Athen - Es klingt nach einer etwas verzweifelten Offensive: Griechenland plant Steueranreize für wohlhabende Rentner aus EU-Ländern, die sich dauerhaft im Land niederlassen oder einen Zweitwohnsitz erwerben wollen. Das berichteten griechische Medien unter Berufung auf Regierungsquellen. Athen hoffe auf eine Belebung des Immobilienmarktes sowie des Konsums. Die Maßnahmen sollen am Freitag von einer Parteienkommission zur bevorstehenden Steuerreform diskutiert werden.
Zu den Plänen gehört eine drastische Senkung der Grunderwerbssteuer für die betreffenden Immobilienkäufer. Zudem soll im Ausland erworbenes Einkommen nicht in Griechenland, sondern im Herkunftsland versteuert werden - selbst wenn der Steuerpflichtige mehr als ein halbes Jahr in Griechenland lebt. Eine vergleichbare Regelung sei auch für andere reiche Ausländer wie Manager vorgesehen, berichtet eine Zeitung.
Darüber hinaus sollen Bürger aus Nicht-EU-Staaten, die in Griechenland einen Erst- oder Zweitwohnsitz im Wert von mindestens 300.000 Euro erwerben, mit ihren Angehörigen ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht bekommen.
cte/dpa
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