London - Das Leben in Großbritannien wird von Monat zu Monat teurer - und ein Ende des Trends ist nicht absehbar: Im April stieg die Inflationsrate aufs Jahr gerechnet um 4,5 Prozent, wie die nationale Statistikbehörde am Dienstag in London mitteilte. Im März war sie mit 4,4 Prozent geringfügig schwächer gestiegen.
Trotz des monatelangen Trends hatten Volkswirte im April mit einem leichteren Anstieg der Inflationsrate gerechnet. Inzwischen ist die Teuerung mehr als doppelt so hoch wie der Zielwert der britischen Notenbank von zwei Prozent. Seit Januar 2010 hat die Inflationsrate kein einziges Mal unter diesem Zielwert gelegen.
Auch im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im April um 1,0 Prozent. Ökonomen hatten hier im Schnitt einen Preisanstieg um 0,7 Prozent erwartet.
Den Statistikern zufolge sorgte im April allerdings ein Sonderfaktor für den starken Auftrieb. Weil Ostern in diesem Jahr auf einen so späten Termin mit höheren Temperaturen fiel, hätten die Briten viel Geld für Urlaubsreisen ausgegeben.
yes/dpa
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