Handelsstreit China kündigt Gespräche in Washington an

Neuer Anlauf für eine Lösung im Handelsstreit: Noch im August soll eine chinesische Delegation für Gespräche nach Washington reisen. Es wäre das erste offizielle Treffen, nachdem die Verhandlungen im Juni gescheitert sind.

Chinas stellvertretender Handelsminister Wang Shouwen
AFP

Chinas stellvertretender Handelsminister Wang Shouwen


Zur Entschärfung des schwelenden Handelsstreits mit den USA hat China angekündigt, Ende August eine Delegation zu Gesprächen nach Washington zu schicken. Das chinesische Handelsministerium teilte mit, die in die USA reisende Delegation werde vom stellvertretenden Handelsminister Wang Shouwen angeführt werden. Auf US-Seite werde David Malpass, Staatssekretär für internationale Angelegenheiten im Finanzministerium, die Gespräche führen.

China akzeptiere keine unilateralen Handelsbeschränkungen und begrüße den Dialog, hieß es in der Erklärung weiter. Es wäre das erste offizielle Treffen beider Seiten, nachdem Verhandlungen zwischen Chinas Vize-Premierminister Liu He und US-Handelsminister Wilbur Ross Anfang Juni in Peking gescheitert sind.

Seitdem haben sich beide Länder mit gegenseitigen Zöllen auf Waren im Wert von etwa 50 Milliarden US-Dollar überzogen, von denen die jüngsten am 23. August in Kraft treten sollen.

US-Präsident Donald Trump hatte immer wieder das Handelsdefizit der USA mit China kritisiert und angekündigt, es deutlich reduzieren zu wollen. Trump wirft China unfaire Handelspraktiken, erzwungenen Technologietransfer von US-Firmen und Diebstahl geistigen Eigentums vor. Anfang September wollen die USA über weitere Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von etwa 200 Milliarden US-Dollar entscheiden.

cop/Reuters/dpa-AFX

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