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27. Februar 2013, 15:52 Uhr

Millionen-Veruntreuung

Griechischer Ex-Bürgermeister zu lebenslänglich verurteilt

Der frühere Bürgermeister der nordgriechischen Stadt Thessaloniki, Vassilis Papageorgopoulos, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er soll die Veruntreuung von fast 18 Millionen Euro öffentlicher Gelder gebilligt haben. Papageorgopoulos wies die Vorwürfe zurück.

Thessaloniki - Es ist die Top-Meldung in den griechischen Nachrichten: Der frühere Bürgermeister der nordgriechischen Stadt Thessaloniki, Vassilis Papageorgopoulos, ist in einem aufsehenerregenden Verfahren verurteilt worden - zu lebenslanger Haft. Es ist die erste Verurteilung eines griechischen Politikers seit vielen Jahren, die Strafe ist spektakulär hoch.

Nach Angaben von Behördenvertretern wurde Papageorgopoulos für schuldig befunden, zwischen 1999 und 2008 die Veruntreuung von knapp 18 Millionen Euro städtischer Gelder gebilligt zu haben. Papageorgopoulos war von 1999 bis 2010 Bürgermeister von Thessaloniki. Der frühere Athlet und Zahnarzt gehört der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia an.

Papageorgopoulos muss zunächst so lange in Haft bleiben, bis der Fall vor einem Berufungsgericht verhandelt werden kann. Er wies jegliche Beteiligung an der Veruntreuung der Gelder zurück. "Einige Menschen werden mit schlechtem Gewissen sterben", sagte er nach dem Urteil.

Neben Papageorgopoulos erhielt auch seine frühere rechte Hand, Michalis Lemousias, eine lebenslange Haftstrafe. Der Finanzverwalter der Stadt, der als Hauptzeuge der Anklage fungierte, wurde ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte den Ermittlern gesagt, dass Steuereinnahmen und Rentenbeiträge von Beamten systematisch veruntreut worden seien.

Ein Teil des Geldes sei Papageorgopoulos' Parteiapparat in Thessaloniki zugute gekommen. Zwei weitere Stadtbeamte erhielten Haftstrafen von 15 und zehn Jahren, wurden aber auf freien Fuß gesetzt.

nck/AFP

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