Großbritannien und die EU Drohender Brexit belastet britisches Pfund

Der Termin für das Referendum über den EU-Ausstieg Großbritanniens steht - und zugleich melden sich prominente Befürworter eines Brexits zu Wort. Die Märkte reagieren verunsichert.

T-Shirt eines Brexit-Befürworters: Referendum am 23. Juni
REUTERS

T-Shirt eines Brexit-Befürworters: Referendum am 23. Juni


Der drohende Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union hat das Pfund zu Wochenbeginn ins Straucheln gebracht. Die Währung verlor gegenüber dem Dollar zeitweise 1,2 Prozent und fiel auf ein Drei-Wochen-Tief von 1,4235 Dollar.

Am Freitag hatte sich der britische Premier David Cameron mit den EU-Ländern auf ein Reformpaket geeinigt, das Großbritannien mehr Rechte innerhalb der EU einräumt. Während Cameron das Ergebnis als Erfolg verkaufte und bekannt gab, die Briten am 23. Juni in einem Volksentscheid abstimmen zu lassen, übten prominente Politiker Kritik.

Insbesondere die Reaktion des einflussreichen Londoner Bürgermeisters verunsicherte die Märkte. Boris Johnson hatte angekündigt, sich für einen Brexit stark zu machen. Auch sechs Minister wollen sich für einen EU-Ausstieg einsetzen, darunter Justizminister Michael Gove.

Das britische Pfund hat seit vergangenem November gegenüber dem Euro an Wert verloren. Währungsexperten gehen von einer weiteren Abwertung aus. Die Ungewissheit über den Ausgang des Referendums dürfte weiter auf dem Pfund lasten, sagte Elias Haddad, Stratege bei der Commonwealth Bank.

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trevi 22.02.2016
1. Kein Vetorecht für GB !
Der Forderung von Präs.Hollande kann ich nur zustimmen. Bei einem Veto-Recht könnte GB jede ihr nicht passende Gemeinschaftsentscheidung blockieren. Das Ende der Gemeinschaft ! Bei der Uno kann man immer wieder erleben, dass die sog. Veto-Mächte selbst beste Uno-Vorschläge blockieren, wenn sie gegen ihre Interessen sind.
albert schulz 22.02.2016
2. Komische Angelegenheit
Das Land produziert nicht mehr, es ist Finanzdienstleister für die ganze Welt, hat überall seine Pfoten drin, wenn es um Geld, Waren, Rohstoffe geht. Und um „Befreiungsbewegungen“ aller Art. Gehört ja zum Geschäft. Dummerweise ist Europa zu einem wesentlichen Teil des Geschäfts geworden, und diese Abhängigkeit ist keineswegs einseitig oder ausschließlich. Es geht nur zusammen, die alten Kolonien machen den Kohl nicht fett. Würde der Brexit ohne großbritische Sonderprivilegien kommen (gar nicht möglich), würde die gesamte Währungsblase in Südwestengland platzen. Und an der hängt die gesamte Volkswirtschaft, was Banker gar nicht gerne sehen: Löhne, Mieten, Kosten wären auf die Hälfte reduzieren, weil die Umsätze weg sind, abgewandert nach Frankfurt und Amsterdam. Das Pfund bekäme Ramschniveau. Der Brexit ist relativ kindisch. Es geht um andere Dinge. Die Amerikaner wollen, daß ihr Bundesgenosse in der EU bleibt, auf Biegen und Brechen, um nach dem Rechten zusehen. Eine Art gut bezahlter Aufpasser mit allerlei Privilegien. Europa windet sich in Höllenqualen, weiß aber keinen Ausweg. Was kann denn ein wählender Brite als positiv annehmen im Falle eines Austritts ? Daß die Waren teurer werden und sich sein Einkommen verringert ? Die Freunde pokern auf verlorenem Posten.
Charlie Hebdo 22.02.2016
3. Wäre es nicht gut, wenn der Brexit vollzogen würde,
denn dann könnte man mit realen Werten die Veränderungen sehen? Und weil die verarbeitende Industrie noch viel mehr als die Finanzindustrie von einem großen Wirtschaftsraum profitiert, kann man sich leicht ausmalen, was ein Dexit bedeuten würde. Oder welche Auswirkungen es auf die europäischen Länder hätte, wenn man eine EU schaffen würde, die wirtschaftlich deutlich restriktiver existieren würde.
querdenker13 22.02.2016
4. Leider noch ...
... stark genug abgewertet. Hoffentlich fällt er, der Insulaner Pfund, auf Ramschniveau. Und da die Insulaner nicht dem Euroraum angehören haben sie *keinerlei RECHT und ANSPRUCH* darüber auch nur das schwarze unter dem Fingernagel zu äußern. Das hat Hollande zurecht erkannt. Und unsere sprechender Hosenanzug hat genau dieses wichtige Thema zum Tabu erklärt weil sie die Briten mit aller Gewalt in der EU halten will.
tims2212 22.02.2016
5. Brexit? Ja, ich will...
Nee mal ernsthaft. Wie können sich die Kontinental-Politiker aller Coleur, und das seit WWII, von den Briten so auf der Nase herum tanzen lassen? Dann sollen die doch abstimmen und sich verabschieden. GB hat immer noch eine unwesentlich höhere Summe Importe und würde ziemlich dämlich da stehen, wenn auf Waren aus z.B. Deutschland Zölle erhoben werden müssten. Dann suchen sich die Zulieferer andere Märkte. GB ist preismässig mittlerweile so runtergefahren, das die sich das garnich leisten könnten, höhere Preise zu entrichten. Aber es wird wieder so kommen, das die Briten für die EU stimmen werden und dann war das alles nur heiße Luft. Deshalb lese ich mir mittlerweile nur noch 50% der Berichte darüber durch. Nix neues im Norden.
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