Krisenland Griechenlands Wirtschaft schrumpft überraschend stark

Die Wirtschaft Griechenlands hat den Rückwärtsgang eingelegt. Auch im vergangenen Jahr schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt. Die Prognose ging noch von einem Wachstum von 0,3 Prozent aus.

Parlament in Athen
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Parlament in Athen


Die griechische Wirtschaft hat 2016 das achte Rezessionsjahr in Folge erlebt. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um 0,05 Prozent, wie griechische Medien auf Grundlage der vorgelegten Zahlen des nationalen Statistikamts Elstat berichten. Bislang war man noch davon ausgegangen, dass die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent zugelegt hätte.

Zwischen Oktober und Dezember vergangenen Jahres sank laut Elstat das Bruttoinlandsprodukt um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Bisher hatten die Statistiker mit einem Minus von 0,4 Prozent gerechnet.

Griechenland unterliegt den strengen Reform- und Sparauflagen seiner Gläubiger. Seit 2010 ist Griechenland auf internationale Hilfskredite der Europäischen Union und des internationalen Währungsfonds (IWF) angewiesen.

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Finanzkrise: Griechenland zwischen Wut und Hoffnung

Die Regierung Griechenlands und die Kontrolleure der internationalen Geldgeber-Institutionen versuchen derzeit, eine Einigung über das weitere Vorgehen zu finden. Von der Überprüfung der Reformschritte ist die Freigabe der nächsten Kredittranchen abhängig. Auch will der IWF danach entschieden, ob er sich an dem Programm beteiligt. Griechenland muss im Sommer Kredite in Milliardenhöhe zurückzahlen, was das Land alleine nicht stemmen könnte. Veranschlagt wurde das dritte Hilfsprogramm im Sommer 2015 mit 86 Milliarden Euro.

oks/Reuters/AFP



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