Drohender Handelskrieg Merkel und Xi wollen Stahlstreit lösen

Der Welt droht ein Handelskrieg - nun setzen Deutschland und China ein Zeichen: Die beiden Staaten wollen an einer Lösung des Stahlstreits arbeiten, der als Auslöser der globalen Spannungen gilt.

Merkel, Xi (Archivbild)
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Merkel, Xi (Archivbild)


Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chinesische Präsident Xi Jinping wollen den Streit über Stahlimporte im Rahmen der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) lösen.

In einem Telefonat hätten sich beide dafür ausgesprochen, im Rahmen des "G20 Global Forum" an Lösungen zu arbeiten, teilte die Bundesregierung am Samstag in Berlin mit. "Sie betonten in diesem Zusammenhang die Bedeutung einer engen multilateralen Zusammenarbeit im Handelsbereich", hieß es in der Mitteilung.

Die USA werfen China vor, mit Dumping-Preisen den US-Stahl-Markt zu überfluten und haben deswegen Schutzzölle auf Stahl und Aluminium angekündigt. China hat bereits gedroht, auf derartige Beschlüsse mit Gegenmaßnahmen zu reagieren.

Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Schutzzölle sollen nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters ab kommenden Freitag greifen - und zwar exakt ab dem 23. März um 0.01 Uhr Ortszeit an der US-Ostküste beziehungsweise um 5.01 Uhr Mitteleuropäischer Zeit.

ssu/Reuters

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insgesamt 11 Beiträge
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MartinBrodhag 17.03.2018
1. Achja, Mutti hats kapiert ...
das ist der Grund warum ich sie nach wie vor für kompetent halte. Das jetzt direkt demonstrativ MIT China zu machen ist das Beste was sie tun konnte. Respekt. Ich mag sie nicht besonders, weil sie eine Bremse ist meiner Meinung nach bei vielem, aber in so Fällen wie hier jetzt zeigt sich wieder das Mutti halt doch weiß was sie macht. Danke dafür.
gellegelle 17.03.2018
2.
Immer den meisten Medien, auch hier im SPON-Artikel, wird China als verantwortungsbewusster Partner und Freund angesehen. Händeschütteln, entspanntes Lächeln, permanente Unterstreichung der guten Zusammenarbeit, auch im Hinblick auf die geeigneten Maßnahmen gegen den bösen Präsidenten in Nordamerika. Vielleicht wäre es gut, ab und zu einmal zu erwähnen, dass es sich beim chinesischen Partner um einen lupenreinen Diktator handelt, der jede Opposition erbarmungslos ausschaltet. Außerdem steht er mit Deutschland in einem gnadenlosen Wirtschaftskrieg, indem er z.B. seine halbstaatlichen Firmen"bosse" mit Staatsmitteln ganze deutsche Industriezweige aufkaufen lässt. Und ausgerechnet diesen Stamokap-Diktator als Hoffnungsträger für den freien Welthandel auszuloben, spottet jeder Beschreibung. Gerade das ehemalige "Sturmgeschütz der Demokratie" sollte den absolut undemokratischen Hintergrund dieses Mannes nicht einfach ausblenden.
herwescher 17.03.2018
3. Betrachten wir es mal realistisch:
Die bundesdeutschen Regierungen haben es geschafft, dass wir folgende größeren und kleineren Feinde haben. Nachzulesen jeden Tag im Medium ihrer Wahl: 1) Russland 2) USA 3) Südeuropa 4) Türkei 5) England ... Und jetzt kommt man auf die Idee, bei China um gut Wetter zu bitten ... Vor WK I und WK II hatten wir weniger Feinde ...
stadtmusikant123 17.03.2018
4. xxx
Ob sie das selber für klug hält wage ich mal zu bezweifeln. Aber mit Trump kann sie nicht, da hat sie sich mit und durch Steinmeiers Bemerkungen über Trump im Ami-Wahlkampf alles verdorben. Nun bleibt ihr nur dieser Weg, vielleicht hat aber die Auto-Lobby ihr gesagt, wie wichtig China für die deutschen Autobauer ist. Strategisch halte ich aber für großen Unfug , den Chinesen zu vertrauen.
herwescher 17.03.2018
5. Ein paar Belege dafür, wie es soweit kommen konnte ...
"Unter der Präsidentschaft von Donald Trump haben die Vereinigten Staaten ihre Rolle als politische und moralische Führungsnation des Westens verloren", schreibt Maas in einem Gastbeitrag für die "Heilbronner Stimme" (Mittwoch). https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10041284-maas-trump-usa-rolle-fuehrungsnation-verloren Justizminister Heiko Maas: "Trump verrät das freiheitliche Erbe Amerikas" https://www.vice.com/de/article/3kkkg5/justizminister-trump-verrat-das-freiheitliche-erbe-amerikas „Keiner fördert den Anti-Amerikanismus weltweit so stark wie der amerikanische Präsident." https://www.welt.de/politik/deutschland/article167818972/Keiner-foerdert-Anti-Amerikanismus-so-stark-wie-Donald-Trump.html Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat Donald Trump scharf kritisiert. Er bezeichnete den umstrittenen US-Präsidentschaftskandidaten als "Hassprediger" - und verglich ihn mit der AfD. http://www.spiegel.de/politik/ausland/frank-walter-steinmeier-nennt-donald-trump-hassprediger-a-1106212.html Geschah alles unter dem Jubel der Medien ... Dann muss man halt China zum demokratischen Partner erküren ...
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