Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Reaktion auf Wirtschaftskrise: Troika mildert Sparvorgaben für Griechenland ab

Griechenlands Wirtschaft ist erneut eingebrochen. Die Sparziele sind daher illusorisch - so sehen das die ehemals als Troika bekannten Institutionen. Nun wollen sie nach SPIEGEL-Informationen die Vorgaben lockern.

Menschen in Athen: Die Institutionen haben nun geringere Ansprüche an Griechenland Zur Großansicht
REUTERS

Menschen in Athen: Die Institutionen haben nun geringere Ansprüche an Griechenland

Die Troika aus Europäischer Zentralbank, EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) will nach SPIEGEL-Informationen den Sparkurs in Griechenland merklich lockern. Die zuletzt anvisierten Etatziele seien illusorisch, weil die Wirtschaft eingebrochen sei, heißt es in Troika-Kreisen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Die neue Ausgabe finden Sie hier.)

So sei nicht damit zu rechnen, dass Griechenland dieses Jahr einen Primärüberschuss, also ein Haushaltsplus vor Zinszahlungen, von einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts erzielt. Dieser Puffer dürfte durch die jüngsten ökonomischen Turbulenzen aufgebraucht sein.

Auch für die nächsten Jahre will sich die Troika mit geringeren Überschüssen zufrieden geben als bislang geplant, weil sie die Rezession nicht verschärfen will. Für 2016 wird demnach ein Plus von einem Prozent angepeilt, statt den bisher vorgesehenen zwei Prozent. 2017 soll der Primärüberschuss ebenfalls geringer ausfallen als die vorgegebenen drei Prozent. Offen ist auch, ob 2018 der Wert von 3,5 Prozent erreicht wird.

Der Sanierungsrabatt stellt die langfristige Schuldentragfähigkeit Griechenlands infrage, an die besonders der IWF weitere Hilfen knüpft. Die niedrigeren Vorgaben dürften daher die Diskussion befeuern, ob das Land am Ende nicht doch einen Schuldenschnitt braucht.

Logo SPIEGEL

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

Den digitalen SPIEGEL finden Sie in den Apps für iPhone/iPad, Android, Windows 8, Windows Phone und als Web-App im Browser.

Was im neuen SPIEGEL steht, erfahren Sie im kostenlosen SPIEGEL-Newsletter.

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 200 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Das wird bei weitem....
joG 24.07.2015
.....nicht genügen, wenn die Euroländer von der IWF Geld für Griechenland haben wollen. http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-07-23/lagarde-push-for-greece-debt-relief-sets-up-showdown-with-merkel
2. Einem nackten Mann
Pfaffenwinkel 24.07.2015
kann man nicht in die Tasche langen - ein Scbuldenschnitt wird unumgänglich sein, sonst kommt Griechenland nie auf die Beine.
3. Hoffnung?
sag-geschwind 24.07.2015
Keine Änderung an den Details der Kürzungspolitik. Das Verelendungsprogramm bleibt also bestehen. Die realistisch zu erwartenden 'Primärüberschüsse' dürften also bis auf weiteres negatives Vorzeichen haben.
4. Zufall?
oli h 24.07.2015
Fast schon komisch dass das so kurz nach dem letzten Reformgesetzbeschluss daher kommt. Da fragt man sich dann schon ob die harten Verhandlungen nicht doch weniger Demütigung und mehr Druckmittel waren, damit sich etwas bewegt.
5. Keine Überraschung!!!
dr.wo 24.07.2015
Entspricht der Erwartung von Experten mit Wirtschaftskompetenz, inkl. Schäuble, Varoufakis: Ohne GREXIT mit Schuldenschnitt gibt es keinen Neuanfang, keine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit etc. Und ohne Kampf gegen Steuerhinterziehung und Korruption würde selbst ein solcher Neuanfang nichts bringen...
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Fläche: 131.957 km²

Bevölkerung: 10,858 Mio.

Hauptstadt: Athen

Staatsoberhaupt:
Prokopis Pavlopoulos

Regierungschef: Alexis Tsipras

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Griechenland-Reiseseite


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: