Größere Einsparungen Euro-Finanzminister machen Druck auf Spanien

Kaum steht das neue Griechenland-Paket, sorgen sich die Euro-Finanzminister um das nächste Problemkind - und machen Druck auf Spanien. Neben den geplanten Einsparungen fordern sie zusätzliche Maßnahmen von 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung.

REUTERS

Brüssel - Spanien gilt als Wackelkandidat in der Schuldenkrise. In diesem Jahr wird ein Schrumpfen der Wirtschaftskraft erwartet, fast jeder vierte Spanier ist arbeitslos. Die schlechte Wirtschaftslage wirkt sich auch auf die Steuereinnahmen und somit den Staatshaushalt aus: Die Regierung in Madrid erwartet für dieses Jahr ein Defizit von 5,8 Prozent - anstatt der ursprünglich mit der EU vereinbarten 4,4 Prozent.

Nun soll sich Spanien mit zusätzlichen Sparanstrengungen aus der Krise ziehen. Die Euro-Finanzminister forderten die Regierung in Madrid am Montag auf, in diesem Jahr zusätzliche Kürzungen im Umfang von 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) vorzunehmen. Zudem solle das Land ein neues Gesetz zur Finanzstabilität bereits in diesem Jahr annehmen.

Unklar blieb zunächst, wie verbindlich die Vereinbarung ist. In der Erklärung der Eurogruppe hieß es, die spanische Regierung habe "ihre Bereitschaft zum Ausdruck" gebracht, die Forderungen der Euro-Länder bei der Aufstellung ihres Haushalts für 2012 "zu berücksichtigen".

Spanien hatte in den vergangenen Tagen sowohl die Defizitziele für 2011 sowie für das laufende Jahr nach oben korrigieren müssen. Die Zinsen für das krisengebeutelte Land waren daraufhin wieder über das Niveau Italiens gestiegen. Zu Monatsbeginn hatte Regierungschef Mariano Rajoy angekündigt, sein Land werde auch im laufenden Jahr gesteckte Ziele verfehlen.

Von einem anderen Sorgenkind der Euro-Zone gab es hingegen gute Nachrichten: Der Schuldenschnitt für Griechenland übertrifft offenbar die Erwartungen der Euro-Länder. Durch den Verzicht der privaten Gläubiger könne der Schuldenstand des Landes bis zum Jahr 2020 auf 117 Prozent des BIP gedrückt werden, sagte der Chef der Eruo-Gruppe, Jean-Claude Juncker. Bislang war ein Stand von 120,5 Prozent angepeilt worden.

Das zweite Hilfspaket an Griechenland von 130 Milliarden Euro ist nach monatelangen Verhandlungen unter Dach und Fach. "Wir haben das politisch und grundsätzlich beschlossen", sagte Juncker am Montagabend in Brüssel. Es müssten aber in Mitgliedsländern noch parlamentarische Hürden genommen werden. Die Minister-Entscheidung soll deshalb voraussichtlich an diesem Mittwoch bei einer Telefonkonferenz hochrangiger Vertreter der Finanzministerien endgültig bestätigt werden. "Das ist eine zweite Chance für Griechenland, die nicht verpasst werden darf", sagte Juncker.

aar/dpa/dapd/AFP

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insgesamt 19 Beiträge
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Seite 1
einsteinalbert 13.03.2012
1. das war zu erwarten
Zitat von sysopDPAKaum steht das neue Griechenland-Paket, sorgen sich die Euro-Finanzminister um das nächste Problemkind - und machen Druck auf Spanien. Neben den geplanten Einsparungen fordern sie zusätzliche Maßnahmen von 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,820939,00.html
dass prompt der naechste Bittsteller auf der Matte steht. Die Griechen bekommen was sie fordern. Jetzt sind die Spanier dran mit ihren Forderungen. Als Naechste werden dann die Portugiesen oder die Italiener oder umgekehrt in der Reihenfolge fordern. Wer dann auf der " Forderer-Liste " steht, ist im Moment noch nicht so ganz klar. Alle Pleitestaaten und Banken fordern und . . . . bekommen auch. Schlecker forderte auch, bekommt aber nichts. Ach ja . . . . der deutsche Steuerzahler und Souveraen fordert auch . . . . . und zwar dass nicht Hinz und Kunz fordern kann . . . dass deutsches Volksvermoegen nicht fuer eine nicht lebensfaehige Missgeburt verschleudert wird. Es wird weiter gefordert, dass sich Frau Merkel und ihr EU-phorie Orchester darauf besinnt, dass es so nicht weitergehen kann. Sonst droht auch Deutschland die Pleite. Doch diese Forderungen werden negiert . . . . solange uns Frau Merkel regiert . . . . sie wird das -leider - noch lange tun . . . . so deutscher Michel, was denn nun ?
winnetou16 13.03.2012
2. Jetzt wird
Zitat von sysopDPAKaum steht das neue Griechenland-Paket, sorgen sich die Euro-Finanzminister um das nächste Problemkind - und machen Druck auf Spanien. Neben den geplanten Einsparungen fordern sie zusätzliche Maßnahmen von 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,820939,00.html
schon der Schuldenschnitt in Griechenland als gute Nachricht bezeichnet. In welcher Zeit leben wir eigentlich?
husker 13.03.2012
3.
Griechenland haben sie schon auf das Niveau von Bangladesh runtergewirtschaftet, jetzt ist Spanien dran. Die EUdSSR hat ihr nächstes Opfer im Visier.
elwu 13.03.2012
4. Überall
wird die Ausgabenseite der Staaten reduziert, zu Lasten der kleinen Leute - und zum Schaden für das Gesamtsystem. Nirgends wird den Vermögenden und denen mit sehr hohen Einkommen ein deutlicherer Beitrag abverlangt - zum Schaden für das Gesamtsystem.
silverhair 13.03.2012
5.
Zitat von elwuwird die Ausgabenseite der Staaten reduziert, zu Lasten der kleinen Leute - und zum Schaden für das Gesamtsystem. Nirgends wird den Vermögenden und denen mit sehr hohen Einkommen ein deutlicherer Beitrag abverlangt - zum Schaden für das Gesamtsystem.
Tss, es wird auch die Einnahmenseite reduziert - wo kein "Käufer mehr was kauft gibts auch keine Steuereinnahmen mehr"! Europas Finanzminister haben schlicht entweder Angst vor dem grossen Crash, oder haben kein Gehirn mehr - aber einem Land was schon in der tiefen Rezession steckt noch durch sog. Sparhaushalte die Luft ganz abzudrehen zeugt nicht mehr vom Vorhandensein von irgendwas "Höherinteligentem" zwischen den Ohren! Die Ausgaben eines Staates sind auch immer die Einnahmen von Unternehmen und Bürgern - oder hat schon mal jemand Merkel irgendwie eine Brücke /Autobahn bauen sehen? Sparprogramme hören sich nett an - aber bringen so nichts - man macht nur das gesamte Wirtschaftsystem kaputt - und dann steht irgendwann die Obduktion des Gehirns der Politikerkaste an - und wetten - man wird da nur noch schwarze Löcher finden?
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