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Wirtschaftswachstum: Griechenland ist Euro-Meister

Europas Wirtschaftsflaute hat bemerkenswerte Folgen. Weil die Wirtschaft in den meisten EU-Staaten schwächelt, ist Krisenstaat Griechenland plötzlich Wachstumschampion der Eurozone.

Touristen vor dem Athener Parlament: Mauer Wachstum in der EU Zur Großansicht
REUTERS

Touristen vor dem Athener Parlament: Mauer Wachstum in der EU

Brüssel/Athen/Berlin - Die griechische Wirtschaft ist im Sommerquartal so stark wie keine Wirtschaft eines anderen Landes in der Eurozone gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Juli und September um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte.

Griechenlands Wirtschaft dürfte 2014 nach sechs Rezessionsjahren erstmals auch insgesamt wieder wachsen. Die EU-Kommission rechnet mit plus 0,6 Prozent. Im kommenden Jahr dürfte es nach Ansicht der Brüsseler Behörde sogar um knapp drei Prozent und 2016 um 3,7 Prozent bergauf gehen.

In vielen anderen EU-Staaten sieht es dagegen mau aus.

  • Das Bruttoinlandsprodukt der gesamten Eurozone wuchs im Vergleich zum Vorquartal nur um 0,2 Prozent.
  • Die deutsche Wirtschaft schrammte im dritten Quartal nur knapp an einer Rezession vorbei. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Juli bis September um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.
  • Die französische Wirtschaft legte von Juli bis September um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu. Es war das erste Plus in diesem Jahr: Zu Jahresbeginn hatte es eine Stagnation gegeben, im Frühjahr ein Minus von 0,1 Prozent.
  • Italiens Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im dritten Quartal um 0,1 Prozent. Bereits im Frühjahr war die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent zurückgegangen. Zu Jahresbeginn hatte das Bruttoinlandsprodukt stagniert.
  • Auch das Wachstum der portugiesischen Wirtschaft schwächte sich im Sommer überraschend stark ab. Die Wirtschaft des Landes legte im dritten Quartal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Volkswirte hatten mit einem Wachstum von 0,4 Prozent gerechnet.

Die Inflationsrate in den 18 Ländern der Eurozone stieg im Oktober leicht. Der Anstieg der Verbraucherpreise betrug 0,4 Prozent. Im September hatte der Wert bei 0,3 Prozent gelegen.

ssu/AFP/Reuters

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insgesamt 43 Beiträge
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1.
Eduschu 14.11.2014
Und das trotz der ach so kontraproduktiven Sparvorgaben, für die ja immer Frau Merkel verantwortlich gemacht wird? Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich.
2.
alohas 14.11.2014
Daran kann man mal wieder sehen, dass Wirtschaftswachstum und tatsächliche Wirtschaftsleistung nicht gleichzusetzen sind.
3. Haha...
fortunakiller 14.11.2014
Wer das glaubt?!Jetzt werden Erfolgsstorys in die Welt gesetzt damit die Faulpelze weitermachen können wie bisher.
4. eine Frage bleibt offen
weltbetrachter 14.11.2014
Wachstum ? Ok, aber von welcher Basis aus ? Wenn zunächst die Leistung um beispielsweise 40 Prozent sinkt und dann ansteigt, ist die Basis eine viel kleinere. In einem Land wo die Basis nicht gesunken ist, wird ein geringeres Wachstum in realen Summen möglicherweis höher sein. Also fehlt hier die Angabe der Basis-Werte. Somit ist der Artikel nichts anderes als " beruhigende Polemik ".
5. Durchhalteparolen
produster 14.11.2014
Entschuldigung, dieser Art Durchhalteparolen aus dem hause EU nimmt doch niemand mehr ernst. Oder?
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