EU-Hilfspaket Griechenland genehmigt sich Rettungsmilliarden

Das Parlament in Athen hat das 130-Milliarden-Euro-Rettungspaket gebilligt: Die große Mehrheit der Sozialisten und Konservativen ratifizierte das entsprechende Gesetz in der Nacht zu Mittwoch. Der Staatsbankrott Griechenlands ist damit vorläufig abgewendet.


Athen - Auch die griechischen Abgeordneten müssen formell dem EU-Rettungspaket zustimmen, dass ihr Land mit 130 Milliarden Euro vor der schnellen Staatspleite bewahrt. Am frühen Mittwochmorgen ratifizierte das Parlament in Athen erwartungsgemäß das entsprechende Gesetz: Dafür stimmten 213 Abgeordnete der Sozialisten und Konservativen sowie einige unabhängige Parlamentarier - dagegen votierten 79 Abgeordnete der linken und rechtsgerichteten Opposition. Damit hat die Regierung von Loukas Papademos alle nötigen Gesetze zur Rettung des Landes durchs Parlament gebracht.

Die Finanzminister der Euro-Zone hatten dem zweiten Hilfspaket bereits vergangene Woche endgültig zugestimmt und umgehend 39,4 Milliarden Euro freigegeben. Die Regierung in Athen hatte kurze Zeit vor der Abstimmung die erste Tranche von 7,5 Milliarden Euro erhalten, wie das Finanzministerium mitteilte. 5,9 Milliarden Euro stammten von der Euro-Zone, 1,6 Milliarden Euro vom Internationalen Währungsfonds (IWF).

Griechenland hatte in der vergangenen Woche einen gigantischen Schuldenschnitt abgeschlossen: Investoren tauschten ihre kurz- und mittelfristigen Anleihen, für die griechisches Recht galt, gegen Papiere mit niedrigerem Wert, längeren Laufzeiten und niedrigeren Zinsen um. Dadurch sank die Schuldenlast des Landes um mehr als 94 Milliarden Euro. Die Frist für Investoren mit Anleihen, die internationalem Recht unterliegen, läuft am Freitag ab. Der Anleihentausch soll dann am 11. April vollzogen werden.

Wahltermin wird kommende Woche bekanntgegeben

Ein Regierungssprecher gab zudem bekannt, dass der Termin der vorgezogenen Wahlen in Griechenland in der kommenden Woche feststehen wird. Griechische Medien gehen davon aus, dass die Wahl am 29. April oder spätestens am 6. Mai stattfinden wird. Umfragen deuten auf einen harten Wahlkampf zwischen Befürwortern und Gegnern des Spar- und Stabilisierungsprogramms hin. Die beiden Traditionsparteien, die Konservativen und die Sozialisten, sind dafür. Dagegen sprechen sich die Parteien der Linken sowie rechtsextremistische und ultrakonservative Parteien aus.

Am Dienstagabend demonstrierten einige tausend Anhänger der Kommunistischen Partei (KKE) in Athen und anderen Städten des Landes gegen das Sparprogramm. Die Demonstrationen verliefen friedlich, wie die Polizei mitteilte.

