Folge des Handelsstreits Offenbar Rekordmenge an Fleisch in US-Kühllagern

Der Handelsstreit macht der US-Fleischindustrie offenbar zu schaffen: Einem Bericht zufolge sinkt die Nachfrage im Ausland - und in amerikanischen Kühlhäusern stapelt sich tonnenweise Fleisch.

Schweinezucht in Iowa
REUTERS

Schweinezucht in Iowa


In US-Kühlhäusern wächst die gelagerte Fleischmenge auf ein Rekordhoch. Das berichtet das "Wall Street Journal". Dies sei Folge eines größer werdenden Angebots und einer sinkenden Nachfrage im Zuge des Handelsstreits, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Experten.

Demnach wird davon ausgegangen, dass neue Statistiken eine Rekordmenge von umgerechnet 1,04 Milliarden Kilo an Rind- und Schweinefleisch sowie Geflügel ausweisen werden. Diese Statistiken werden frühestens am Montag erwartet.

Der Appetit von Konsumenten auf Fleisch wachse - allerdings nicht schnell genug, um mit der Rekordproduktion Schritt zu halten, berichtete das Blatt weiter. Dies mache die US-Fleischproduktion zunehmend abhängig von Exporten, aber Mexiko und China haben beide Sonderzölle auf Schweinefleisch aus den USA erhoben. Damit wird US-Fleisch auf diesen Märkten teurer.

Mexiko und China gehören den Angaben zufolge zu den größten Importeuren von Fleisch aus den USA. Beide Länder erhoben die Zölle als Vergeltung für US-Strafzölle auf Stahl, Aluminium und andere Waren.

ans/dpa



insgesamt 41 Beiträge
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obersterhofnarr 23.07.2018
1. Wie bitter!
Das hätte Trumpelstielzien wohk nicht gedacht, daß die anderen Eier in der Hose haben und Vergeltungszölle erheben. Und auch noch ausgerechnet da wo es weh tut, nämlich bei verderblichen Waren wie Fleisch. Was noch dazu kommt, wenn denn der Markt einmal verloren ist für US-amerikanische Bauern, ist das nur noch über einen extrem niedrigen Preis wieder aufzuholen, wenn die Zölle wieder reduziert werden sollten. Die Ersatzlieferanten in Südamerika und Europa freuen sich bestimmt schon ein Loch in den Baus. So heißt es jetzt aber: China/Mexiko - Win --> Südamerika/Europa - Win --> USA - Loose
womo88 23.07.2018
2. Sollen die Amerikaner halt mehr Fleisch essen!
"Amerikaner, esst mehr Fleisch!"
Newspeak 23.07.2018
3. ....
America first. Muss man eben mehr BBQs machen, aus patridiotischer Pflichterfüllung. Im bible belt müssen die Gürtel weiter geschnallt werden.
Rosenhag 23.07.2018
4.
Dann wird das Fleisch wegen des großen Angebots in den USA sicherlich billiger. Gut für die amerikanischen Verbraucher.
lagocanta 23.07.2018
5. Dealmaker
Da hat der Dealmaker ja ganze Arbeit geleistet...
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