Schuldenkrise Zehn Griechen müssen für einen Rentner arbeiten

Das griechische Rentensystem steckt in einer schweren Krise. Nach einer Studie braucht es zehn Vollzeitbeschäftige, um einen Rentner zu finanzieren. Vor zwei Jahren hatten noch vier gereicht.

Bushaltestelle in Athen
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Bushaltestelle in Athen


Die Lage der griechischen Rentenkasse hat sich dramatisch verschlechtert. Dies ist das Ergebnis einer Studie der griechischen Einheitlichen Renten- und Krankenkasse (EFKA). Im vergangenen Jahr waren zehn Beitragszahler nötig, um einen Rentner zu finanzieren. 2014 genügten dagegen noch vier Erwerbspersonen.

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Um das System aufrechtzuerhalten, muss der Staat laut Studie bis 2055 65 Milliarden Euro in die Rentenkasse investieren. Die Studie unterstreicht dabei, wie dramatisch die Lage des Sozialsystems ist: Die Arbeitslosigkeit beträgt 23 Prozent. Zudem ist das Lohnniveau weiterhin sehr niedrig: Die Vollzeitbeschäftigten verdienen im Durchschnitt nur 1176 Euro brutto im Monat, Teilbeschäftigte nur 393 Euro. Mit den Rentenbeiträgen dieser Erwerbstätigen könne keine Rentenkasse überleben, schreiben die Autoren der Studie.

Die Athener Zeitung "Kathimerini" kommentierte die Studie mit den Worten: "Eine Bombe in den Fundamenten der Rentenkasse."

hej/dpa-AFX




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