Rezession: Abschwung in Großbritannien verschärft sich

Schlechte Nachrichten für Großbritannien zum Olympiaauftakt: Die britische Wirtschaft ist tiefer in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt sank zwischen April und Juni um 0,7 Prozent. Ein Analyst sprach von "schrecklichen Daten".

Tower Bridge in London: Britische Wirtschaft hofft auf Olympia Zur Großansicht
AFP

Tower Bridge in London: Britische Wirtschaft hofft auf Olympia

London - Die Olympischen Spiele sollen Großbritannien nicht nur Aufmerksamkeit verschaffen, sondern auch die Konjunktur ankurbeln. Einen kräftigen Wachstumsschub hätte das Land nötig, denn die britische Wirtschaft ist im Frühjahr überraschend deutlich eingebrochen. Wie das nationale Statistikamt am Mittwoch mitteilte, sank das Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent.

Es war bereits der dritte Rückgang in Folge und der stärkste seit dem Höhepunkt der vorherigen Talsohle Anfang 2009. Folgen zwei Minus-Quartale aufeinander, sprechen Ökonomen von Rezession. "Wir haben mit unseren eigenen Schulden zu tun und mit der Schuldenkrise im Ausland", sagte Finanzminister George Osborne. "Wir alle wissen, dass das Land tiefwurzelnde wirtschaftliche Probleme hat." Von 2008 bis Ende 2009 steckte die britische Wirtschaft 18 Monate lang in der Rezession fest. Seitdem verlief die Erholung sehr unbeständig. Die neuen Daten dürften auch Premier David Cameron unter Druck setzen. Denn er setzt trotz der schlechten Konjunktur auf einen strikten Sparkurs.

Ökonomen hatten wegen des 60-jährigen Thronjubiläums von Königin Elizabeth II. und eines damit verbundenen zusätzlichen Feiertags bereits mit einer schwächeren Wirtschaftsleistung gerechnet. Volkswirte hatten im Schnitt aber lediglich ein Minus von 0,2 Prozent erwartet. Der nun vermeldete Einbruch überraschte die meisten Fachleute. "Das sind schreckliche Daten", sagte Commerzbank-Analyst Peter Dixon. "Es gibt ehrlich gesagt nichts Gutes, was man daraus ablesen könnte."

Ifo sieht für Deutschland derzeit keine Rezessionsgefahr

Auch Deutschland bekommt die Schuldenkrise immer stärker zu spüren. Die Stimmung in den deutschen Unternehmen ist laut Ifo-Institut auf Talfahrt. Der Geschäftsklimaindex fiel im Juli zum dritten Mal in Folge. Die Wirtschaftsforscher des Münchner Instituts erklärten aber, eine Rezession stehe Deutschland zunächst nicht bevor.

