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Griechenland-Krise: Varoufakis verspricht pünktliche Zahlung im März

Finanzminister Varoufakis in seinem Büro in Athen: "Der März ist geregelt." Zur Großansicht
AP/dpa

Finanzminister Varoufakis in seinem Büro in Athen: "Der März ist geregelt."

1,5 Milliarden Euro muss Griechenland dem Internationalen Währungsfonds in den nächsten Wochen zurückzahlen. In einem TV-Interview verspricht Finanzminister Varoufakis, der Forderung nachzukommen: "Der März ist geregelt."

Athen - Griechenland sichert seinen Gläubigern zu, allen Verpflichtungen im März nachzukommen. "Wir sind zuversichtlich, dass alle Rückzahlungen in Gänze gemacht werden, besonders an den IWF", sagte Finanzminister Giannis Varoufakis am Montagabend in einem TV-Interview. "Der März ist geregelt." Der Internationale Währungsfonds (IWF), der zu den wichtigsten Geldgebern des Krisenlandes gehört, soll im März 1,5 Milliarden Euro aus einem Kredit zurückbekommen.

Varoufakis hatte schon zuvor im "Handelsblatt" gesagt, seine Regierung hoffe, in den nächsten zwei Wochen zu einer Lösung zu kommen, um kurzfristige Engpässe zu überwinden. Problematischer seien die Zahlungen von fast 11,5 Milliarden Euro, die Griechenland im Sommer leisten muss. Erneut betonte Varoufakis: "Wir wollen nicht mehr Geld." Die neue Vereinbarung solle kein Hilfpaket, sondern "ein Wachstumspakt sein, das sich auf Investitionen des Privatsektors gründet".

Griechenland hat zwar gerade von seinen Gläubigern erneut mehr Zeit erhalten, dem Staat droht aber die Pleite, weil die Möglichkeiten, an neues Geld zu kommen, begrenzt sind. Viele Experten befürchten, dass Griechenland spätestens im Sommer ein drittes Hilfsprogramm von bis zu 50 Milliarden Euro benötigt. Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte am Montag gesagt, in der Eurozone werde schon darüber gesprochen, führende EU-Politiker wiesen dies aber zurück.

Das zweite Hilfsprogramm endet im Juni. Was danach kommt, ist offen. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat wiederholt gesagt, ein drittes Paket werde es nicht geben, weil die Bürger diese Programme mit ihren verheerenden Auflagen abgewählt hätten.

Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem bot Griechenland am Montag schon für März neue Hilfen zur Überbrückung kurzfristiger Engpässe an. Bedingung sei aber die Umsetzung vereinbarter Reformen.

vet/Reuters

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insgesamt 23 Beiträge
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1. Sicher, ganz sicher
ellenbetti 03.03.2015
wird verdeckt die EU / Schäuble das mit der vereinbarten Finanzhilfe übernehmen und dann heißt es wieder : Griechenland ist über den Berg. Natürlich MUSS der IWF bedient werden der mit Finanz - Instrumenten amerikanische Politik betreibt. 0% Risiko und 95% Mitsprache. Der IWF hat gefühlte 3 Milliarden gegeben und Europa 197 Milliarden. Und die jetzige Tranche von 1.5 Milliarden ist eine Nachricht mit Diskussion Forum wert ?
2.
Worldwatch 03.03.2015
Nun, jeder kann sich mal versprechen. Fakt ist, dass HELLAS pleite ist und oekonomisch nichts aufbringt um die Situation, insb. die Staatseinnahmesituation, substanziell zu verbessern. Also werden weiter "EU"-(Zwangsabgaben-)Gelder an Hellas fliessen, zur Aufrechterhaltung der -allseits- angerichteten Polit-Farcen.
3. So, so, die Wähler haben etwas abgewählt, ...
Listkaefer 03.03.2015
... nämlich die Hilfsprogramme Geld gegen Auflagen? Aber Griechenland hat seine Kreditverpflichtungen einzuhalten, die kann man nicht abwählen. Und schon dafür braucht das Land wegen seiner nicht ausreichenden Staatseinnahmen Geld, das Varoufakis aber nicht nehmen will, denn "der Bürger hat das abgewählt".
4. 50 Milliarden
mathiaswagener 03.03.2015
Schon wieder 50 Milliarden. das Land ist ja ein Fass ohne jeden Boden. Was macht Griechenland mit dem ganzen Geld ? Es wird einem ja Angst und Bange.
5.
MarkusH. 03.03.2015
jaja ein sofortiger Austritt Griechenlands aus dem EURO wäre teurer :)
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