Wirtschaft


Griechenland-Krise: Stunde Null für die Schuldenmeister

Von Nicolai Kwasniewski

An diesem Donnerstagabend um 21 Uhr läuft die Frist ab: Besitzer griechischer Staatsanleihen müssen sich entschieden haben, ob sie auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten. Aber sie können auch zum Schuldenschnitt gezwungen werden. Doch was folgt dann? Drei Szenarien.

Akropolis in Athen: Griechenland bangt um den SchuldenschnittZur Großansicht
DPA

Akropolis in Athen: Griechenland bangt um den Schuldenschnitt

Hamburg - Das Ziel steht seit Monaten fest: Die privaten Gläubiger Griechenlands, also vor allem die Banken, Versicherungen und Fonds, die griechische Staatsanleihen halten, müssen auf mehr als 70 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Sonst gibt die EU ihr 130-Milliarden-Euro-Hilfspaket an die Regierung in Athen nicht frei und Griechenland rutscht in einen unkontrollierten Staatsbankrott.

Die griechische Regierung und die internationalen Geldgeber versprechen sich von dem sogenannten Haircut, dass der enorme Schuldenberg mittelfristig auf gut 120 Prozent der Wirtschaftsleistung sinkt - und das Land wenigstens eine kleine Chance bekommt, die Last abzutragen. Bis 21 Uhr am Donnerstagabend müssen die privaten Gläubiger mitteilen, ob sie sich an dem freiwilligen Forderungsverzicht beteiligen.

Am Freitag will die griechische Regierung dann bekanntgeben, wie viele der Investoren ihre Staatsanleihen zum Tausch in Papiere mit geringerem Wert und längeren Laufzeiten angeboten haben. Welche Folgen sich daraus ergeben, wird voraussichtlich erst nach einer Telefonkonferenz der Euro-Finanzminister bekannt, die anschließend die Ergebnisse beraten wollen.

Drei Szenarien sind nun möglich: Alle haben weitreichende Folgen und welches Wirklichkeit wird, hängt davon ab, welche Entscheidungen Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften weltweit treffen. Ein Überblick, wie es mit Griechenland weitergehen kann.

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insgesamt 15 Beiträge
johnny.bravo 08.03.2012
hochinteressant was dirk müller hierzu der financial times deutschland sagt: "Mister DAX": "Griechenland kehrt zur Drachme zurück" | FTD.de [...]
Zitat von sysopAm Donnerstagabend 21 Uhr läuft die Frist ab: Besitzer griechischer Staatsanleihen müssen sich entschieden haben, ob sie auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten. Aber sie können auch zum Schuldenschnitt gezwungen werden. Doch was folgt dann? Drei Szenarien. Griechenlandkrise: Stunde Null für die Schuldenmeister - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,820147,00.html)
hochinteressant was dirk müller hierzu der financial times deutschland sagt: "Mister DAX": "Griechenland kehrt zur Drachme zurück" | FTD.de (http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:mister-dax-griechenland-kehrt-zur-drachme-zurueck/70004812.html)
kimba2010 08.03.2012
Es wird das Szenario gewählt, dass Deutschland am meisten Geld kostet und die Eurobonzen noch ein paar Monate oder Jahre länger in den Dienstwagen lässt. Politik kann so einfach sein, wenn es die EU betrifft.
Zitat von sysopAm Donnerstagabend 21 Uhr läuft die Frist ab: Besitzer griechischer Staatsanleihen müssen sich entschieden haben, ob sie auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten. Aber sie können auch zum Schuldenschnitt gezwungen werden. Doch was folgt dann? Drei Szenarien. Griechenlandkrise: Stunde Null für die Schuldenmeister - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,820147,00.html)
Es wird das Szenario gewählt, dass Deutschland am meisten Geld kostet und die Eurobonzen noch ein paar Monate oder Jahre länger in den Dienstwagen lässt. Politik kann so einfach sein, wenn es die EU betrifft.
genesis266 08.03.2012
Mit oder ohne Schuldenschnitt - die Krise geht weiter! Immer mehr Unternehmen befassen sich mit der Frage: "Was wäre wenn?" Vorbereitungen gegen den Euro-Zerfall gelten in der Öffentlichkeit als Tabu. Doch intern werden [...]
Mit oder ohne Schuldenschnitt - die Krise geht weiter! Immer mehr Unternehmen befassen sich mit der Frage: "Was wäre wenn?" Vorbereitungen gegen den Euro-Zerfall gelten in der Öffentlichkeit als Tabu. Doch intern werden längst Vorbereitungen für einen möglichen Euro-Bruch getroffen. Die Banken haben so genannte "Notfallpläne" bereits in der Schublade. - Das hat jetzt Commerzbank-Chef Blessing ohne Umschweife zugegeben. Das wird der Öffentlichkeit verschwiegen. Mehr: Banken: Vorbereitung auf Euro-Zerfall (http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/9662-banken-vorbereitung-auf-euro-zerfall)
mimas101 08.03.2012
Nein, ich meine nicht die gr. Schulden sondern das hier (Teil II): "Laut übereinstimmenden Berichten griechischer Medien lag am Donnerstagnachmittag die Zustimmungsquote bereits bei mir als 70 Prozent." Das [...]
Nein, ich meine nicht die gr. Schulden sondern das hier (Teil II): "Laut übereinstimmenden Berichten griechischer Medien lag am Donnerstagnachmittag die Zustimmungsquote bereits bei mir als 70 Prozent." Das "mir" ist genauso falsch am Platze wie diese EWG-Währung, die richtige Vokabel sollte eher ein "mehr" sein.
salamicus 08.03.2012
...gecheckt. Es steht gut. Simple as that. Es wird im Übrigen immer gut stehen. Die Angst der "Proles" erinnert mich immer an Orwell...
Zitat von sysopAm Donnerstagabend 21 Uhr läuft die Frist ab: Besitzer griechischer Staatsanleihen müssen sich entschieden haben, ob sie auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten. Aber sie können auch zum Schuldenschnitt gezwungen werden. Doch was folgt dann? Drei Szenarien. Griechenland-Krise: Stunde Null für die Schuldenmeister - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,820147,00.html)
...gecheckt. Es steht gut. Simple as that. Es wird im Übrigen immer gut stehen. Die Angst der "Proles" erinnert mich immer an Orwell...
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  • Donnerstag, 08.03.2012 – 16:59 Uhr
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Die Abkürzungen der Griechenland-Rettung
Die Beteiligung privater Gläubiger wie Banken und Fonds an den Rettungskosten wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy im Herbst 2011 beschlossen. Die Maßnahme ist umstritten, denn auf die zu erwartenden Verluste aus dem Kreditgeschäft mit Wackelkandidaten reagierte der Privatsektor mit immer höheren Zinsen. Im Falle Griechenlands sollen Banken und Fonds auf mehr als 70 Prozent verzichten, oder gut hundert Milliarden Euro des an Athen verliehenen Geldes. Der Markt scheint noch nicht ganz überzeugt, dass Griechenland ein Einzelfall bleibt. Auch Portugal kommt nur zu hohen Kosten an frisches Geld. Fraglich ist auch, ob der Beitrag des Privatsektors zur Rettung Athens reicht.

Fläche: 131.957 km²

Bevölkerung: 11,305 Mio.

Hauptstadt: Athen

Staatsoberhaupt:
Karolos Papoulias

Regierungschef: Antonis Samaras

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