Wirtschaft


Großbritannien: Verbraucherpreise steigen um 4,5 Prozent

Die Preise in Großbritannien sind deutlich gestiegen: Die Inflationsrate legte im April um 4,5 Prozent zu. Das ist der höchste Anstieg seit September 2008. Vor allem Urlaubsausgaben trieben die Teuerungsrate in die Höhe.

Big Ben in London: Zielwert weit überschrittenZur Großansicht
REUTERS

Big Ben in London: Zielwert weit überschritten

London - Das Leben in Großbritannien wird von Monat zu Monat teurer - und ein Ende des Trends ist nicht absehbar: Im April stieg die Inflationsrate aufs Jahr gerechnet um 4,5 Prozent, wie die nationale Statistikbehörde am Dienstag in London mitteilte. Im März war sie mit 4,4 Prozent geringfügig schwächer gestiegen.

Trotz des monatelangen Trends hatten Volkswirte im April mit einem leichteren Anstieg der Inflationsrate gerechnet. Inzwischen ist die Teuerung mehr als doppelt so hoch wie der Zielwert der britischen Notenbank von zwei Prozent. Seit Januar 2010 hat die Inflationsrate kein einziges Mal unter diesem Zielwert gelegen.

Auch im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im April um 1,0 Prozent. Ökonomen hatten hier im Schnitt einen Preisanstieg um 0,7 Prozent erwartet.

Den Statistikern zufolge sorgte im April allerdings ein Sonderfaktor für den starken Auftrieb. Weil Ostern in diesem Jahr auf einen so späten Termin mit höheren Temperaturen fiel, hätten die Briten viel Geld für Urlaubsreisen ausgegeben.

yes/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
fritz_64 17.05.2011
geht es den Briten ja noch schlechter als uns! Leider wird in dem Bericht nicht erwähnt ob die Notenbank irgendwelche Schritte einleitet um der Inflation entgegenzuwirken. Ich denke aber eher nicht, denn die steigende Inflation [...]
geht es den Briten ja noch schlechter als uns! Leider wird in dem Bericht nicht erwähnt ob die Notenbank irgendwelche Schritte einleitet um der Inflation entgegenzuwirken. Ich denke aber eher nicht, denn die steigende Inflation ist für GB und die USA ein probates Mittel um der horrenden Staatsverschuldung entgegenzuwirken...also alles im grünen Bereich. In Konsequenz sollten auch wir uns auf eine beständig steigende Inflationsrate in Deutschland einstellen, was wiederum den Bogen zum Gold schliesst...alles nicht so einfach. Ach so, auch in Österreich liegt die Rate mittlerweile über 3%.
aspi01 17.05.2011
Interessant. Die Briten haben noch ihr Pfund und eine deutlich höhere Inflation wie die Euro-Länder!? An alle verklärten DM-Freude: Rückkehr zur DM hilft also auch nix!
Interessant. Die Briten haben noch ihr Pfund und eine deutlich höhere Inflation wie die Euro-Länder!? An alle verklärten DM-Freude: Rückkehr zur DM hilft also auch nix!
toni_uk 17.05.2011
Wir in GB sind da, wo Deutschland vor 10 Jahren war und noch immer ein wenig ist. Hohe Inflation plus Steuererhoehungen fuehren zu Realeinkommensverlust - damit zu steigender Produktivitaet. Trotz der Inflationsrate von 4,5% [...]
Zitat von fritz_64geht es den Briten ja noch schlechter als uns! Leider wird in dem Bericht nicht erwähnt ob die Notenbank irgendwelche Schritte einleitet um der Inflation entgegenzuwirken. Ich denke aber eher nicht, denn die steigende Inflation ist für GB und die USA ein probates Mittel um der horrenden Staatsverschuldung entgegenzuwirken...also alles im grünen Bereich. In Konsequenz sollten auch wir uns auf eine beständig steigende Inflationsrate in Deutschland einstellen, was wiederum den Bogen zum Gold schliesst...alles nicht so einfach. Ach so, auch in Österreich liegt die Rate mittlerweile über 3%.
Wir in GB sind da, wo Deutschland vor 10 Jahren war und noch immer ein wenig ist. Hohe Inflation plus Steuererhoehungen fuehren zu Realeinkommensverlust - damit zu steigender Produktivitaet. Trotz der Inflationsrate von 4,5% kann ich mich gluecklich schaetzen, dieses Jahr eine Lohnerhoehung von 1% zu bekommen. Ob es der britischen Wirtschaft wirklich hilft, wird sich wohl erst in einigen Jahren zeigen. Erstmal den Guertel enger schnallen.
Michael Giertz 17.05.2011
Der Pfund verliert an Wert, weil die Briten eine völlig ruinierte, einseitig auf Finanzwirtschaft ausgerichtete ... nun ja ... Wirtschaft haben. Wenn auf der Insel noch irgendwo etwas von "dauerhaftem" Wert, also in [...]
Zitat von aspi01Interessant. Die Briten haben noch ihr Pfund und eine deutlich höhere Inflation wie die Euro-Länder!? An alle verklärten DM-Freude: Rückkehr zur DM hilft also auch nix!
Der Pfund verliert an Wert, weil die Briten eine völlig ruinierte, einseitig auf Finanzwirtschaft ausgerichtete ... nun ja ... Wirtschaft haben. Wenn auf der Insel noch irgendwo etwas von "dauerhaftem" Wert, also in Form von Waren geschaffen wird, dann dürfte das den Restwert des Pfundes erklären. Schade um England; es war mal 'ne Weltmacht, inzwischen siecht es vor sich hin. Wenn das der Churchill erleben würde ... der würde seine Melone futtern.
toni_uk 17.05.2011
So stimmt das ja nicht. Ein kurzer Blick ins Internet und sie werden feststellen, dass GB einen groesseren Industrieanteil am BIP haben als unsere franzoesischen Nachbarn: Country Agri. Indus. Serv. * World [...]
Zitat von Michael GiertzDer Pfund verliert an Wert, weil die Briten eine völlig ruinierte, einseitig auf Finanzwirtschaft ausgerichtete ... nun ja ... Wirtschaft haben. Wenn auf der Insel noch irgendwo etwas von "dauerhaftem" Wert, also in Form von Waren geschaffen wird, dann dürfte das den Restwert des Pfundes erklären. Schade um England; es war mal 'ne Weltmacht, inzwischen siecht es vor sich hin. Wenn das der Churchill erleben würde ... der würde seine Melone futtern.
So stimmt das ja nicht. Ein kurzer Blick ins Internet und sie werden feststellen, dass GB einen groesseren Industrieanteil am BIP haben als unsere franzoesischen Nachbarn: Country Agri. Indus. Serv. * World 5.7% 30.7% 63.6% *European Union 1.8% 25.0% 73.2% *United States 1.2% 22.2% 76.7% *China 9.6% 46.8% 43.6% *Japan 1.1% 23.0% 75.9% *Germany 0.8% 27.9% 71.3% *France 1.8% 19.2% 79.0% *United Kingdom 0.9% 22.1% 77.1% Quelle hier: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_GDP_sector_composition Die Maer von der fehlenden Industrie in GB stimmt einfach nicht. Es stimmt aber, dass der Bankensektor einen groesseren Anteil am Servicesektor haben, als in anderen Laendern und daher auch der groessere Einbruch in der Bankenkrise.
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  • Dienstag, 17.05.2011 – 13:47 Uhr
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