Handelsstreit US-Regierung hilft Bauern mit Milliardenpaket

Wegen des Handelsstreits mit China kämpfen viele US-Landwirte um ihre Existenz. Jetzt soll ein Subventionspaket den betroffenen Bauern helfen - viele US-Farmer hatten bei der Wahl für Donald Trump gestimmt.

US-Landwirte bei der Ernte (Archivbild)
AP

US-Landwirte bei der Ernte (Archivbild)


Die US-Regierung hat Hilfen in Milliardenhöhe für US-Bauern beschlossen. Die Subventionen sollen sich auf insgesamt bis zu zwölf Milliarden Dollar belaufen, teilte Agrarminister Sonny Perdue in Washington mit. Damit reagiert das Weiße Haus auf den Handelsstreit mit China und der EU.

Die Subventionen sollen Schäden ausgleichen, die durch "illegale Vergeltungszölle" angerichtet würden, sagte Perdue weiter. US-Farmer, die im Zuge der von US-Präsident Trump geführten Handelskonflikte von erhöhten Zöllen auf ihre Exportware betroffen sind, werden nach Angaben des US-Agrarministeriums entweder direkte Subventionen erhalten oder ihre überschüssige Ware an die Regierung verkaufen können.

Demnach sollen besonders Sojafarmer die Hilfen erhalten, da sie von erhöhten chinesischen Einfuhrzöllen betroffen sind. Außerdem sollen Produzenten von Milcherzeugnissen, Nüssen, Obst, Reis, Schweinefleisch und Sorghum-Hirse von dem staatlichen Milliardenpaket profitieren.

US-Farmer sind größte Verlierer im Handelsstreit

Hinter dem Hilfspaket der US-Regierung könnte auch eine politische Agenda stecken. In den USA gehören Landwirte zu den wichtigen Unterstützern von Trump und seiner republikanischen Partei. Viele US-Farmer haben Trump einst gewählt. Im Handelsstreit zählen US-Farmer zu den größten Verlierern. Die jetzigen Milliardenhilfen könnten nun also ein Versuch sein, ihre Gunst zurückzugewinnen.

Am Mittwoch empfängt Trump im Weißen Haus EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, um über den gegenwärtigen Handelskonflikt zwischen den USA und der EU zu sprechen. Zuvor hatte der US-Präsident bereits für seine Strategie der Einfuhrabgaben geworben.

Die EU verhängt bereits Zölle auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans und Motorräder. Da Trump jedoch Sonderzölle auf europäische Autos prüft, hat die EU weitere Vergeltungsmaßnahmen angekündigt.

eaz/dpa/AFP

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