Handelsstreit Mexiko verhängt Einfuhrzölle auf US-Schweinefleisch

Die US-Regierung hat ihre Drohung wahrgemacht und Strafzölle auf Stahl und Aluminium verhängt. Jetzt reagiert Mexiko mit Gegenmaßnahmen.

Schweinehälften (Archivfoto)
DPA

Schweinehälften (Archivfoto)


Mexiko verhängt Einfuhrzölle von 20 Prozent auf Schweinefleisch aus den USA. Die Entscheidung dazu sei Teil der Vergeltungsmaßnahmen der mexikanischen Regierung für die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf Stahl und Aluminium gegen das Nachbarland, erklärten Vertreter des Dachverbands der mexikanischen Fleischproduzenten am Montag.

Die Zölle sollen demnach für Schweinebeine und -schultern in gefrorenem wie im frischen Zustand gelten. Damit seien 90 Prozent der Schweinefleischimporte aus den USA von den Zöllen betroffen. Das Volumen der Schweinefleischeinfuhren aus den USA beträgt gut eine Milliarde Dollar pro Jahr.

hej/Reuters



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Ein_denkender_Querulant 05.06.2018
1. Ein Segen
Alle Gegner von TTIP und Ceta sollten aufatmen. Bestimmte Zölle sind unter ungleichen Partnern wichtig. Die EU und auch die USA fluten ganze Kontinente mit billigen und hoch subventionierten Lebensmitteln und zerstören die Lebensmittelindustrie in weiten Teilen der Welt. Ebenso müssen sich technologisch rückständige Länder wie die USA, deren Maschinenbau in den siebziger Jahren des letzten Jarhunderts hängen geblieben ist und denen ein System von Fachkräften fehlt, Zeit zum Aufbau erhalten, um sich schrittweise führenden Nationen anzupassen. Freier Handel ist unter gleichentwickleten Partnern sinnvoll, Mexiko ist weit zurück die USA auch und beide Länder sollten sich schützen können. Genauso müss den hohen Bedürfnisse nach Datenschutz der Europäer Rechnung getragen werden und Firmen, die widerrechtlich daten sammeln und verknüpfen, wie Google, Apple, Amazon,Facebook und viele Andere müssen empfindliche Strtafen rekommen. Zölle zu erheben ist trotzdem ein zweischneidiges Schwert, hemmt es die Effizienzsteigerung. Die USA machen sich selber ihren Markt kaputt, weil die den Import von Higtech-Materialen, die sie sleber gar nicht herstellen können behindern und in Folge für wichtige Fertigprodukte Wettbewerbsfähigfkeit verlieren. Die Reaktionen der EU und Mexiko nsind sinnvoll, weil sich die Massnahmen vor allem gegen billigen Plunder richten, den die Länder merklich effizienter selber herstellen können. Wer in Schottland braucht schon Bourbon, wenn man guten Whisky hat? Prinzipiell sind bestimmte Steuern sinnvoll, die Umsetzunh von Trump wirkt Selbstzerstörend.
margei 05.06.2018
2. Gut so!
Auch wenn es wirtschaftlich kurzsichtig für beiden Seiten ist, gut so wenn Trump klare Kante zeigen will, soll er sie auch bekommen.
mickymesser 05.06.2018
3. Siehe da
wird nicht lange um den heissen Brei herumgeredet sondern knallhart reagiert. Während man in der EU-Zone rumjammert und zetert und vorallem die Deutschen die möglichen und unmöglichsten Szenarien bis zum Exzess durchplant vergelten die Mexicaner Aug und Aug. Nur diese Sprache versteht der selbsternannte Retter Amerikas.
bakiri 05.06.2018
4. Weiter so!
Aplaus, Aplaus, Aplaus....endlich trauen sich Länder sich US-Politik entgegen zu stellen. In der EU wird es dringend Zeit! Nehmt Euch ein Beispiel an Mexiko! Aber noch besser: lenkt zusätzlich die Waren und Materialströme um. Isoliert die USA konsequent vom Welthandel und sie werden sehen, was sie von ihrer Handelspolitik haben.
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