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Griechenlands Finanzen: Reformblockade reißt neues Milliardenloch in den Haushalt

Akropolis in Athen: Drittes Rettungspaket könnte 30 Milliarden Euro umfassen Zur Großansicht
AFP

Akropolis in Athen: Drittes Rettungspaket könnte 30 Milliarden Euro umfassen

Die Finanzlage Griechenlands verschärft sich nach Informationen des SPIEGEL durch den Reformstopp der Regierung Tsipras deutlich. Experten rechnen mit einer zusätzlichen Lücke von bis zu 20 Milliarden Euro.

Die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds rechnet nach Informationen des SPIEGEL damit, dass Griechenland in diesem Jahr entgegen ursprünglicher Planung keinen Primärüberschuss in seinem Haushalt erwirtschaften wird. Ursprünglich war vorgesehen, dass das Plus der laufenden Einnahmen über die Ausgaben, abgesehen von den Zinsausgaben, bei drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen sollte. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

"Davon dürfte nichts übrig bleiben", zitiert der SPIEGEL Troika-Kreise. Der Reformstopp in Griechenland seit der Amtsübernahme von Ministerpräsident Alexis Tsipras verschärft die Finanzsituation des Landes. Experten rechneten mit einer zusätzlichen Finanzierungslücke von 10 bis 20 Milliarden Euro.

Diese Summe müsste in einem dritten Rettungspaket ausgeglichen werden. Dessen Volumen könnte deshalb auf 30 Milliarden Euro oder mehr steigen, berichtet der SPIEGEL. Die griechische Regierung kündigte in Brüssel an, dass sie ihre finanziellen Verpflichtungen womöglich schon bald nicht mehr erfüllen kann.

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nik/rei/msa/csc

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insgesamt 317 Beiträge
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1.
MarkusH. 28.03.2015
wieso verlieren die Griechen da 20 Milliarden an Einnahmen? exportieren die nun doch etwas? zahlen die firma dafür wirklich steuern?
2. Same Procedure
spitzaufknoof 28.03.2015
Das überrascht den geneigten Leser nun aber nicht wirklich. Alles wie gehabt. Zusammenfassend gesagt. Ändern wird das seitens Merkel und Co aber nichts.
3. Tsipras kündigte gestern
t dog 28.03.2015
an, das er den Schuldendienst einstellen wird, wenn er nicht 30 Mrd Euro bekommt. Das ist Erpressung.
4. Nochmal:
sbi 28.03.2015
All das bisherige Geld ist geflossen, um die Verluste der Banken abzufangen, die wegen der hohen Zinsen riskante Kredite an ein praktisch bankrottes Land vergeben hatten. Es ist hingegen *nicht* an die griechische Bevölkerung geflossen. Die ganze Griechenland-Hilfe ist nur ein weiteres Banken-Hilfspaket.
5. Gr...
Öhrny 28.03.2015
...Tsipras, Schulden - ich kanns nicht mehr hören!
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