nck/dpa/afp

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Pandora0611 21.03.2012
1. "Rettungsmilliarden" für Griechenland
Zitat von sysopDas Parlament in Athen hat das 130-Milliarden-Euro-Rettungspaket gebilligt: Die große Mehrheit der Sozialisten und Konservativen ratifizierte das entsprechende Gesetz in der Nacht zu Mittwoch. Der Staatsbankrott Griechenlands ist damit vorläufig abgewendet. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,822676,00.html
Soso! Die stolzen Griechen haben sich also dazu herabgelassen, Geldgeschenke von den anderen Eurostaaten anzunehmen. Das muß ihnen aber sehr schwer gefallen sein. Das ist eine öffendliche Demütigung!
mallorcafan 21.03.2012
2. Na,
Zitat von sysopDas Parlament in Athen hat das 130-Milliarden-Euro-Rettungspaket gebilligt: Die große Mehrheit der Sozialisten und Konservativen ratifizierte das entsprechende Gesetz in der Nacht zu Mittwoch. Der Staatsbankrott Griechenlands ist damit vorläufig abgewendet. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,822676,00.html
da bin ich aber froh. Hatte schon Angst, wir müssten die Milliarden hier für unsere Belange einsetzen. Wüsste auch garnicht wofür, hier ist ja alles bestens geregelt. Früher gabs hier ja mal zuwenig Kindergartenplätze, Niedriglöhner, verarmte Kommunen, zuwenig Geld für Pendler,marode Schulen,kaputte Strassen,niedrige Renten..............
marc0815 21.03.2012
3. Griechenland lacht uns aus
die nächste Regierung (Ende April) wird uns auslachen und sich für die großzügige 250 Milliardenspende (PAktet 1 und 2) bedanken und mitteilen, dass sie keinen Cent davon zurückzahlen werden. Sicher führen sie damit bereits den Wahlkampf und sichern sich somit ausreichend Wählerstimmen. Anders als der ESM Vertrag der Regierungsunabhängig Generationen dem Finanzmarkt versklavt, sind die Rettungspakete nicht nennenswert vertraglich besichert. Sie werden es einfach machen, staatsinsolvenz und Europa den Finger zeigen! Oder einfach noch ein paar Jahre NAchschlag bei ESM und Co einfordern und dann irgendwann tschüss Europa sagen.
Pandora0611 21.03.2012
4. Sie haben recht!
Zitat von mallorcafanda bin ich aber froh. Hatte schon Angst, wir müssten die Milliarden hier für unsere Belange einsetzen. Wüsste auch garnicht wofür, hier ist ja alles bestens geregelt. Früher gabs hier ja mal zuwenig Kindergartenplätze, Niedriglöhner, verarmte Kommunen, zuwenig Geld für Pendler,marode Schulen,kaputte Strassen,niedrige Renten..............
heute wissen wir nicht mehr wohin mit dem Geld. Deshalb schenken wir es den Griechen, Portugiesen, Spaniern, Italiener, den Eurokraten, dem EFSF und ESM .........
elgreco2012 21.03.2012
5.
Zitat von Pandora0611Soso! Die stolzen Griechen haben sich also dazu herabgelassen, Geldgeschenke von den anderen Eurostaaten anzunehmen. Das muß ihnen aber sehr schwer gefallen sein. Das ist eine öffendliche Demütigung!
wie kann man nur so früh am morgen so ein blödsinn von sich geben. wahrscheinlich sitzen sie gerade auf dem klo, die bildzeitung weit aufgeschlagen und dachten sich: schreib ich doch einfach mal was ins forum. jetzt werden kredite ja schon als geschenke deklariert. oh je, oh je..... und das kuriose ist, dass die die am lautesten meckern, keinen einzigen cent aus ihrer tasche bezahlt haben. sich einfach den MOB anschliessen und gegen die bösen griechen schimpfen ist aber schon längst aus der mode. intelligente leute lesen und versuchen mehr über die hintergründe zu erfahren. wie z.b. das mit ein grund der finanzmisere die fehlende staatliche kontrolle bislang war. quelle: nooz.gr/ protothema.gr (für diejenigen die griechisch lesen können) - 37.000 Anträge für Zuschüsse wurden gestrichen, weil die Antragsteller nicht die Voraussetzungen erfüllten oder zu der Untersuchung nicht erschienen sind, wie z.b. Zuschüsse für Menschen mit Sehbehinderung, Invalidenrente, geistige Behinderung usw. -weiterhin wurden falsche quadratmeterzaheln der Grundstücke angegeben, damit sie weniger steuern zahlen mussten. bei der fälligen sondersteuer für grundstücke wurden diese dann überführt durch Luftaufnahmen-dumm gelaufen. -frauen, die vergessen haben den tod ihres mannes zu melden, die teilweise seit jahren tod waren!! es wird von einem fall berichtet, da war der ehemenann seit 15 jahren tod!!!!! griechenland ist meines erachtens auf dem gleichen standard wie die DDR vor der wende. und wir alle wissen wie lange und wieviel geld der aufbau ost gekostet hat. also lassen wir dem griechischen volk endlich zeit sich neu zu strukturieren, ich würde eher sagen sich neu zu erfinden und auf die beine zu kommen. solche dummen und sinnlosen kommentare wie ich sich hier zum erbrechen gelesen habe, sind nützlich wie eine eiswürfelfabrik auf dem nordpol.
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