mmq/Reuters/dpa-AFX

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1. kein wunder
Nonvaio01 25.07.2012
Zitat von sysopSchlechte Nachrichten für Großbritannien zum Olympia-Auftakt: Die britische Wirtschaft ist tiefer in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt sank zwischen April und Juni um 0,7 Prozent. Ein Analyst sprach von "schrecklichen Daten". Großbritannien rutscht tiefer in Rezession - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,846336,00.html)
eine Wirtschaft hat England nicht, alles was frueher noch erarbeitet wurde gibt es nicht mehr Auto industrie ist weg, Kohle industrie ist weg um nur 2 zu nennen man hat sich nur noch auf Finanzen gestuetzt, das war der " Wachstum " in England. Es wird noch weiter bergab gehen und zwar rasant. Die Ol spiele werden das evtl etwas vertuschen, aber ab September also mit den ersten daten verfuegbar im November wird es wieder bergab gehen. Was produziert England denn schon noch? Ausser schlechte ueberbezahlte Fussballer..;-)
2. Genau so ist es!
chrimirk 25.07.2012
Zitat von Nonvaio01eine Wirtschaft hat England nicht, alles was frueher noch erarbeitet wurde gibt es nicht mehr Auto industrie ist weg, Kohle industrie ist weg um nur 2 zu nennen man hat sich nur noch auf Finanzen gestuetzt, das war der " Wachstum " in England. Es wird noch weiter bergab gehen und zwar rasant. Die Ol spiele werden das evtl etwas vertuschen, aber ab September also mit den ersten daten verfuegbar im November wird es wieder bergab gehen. Was produziert England denn schon noch? Ausser schlechte ueberbezahlte Fussballer..;-)
Ohne Kolonien (= Sklavenausbeutung), kein Wohlstand. Inzwischen auch keine nennenswerte Industrie, Produktion usw. Nur Bankster werden der ehemaligen "Großmacht" wohl nicht reichen. Klammheimliche Freude breitet sich aus!
3.
E.Cartman 25.07.2012
Zitat von Nonvaio01eine Wirtschaft hat England nicht, alles was frueher noch erarbeitet wurde gibt es nicht mehr Auto industrie ist weg, Kohle industrie ist weg um nur 2 zu nennen man hat sich nur noch auf Finanzen gestuetzt, das war der " Wachstum " in England. Es wird noch weiter bergab gehen und zwar rasant. Die Ol spiele werden das evtl etwas vertuschen, aber ab September also mit den ersten daten verfuegbar im November wird es wieder bergab gehen. Was produziert England denn schon noch? Ausser schlechte ueberbezahlte Fussballer..;-)
Nun, da wäre zunächst der Dienstleistungssektor der im Gegensatz zu anderen Ländern tatsächlich einen Teil der Exporte stellt. Ansonsten stellt der sekundäre Sektor je nachdem wie man rechnet und welche Quelle man nimmt 12 - 21% des BIP, was mehr ist als der Finanzsektor, weniger als in Deutschland, aber das sieht im Rest der westlichen Welt ja ähnlich aus. Wobei es natürlich nicht unbedingt heißt, dass deutlich weniger hergestellt wird, sondern vor allem dass der Dienstleistungssektor größer ist als früher. Nach Industrie Sektoren sieht es dann etwa so aus: "machine tools, electric power equipment, automation equipment, railroad equipment, shipbuilding, aircraft, motor vehicles and parts, electronics and communications equipment, metals, chemicals, coal, petroleum, paper and paper products, food processing, textiles, clothing, other consumer goods" https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/uk.html Dann könnte man jetzt noch dieses dämliche Spiel anfangen, bei dem Sie sagen dass dies und jenes dort doch gar nicht mehr hergestellt würde, und ich dann nach irgendeiner britischen Firma google die es doch herstellt und die als Gegenbeweis hinstelle. Die britische Leistungsbilanz könnte besser aussehen, ist aber ein geringeres Problem als in Südeuropa. United Kingdom Current Account to GDP (http://www.tradingeconomics.com/united-kingdom/current-account-to-gdp) Der größte Vorteil den die Insel derzeit hat ist wohl, dass sie nicht so einfach in die Pleite geredet und geschrieben werden kann wie etwa Spanien.
4. jetzt
porky1 25.07.2012
Zitat von Nonvaio01eine Wirtschaft hat England nicht, alles was frueher noch erarbeitet wurde gibt es nicht mehr Auto industrie ist weg, Kohle industrie ist weg um nur 2 zu nennen man hat sich nur noch auf Finanzen gestuetzt, das war der " Wachstum " in England. Es wird noch weiter bergab gehen und zwar rasant. Die Ol spiele werden das evtl etwas vertuschen, aber ab September also mit den ersten daten verfuegbar im November wird es wieder bergab gehen. Was produziert England denn schon noch? Ausser schlechte ueberbezahlte Fussballer..;-)
geht es mit "die produzieren gar nichts mehrt" schon wieder los, und wir befinden uns wieder im Tal der Ahnungslosen. Sie nennen zwei Industriebranchen - die Autoindustrie gibt es hier doch noch und Kohle - was soll das? Im Ruhrgebiet gibt es auch nur noch eine stark subventionierte Restindustrie, wenn's um Bergbau geht.
5.
zila 25.07.2012
Zitat von Nonvaio01eine Wirtschaft hat England nicht, alles was frueher noch erarbeitet wurde gibt es nicht mehr Auto industrie ist weg, Kohle industrie ist weg um nur 2 zu nennen man hat sich nur noch auf Finanzen gestuetzt, das war der " Wachstum " in England. Es wird noch weiter bergab gehen und zwar rasant. Die Ol spiele werden das evtl etwas vertuschen, aber ab September also mit den ersten daten verfuegbar im November wird es wieder bergab gehen. Was produziert England denn schon noch? Ausser schlechte ueberbezahlte Fussballer..;-)
Deutschland hat auch keine bedeutende Kohleindustrie, warum ist ihnen das wichtig? Wir sind nicht mehr im 19 Jahrhundert. Grossbritannien hat z.B. noch immer eine starke Pharmaindustrie, auch im Energiesektor sind sie nicht ganz unbedeutend, vielleicht haben sie ja mal was von British Petrol gehoert, Nordsee Oel und Gas werden vor der eigenen Haustuer gefoerdert. Rolls-Royce stellt z.B. Flugzeugtriebwerke her und nicht nur ein paar Luxuslimos. Jeder bedeutende Konzern hat eine Zweigstelle in UK. Die LSE ist eine der fuehrenden Boersen, Lloyds versichert glaub ich auch noch Gott&die Welt von London aus - nach wie vor beliebt als Residenzstadt der Reichen, die ordentlich Geld dort lassen. Heathrow ist einer der bedeutendsten Flughaefen weltweit etc. GB hat zu Recht stark auf die Serviceindustrie gesetzt, wie man das als post-industrielle Gesellschaft auch machen sollte, weil man so Arbeitsplaetze schafft. Und ich glaube einige japanische Auto-Hersteller lassen auch noch in GB fertigen. Die kaempfen sicher auch mit einer Strukturkrise, aber v.a. mit dem Platzen einer eigenen Real Estate Blase nachdem man wohl in UK auch NINJA loans genau wie in den Staaten ausgegeben hat, SPON berichtete.
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