foto: dpa)
  • 7/3/15 4:23 AM
    Und was wird heute erwartet?
    Das Oberste Verwaltungsgericht Griechenlands berät heute über die Rechtmäßigkeit des Referendums über die Gläubigerforderungen. Gegen die für Sonntag geplante Befragung haben zwei Privatpersonen Einspruch eingelegt.
  • 7/3/15 4:22 AM
    Finanzminister Varoufakis sagte gestern der BBC, er rechne in jedem Fall mit einer Einigung mit den internationalen Gläubigern, er spravch von einer "hundertprozentigen Chance". "Eine Einigung wird erzielt, egal ob an den Urnen ein Ja oder ein Nein herauskommt", sagte der Politiker hinzu.
  • 7/3/15 4:11 AM
    Zuerst der Rückblick: Was ist zuletzt passiert?
    Der griechische Ministerpräsident Tsipras hat sich gestern nicht eindeutig auf einen Rücktritt im Falle eines Ja der Griechen zu den Gläubiger-Forderungen in dem Referendum am Sonntag festgelegt. Auf die Frage, ob er in diesem Fall seinen Hut nehme, sagte Tsipras in einem Interview mit dem Fernsehsender ANT1 lediglich, die Entscheidung des griechischen Volks werde "respektiert".
    Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds benötigt das von der Staatspleite bedrohte Griechenland für die kommenden drei Jahre unbedingt ein neues Hilfspaket. Umfang: mindestens 50 Milliarden Euro. Hier finden Sie unseren Artikel dazu.
    Finanzminister Wolfgang Schäuble wird in Griechenland als Mitverantwortlicher für die aktuelle Misere angesehen, bei deutschen Wählern ist er dagegen so beliebt wie nie. Im Deutschlandtrend der ARD sagten 70 Prozent der Befragten, sie seien mit Schäubles Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden.
  • 7/3/15 4:05 AM
    Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
    mein Name ist Jule Lutteroth und ich halte Sie heute über die Neuigkeiten in der Griechenlandkrise auf dem Laufenden.
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insgesamt 101 Beiträge
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jonas4711 03.07.2015
1. klar doch
solange sie im Euro bleiben ...."Rollt der Rubel" und solange Merkel am Ruder ist alternativlos. Allerdings muss man zugeben. ..bei den Sozen, Grünen und Roten würde er noch schneller nach Süden rollen. .....armer Michel. ..
mreuss 03.07.2015
2. Es geht nicht darum, was die Griechen wollen
Genauso gut könnte man fragen, ob die Deutschen lieber gutes oder schlechtes Wetter hätten. Natürlich wollen die Griechen den Euro behalten. Sie lehnen es aber mehrheitlich ab, die notwendigen Grundlagen zu schaffen.
hhv45699 03.07.2015
3.
Die Mehrheit der Griechen würde gerne den Euro behalten und ich hätte gerne 1 Million. Schluss, Ende. Auch weil diese Dauerkrise ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für EU Bürokraten ist.
UweZ+ 03.07.2015
4. ... Anschauungen ohne Begriffe sind blind.
Der ARD-Deutschlandtrend hat in der causa Griechenland versus Troika-Götter explizit NICHT nach einer "Schuld" gefragt, sondern nach dem Tragen von (Haupt)Verantwortung. Warum NUR 68 % der Deutschen mit der griechischen Regierung übereinstimmen, dass diese die Verantwortung für ihr Handeln trägt, ist mir ein Rätsel. Denn letztere betont ihre Verantwortung, insbesondere für die Notwendigkeit eines griechischen Referendums, doch tagtäglich und ist sichtbar stolz darauf, diese auf ihre Schultern zu tragen. Und nach selbigem ARD-Deutschlandtrend finden fast eben so viele der Deutsche (60 %) das von der griechischen Regierung verantwortete Referendum RICHTIG, wie Deutsche (68 %) die Verantwortung für dieses RICHTIGE bei der griechischen Regierung sehen. Dafür, dass, nach wiederum selbigem ARD-Deutschlandtrend, mittlerweile nur noch ein gutes Drittel der Deutschen (37 %) die Mitgliedschaft Deutschlands in der EU als vorteilhaft betrachten (also relative 15 % weniger als bei der letzten Befragung) trägt die griechische Regierung nebenbei keine Verantwortung, die tragen logischerweise wir Deutschen selbst, respektive ggf. unsere deutsche Regierung.
kritischer-spiegelleser 03.07.2015
5. EURO behalten? Sicher!
Aber was wollen sie dafür tun? Es ist wohl vielen noch nicht klar, dass selbst der jetzige Lebensstandard aus eigener Kraft nicht finanzierbar ist. Und den Differenzbetrag den EU-Partnern "abzupressen" kann eigentlich kein Businessmodell für Griechenland sein. Obwohl Syriza schon von diversen Umverteilungsmodellen für die EU träumt. Aber da sollte sich die EU konsequent dagegen verwehren!
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