Hambacher Forst Polizei will Rettungswege freiräumen

Der Polizeieinsatz im Hambacher Forst geht weiter: Die Einsatzkräfte wollen Blockaden auf Rettungswegen auflösen. Baumhäuser sollen weiterhin verschont bleiben.

Polizisten räumen eine Barrikade (Archiv)
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Polizisten räumen eine Barrikade (Archiv)


Im Hambacher Forst hat die Polizei offenbar damit begonnen, Rettungswege von Barrikaden freizuräumen. Baumhäuser sollen auch weiterhin nicht geräumt werden, teilte die Polizei Aachen per Twitter mit. Die Beamten kündigten ebenfalls an, Personen von Tri- und Monopods holen zu wollen. Braunkohlegegnern zufolge haben die Einsatzkräfte eine Sitzblockade aufgelöst.

Nach dem tödlichen Unfall eines Journalisten am Mittwoch hatte die Polizei die Räumung der Baumhäuser zunächst ausgesetzt. Die Aktion in dem Wald läuft seit einer Woche. Bis Mittwoch waren der Polizei zufolge 39 von 51 Baumhäusern geräumt worden. Die Waldbesetzer protestieren gegen das Vorhaben des Energiekonzerns RWE, weite Teile des Hambacher Forstes zur Braunkohlegewinnung abzuholzen.

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz sagte am Donnerstagabend bei "Maybrit Illner", man wolle den Hambacher Forst trotz des Todesfalls weiter für die Braunkohleförderung roden. "Die Annahme, dass der Forst gerettet werden kann, das ist Illusion. Und ich bin tief betroffen, dass für eine solche Illusion, für ein solches Symbol gestern ein Mensch gestorben ist."

Im Video: Die Besetzung des Hambacher Forst (SPIEGEL TV von 2015)

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