Bessere Bonität Standard and Poor's stuft Griechenland hoch

Die Rettungsprogramme gehen zu Ende, die Politik erklärte die griechische Schuldenkrise für beendet. Auch die Rating-Agenturen haben nun ihre Bewertung geändert.

Ministerpräsident Alexis Tsipras
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Ministerpräsident Alexis Tsipras


Die Euro-Partner und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben Griechenland seit 2010 mehrfach vor dem Staatsbankrott gerettet. Am 20. August läuft das dritte Hilfsprogramm aus. Es soll das letzte sein. Die Reformen in dem verschuldeten Land haben nun auch die Ratingagenturen zu einer positiveren Bewertung veranlasst.

Standard & Poor's hob die Note nach der Schuldenvereinbarung mit der Eurozone an. Griechenland war am Freitag nach acht Jahren aus dem Notprogramm der Euro-Zone entlassen worden. Der Wert für langfristige Schulden liegt auf der Standard & Poor's-Skala mit mehr als 20 Stufen nun im Mittelfeld bei "B+" nach zuletzt "B". Der Aufbau von Finanzpolstern und die längeren Laufzeiten für die Kredite hätten das Risiko für die Investoren reduziert.

Auch Moody's hatte sich zuletzt positiv zu der jüngsten Vereinbarung zwischen der EU und Griechenland geäußert. EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici hatte zuvor gesagt: "Die griechische Krise ist heute Abend vorbei."

Um das Land auf Jahre hin über Wasser zu halten, beschlossen die Minister der Euro-Gruppe jedoch abermals ein Bündel an Maßnahmen. Dazu gehört eine Verlängerung der gewährten Kredite sowie eine verlängerte Rückzahlung. Zudem erhält die Regierung in Athen ein Finanzpolster von 15 Milliarden Euro, um die Finanzmärkte nicht so schnell anzapfen zu müssen.

Griechenland ist inzwischen wieder auf Wachstumskurs und weist Haushaltsüberschüsse auf. Doch noch immer ist jeder Fünfte arbeitslos und die staatliche Verschuldung liegt bei etwa 180 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes - bezogen auf alle Staaten der Euro-Zone waren es im Schnitt 87 Prozent.

SPIEGEL TV zur Griechenlandkrise: Leben am Rande der Staatspleite

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apr/Reuters/AFP



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