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Gute Konjunktur Deutsche zahlen 15 Milliarden Euro mehr Steuern

Wolfgang Schäuble: Der Finanzminister kann die Neuverschuldung senkenZur Großansicht
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Wolfgang Schäuble: Der Finanzminister kann die Neuverschuldung senken

Die Wirtschaft brummt, die Steuereinnahmen sprudeln: Der Staat wird nach SPIEGEL-Informationen für 2010 rund 15 Milliarden Euro mehr einnehmen als gedacht. Prompt zettelt die FDP den nächsten Steuerstreit an. 

Hamburg - Der Wirtschaftsboom spült viel mehr Geld in die öffentlichen Kassen als noch im November vergangenen Jahres vorausgesagt. Bund, Länder und Gemeinden werden dieses Jahr Steuermehreinnahmen von rund 15 Milliarden Euro verzeichnen. Etwa die Hälfte davon nimmt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ein, der damit die Neuverschuldung senken will.

Die Zahlen sind das Ergebnis einer ersten groben Schätzung von Experten des Bundesfinanzministeriums, bei der sie die jüngste Konjunkturprognose der Bundesregierung aus der vergangenen Woche zugrunde gelegt haben. Darin wird Deutschland für 2011 ein Wachstum von 2,6 Prozent vorausgesagt.

Im kommenden Jahr erwarten die Regierungsexperten ein Einnahmeplus in ähnlicher Größenordnung. Den überwiegenden Teil davon hat Finanzminister Schäuble allerdings schon in seinem Etatentwurf für das Jahr 2012 verplant. Offiziell sagt der Arbeitskreis Steuerschätzungen, an dem neben der Bundesregierung auch die Länder, Wirtschaftsforschungsinstitute, die Bundesbank und das Statistische Bundesamt teilnehmen, Mitte Mai die erwarteten Staatseinnahmen voraus.


Man könnte annehmen, die Koalition freue sich über die Zusatzeinnahmen und wolle nun rascher die Neuverschuldung senken. Doch in der FDP regt sich Widerstand gegen den Solidarzuschlag. In einem Antrag für den Parteitag Mitte Mai in Rostock sprechen sich der FDP-Finanzpolitiker Frank Schäffler und andere Abgeordnete für die Abschaffung des Soli vor der Bundestagswahl 2013 aus. "Die FDP setzt sich dafür ein, den sogenannten Solidaritätszuschlag, der keine Finanzierungsfunktion für die Kosten der Einheit mehr hat, schnellstmöglich, in jedem Fall in dieser Legislaturperiode, abzuschaffen", heißt es in dem Antrag.

Der Soli wird seit 1991 als Zuschlag zur Einkommen- und Körperschaftsteuer erhoben, derzeit in Höhe von 5,5 Prozent. Ursprünglich wurde er mit den Kosten der Deutschen Einheit begründet. Er bringt zurzeit jährlich etwa zwölf Milliarden Euro in die Staatskasse.

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insgesamt 46 Beiträge
shokaku 22.04.2011
Ist natürlich nur ein verzweifeltes fischen nach potentiellen Wählern, aber die FDPler haben hier durchaus recht. Besser das Geld bei den Menschen im Lande belassen, als es alternativlos in Europa zu versenken.
Ist natürlich nur ein verzweifeltes fischen nach potentiellen Wählern, aber die FDPler haben hier durchaus recht. Besser das Geld bei den Menschen im Lande belassen, als es alternativlos in Europa zu versenken.
hansausberlin 22.04.2011
.. oder legt die Kohle schon mal weg für Griechenland. Die FDP mit ihren Steuersenkungesplänen nervt. Lasst uns erst mal wieder unter die 60% Schuldenmarke sinken, dann schauen wir weiter.
.. oder legt die Kohle schon mal weg für Griechenland. Die FDP mit ihren Steuersenkungesplänen nervt. Lasst uns erst mal wieder unter die 60% Schuldenmarke sinken, dann schauen wir weiter.
Lobesamen 22.04.2011
Was heisst hier "Streit anzetteln". Jede Möglichkeit zur Abschaffung dieses unseligen Solis sollte genutzt werden! Dieser "Zuschlag" ist zu einer reinen Verhöhnung der Steuerzahler verkommen.
Zitat von sysopDie Wirtschaft brummt, die Steuereinnahmen sprudeln: Der Staat wird nach SPIEGEL-Informationen für 2010 rund 15 Milliarden Euro mehr einnehmen als gedacht. Prompt zettelt die FDP den nächsten Steuerstreit an.* http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,758469,00.html
Was heisst hier "Streit anzetteln". Jede Möglichkeit zur Abschaffung dieses unseligen Solis sollte genutzt werden! Dieser "Zuschlag" ist zu einer reinen Verhöhnung der Steuerzahler verkommen.
sanhe 22.04.2011
Grundsätzlich eine gute Nachricht, wenn nicht alles wieder für die Europäische Transfer-Union und neue/ausgeweitete Sozialleistungen draufgehen würde. Der Artikel und die zitierte Einnahmeentwicklung zeigt exemplarisch, dass [...]
Zitat von sysopDie Wirtschaft brummt, die Steuereinnahmen sprudeln: Der Staat wird nach SPIEGEL-Informationen für 2010 rund 15 Milliarden Euro mehr einnehmen als gedacht. Prompt zettelt die FDP den nächsten Steuerstreit an.* http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,758469,00.html
Grundsätzlich eine gute Nachricht, wenn nicht alles wieder für die Europäische Transfer-Union und neue/ausgeweitete Sozialleistungen draufgehen würde. Der Artikel und die zitierte Einnahmeentwicklung zeigt exemplarisch, dass die BRD *kein* Einnahme-Problem hat *sondern* ein Problem zu hoher Ausgaben. Aber ich ahne es: Es werden lieber weiterhin bequem die Einnahmen erhöht (Steuern, Gebühren, Abgaben, Straßenmaut etc.) anstatt endlich einmal notwendigerweise die Ausgaben reduziert; aber zu letzterem gehört Stärke und Mut, was die meisten Politker der aktuellen Politikgeneration nicht mehr besitzen; man wählt lieber den bequemen Weg der Einnahme-Erhöhung und Schröpfung der Bevölkerung (weniger netto vom brutto).
kdshp 22.04.2011
Hallo, und das choas geht weiter mit dieser "Gurkentruppen regierung"!
Zitat von sysopDie Wirtschaft brummt, die Steuereinnahmen sprudeln: Der Staat wird nach SPIEGEL-Informationen für 2010 rund 15 Milliarden Euro mehr einnehmen als gedacht. Prompt zettelt die FDP den nächsten Steuerstreit an.* http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,758469,00.html
Hallo, und das choas geht weiter mit dieser "Gurkentruppen regierung"!
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