Griechenland-Zweifel des Bankchefs Ackermann vergrätzt Merkel

Die Kanzlerin stellt sich gegen den Chef der Deutschen Bank. Weil Josef Ackermann öffentlich Zweifel an Griechenlands Zahlungsmoral geäußert hat, ist Angela Merkel offensichtlich verstimmt: Über ihre Sprecherin lässt sie dem mächtigen Finanzmanager ausrichten, derlei Sätze seien grund- und nutzlos.

Ackermann, Merkel: Deutsche-Bank-Chef sorgt für Verstimmung in der Bundesregierung
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Ackermann, Merkel: Deutsche-Bank-Chef sorgt für Verstimmung in der Bundesregierung


Berlin - Josef Ackermanns Auftritt bei ZDF-Talkerin Maybrit Illner sorgt für Verstimmung in der Bundesregierung: Der Deutsche-Bank-Chef hatte gesagt, er bezweifle, dass Griechenland die Hilfskredite vollständig zurückzahlen kann. Die stellvertretende Regierungssprecherin Sabine Heimbach wies die Äußerungen am Freitag zurück: Sie entsprächen nicht der Auffassung der Regierung.

Zwar sei es "nicht die Art der Bundeskanzlerin", eine öffentliche Rüge auszusprechen, sagte Heimbach. Sie sehe aber "keinen Anlass und keinen Nutzen" für derartige Spekulationen. Direkt kommentieren wollte die Sprecherin Ackermanns Äußerungen nicht.

Wörtlich hatte Ackermann gesagt: "Ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln." Dazu bedürfte es "unglaublicher Anstrengungen". Dennoch müsse das Land stabilisiert werden. Wenn Griechenland fiele, würde die Krise mit großer Sicherheit auf andere Länder übergreifen und könnte zu einer Art Kernschmelze führen.

"Es ist nicht an der Bundesregierung, die Meinungsäußerung von Herrn Ackermann zu kommentieren oder zu bewerten", sagte Heimbach. Man halte das griechische Sparprogramm jedoch für realistisch und habe "keinen Zweifel an der Entschlossenheit" der griechischen Regierung, es in den nächsten Jahren umzusetzen.

"Sind auf das Vertrauen der Märkte angewiesen"

Auch aus dem Finanzministerium kam Kritik an Ackermann: Mit den Hilfen gehe es darum, das Vertrauen an den Märkten zurückzugewinnen, sagte ein Sprecher. "Wir sind darauf angewiesen, dass das Vertrauen zurückkehrt."

Dazu dürften Ackermanns Äußerungen nicht unbedingt beitragen. Sie sorgten daher auch bei Analysten für Kopfschütteln. "Das hat mich überrascht. Ich weiß nicht, warum er das macht", sagte Konrad Becker von Merck Finck. "Wenn so ein wichtiger Mensch in der Finanzbranche Zweifel hat, ob die das schaffen, dann belastet das die Märkte."

Von Finanzexperten erhielt Ackermann dagegen Rückendeckung. "Er hat die Wahrheit erzählt", sagte Finanzprofessor Wolfgang Gerke vom Bayerischen Finanzzentrum. Auch Olaf Kayser von der LBBW sieht das so: Es spreche für Ackermann, dass er die Dinge beim Namen nenne.

cte/Reuters/dpa

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insgesamt 178 Beiträge
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Seite 1
Lutz W. 14.05.2010
1. der Josef will schon wieder Geld scheffeln
Die DeuBa ist mit Sicherheit schon short. Ihre griechischen Staatsanleihen sind versichert und hohe Wetten laufen auf den Konkurs Griechenlands. Man kann garnicht so viel Essen, wie man k..... könnte.
Haio Forler 14.05.2010
2. .
"Über ihre Sprecherin lässt sie dem mächtigen Finanzmanager ausrichten, derlei Sätze seien grund- und nutzlos." Guter Managementsatz, Angie. Gehalt: 0.
Korowjew 14.05.2010
3. Schade
Da kriegt Victory-Josef bestimmt nächstes Jahr kein rauschendes Geburtstagsfest auf Kosten des Steuerzahlers.
heinrichp 14.05.2010
4. Angstmacherei des Herrn Ackermann
Zitat von sysopDie Kanzlerin stellt sich gegen den Chef der Deutschen Bank. Weil Josef Ackermann öffentlich Zweifel an Griechenlands Zahlungsmoral geäußert hat, ist Angela Merkel offensichtlich verstimmt: Über ihre Sprecherin lässt sie dem mächtigen Finanzmanager ausrichten, derlei Sätze seien grund- und nutzlos. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,694811,00.html
Diese ganze Angstmacherei des Herrn Ackermann ist schlimmer noch als die eigentliche Krise. Da er Schweizer ist hat er gut reden, er hat seine Schäfchen im trocknen. Von Regulierungen will er nichts wissen denn dann würde er weniger in seiner eigenen Tasche haben. http://die-welt-der-reichen.over-blog.de/
busoph 14.05.2010
5. Sparen ja, doch nutzlos
Die Kanzlerin hat nicht gesagt: Griechenland wird alle nötigen Zahlungen leisten. Sie hat nur gesagt: Griechenland wird das Sparprogramm umsetzen. Absolut sicher ist doch: Das Geld verschwindet in Griechenland und Europa zahlt, am meisten werden die Deutschen zahlen. Merkel sollte Schaden von Deutschland abwenden. Das tut sie nicht. Sie hat sich mit Schulden total verrannt.
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