Handelsstreit Trump droht China mit höheren Strafzöllen

Donald Trump hat seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer angewiesen, eine Anhebung der Strafzölle auf chinesische Waren zu prüfen. Der US-Präsident schlägt eine Erhöhung von 10 auf 25 Prozent vor.

Präsident Trump
AP

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Im Handelskonflikt mit China hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump Peking mit höheren Strafzöllen gedroht. Trump habe seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer angewiesen, eine Erhöhung der geplanten Zölle von 10 auf 25 Prozent zu prüfen, sagte ein ranghoher Regierungsmitarbeiter, der nicht namentlich zitiert werden wollte. Es gehe darum, "die richtigen Instrumente parat zu haben, um China zu einer Kursänderung zu bewegen".

Chinas Regierung hatte Trump zuvor vor einer weiteren Verschärfung des Konflikts gewarnt und mit Gegenmaßnahmen gedroht. Im Juli waren bereits US-Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Importe im Wert von 34 Milliarden US-Dollar in Kraft getreten.

Derweil pumpt die chinesische Zentralbank Milliarden in das heimische Finanzsystem, um die Konjunktur anzukurbeln und sich so für den Handelskonflikt mit den USA zu wappnen. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

Es könnten noch weitere Zölle drohen

Eine Lösung in dem Handelskonflikt ist damit weiterhin nicht in Sicht. Macht Trump seine Drohungen wahr und erlässt die Strafzölle auf Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar, wäre die Hälfte der chinesischen Ausfuhren in die USA betroffen.

Die Regierung hatte dafür ursprünglich eine Frist bis Ende August gesetzt. Diese sei nun bis Anfang September verlängert worden, sagte der Regierungsmitarbeiter. Zudem könnten in Kürze auch noch 25-prozentige Zölle auf Einfuhren im Wert von 16 Milliarden US-Dollar folgen.

Von den möglichen neuen US-Zöllen wären Lebensmittel, aber auch Chemikalien, Textilien, Metalle, elektronische Geräte und andere Waren aus China betroffen. Als Grund für die möglichen neuen Zölle nennt die Regierung die chinesischen Vergeltungsmaßnahmen und die Weigerung der Regierung in Peking, ihre Vorgehensweise zu ändern.

Erst Anfang Juli hatten die USA Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren aus China im Wert von 34 Milliarden Dollar eingeführt. Die Zölle betreffen 818 Produkte, darunter Autos, Flugzeugteile und Festplatten.

cop/Reuters/dpa

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