Handelsstreit USA laden China zu neuen Gesprächen ein

Die USA und China wollen reden: Im Handelsstreit gehen die beiden Nationen aufeinander zu. Die Regierung in Washington hat Peking ein Gesprächsangebot gemacht.

Hafen von Tsingtao (Archiv)
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Im Handelsstreit zwischen den USA und China scheint es eine Annäherung zu geben. Die USA haben China zu neuen Gesprächen zur Beilegung des Konflikts eingeladen.

Larry Kudlow, Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, sagte am Mittwoch dem Sender Fox, Finanzminister Steve Mnuchin sei mit einem entsprechenden Angebot an eine hochrangige chinesische Delegation herangetreten.

Man habe die Information erhalten, dass die chinesische Regierung die Gespräche fortsetzen wolle. Daraufhin habe Mnuchin die Einladung ausgesprochen. Zeit und Ort für neue Gespräche blieben allerdings unklar. Zuletzt hatten sich beide Seiten am 22. und 23. August getroffen.

Verbesserte Kommunikation

Kudlow hatte zuvor vor Reportern gesagt, die Kommunikation mit der Regierung in Peking habe sich etwas verbessert. Er sehe das als gutes Zeichen, "Viele von uns meinen, dass reden besser ist, als nicht zu reden - und ich glaube, die chinesische Regierung will reden." Wenn China ernsthaft reden wolle, sei man für weitere Handelsgespräche offen. Kudlow fügte aber hinzu: "Ich garantiere für nichts."

Seit Anfang Juli haben sich beide Länder mit Straf- und Vergeltungszöllen auf Waren im Volumen von insgesamt 100 Milliarden Dollar überzogen. Trump hat noch weitere Schritte angekündigt, Peking hat mit Gegenmaßnahmen gedroht. Der US-Präsident wirft China unter anderem unfaire Handelspraktiken und den Diebstahl geistigen Eigentums vor. China weist das zurück. Der Streit belastet die Finanzmärkte, weil es die Sorge vor einem Handelskrieg gibt.

brt/Reuters

insgesamt 3 Beiträge
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Buggybear 13.09.2018
1. Ok, was sind die Auswirkungen?
Wäre langsam interessant zu erfahren, was die Auswirkungen des Handelsstreits sind. Wenn die USA sich gesprächsbereit geben, dürfte dort langsam etwas spürbar sein. Ich rechne mit höheren Konsumentenpreisen oder Inflation und erhöhten Kosten für Gebäude und Infrastruktur. Weiss jemand etwas darüber? Wenn die Bauwirtschaft wegen höherer Stahlpreise stagniert dürften weder Trumps Wähler noch seine Freunde besonders erfreut sein.
Papazaca 13.09.2018
2. Das Ganze fängt an, Trump Stimmen zu kosten
Die ganzen Handelskriege haben erste wirtschaftliche Auswirkungen. Besonders Trump-Wähler sind betroffen. Das kann Stimmen kosten. Nach dem Trump in den letzten Umfragen schön nach unten ging, will er nach dem alten Muster (Erst Drohung, dann Deal) beruhigen und damit die Wirtschaft, die Börsen und vor allem seine Wähler bei der Stange zu halten. Denn auch der treueste Wähler wird sehr nachdenklich, wenn es an sein Geld geht.
Beat Adler 13.09.2018
3. Trump: Einfache Loesung, Apple verlegt die Produktion in die USA.
Trump: Einfache Loesung, Apple verlegt die Produktion in die USA. Ganz einfach: So einfach denkt Trump! Obma wollte Chinas Wirtschaftsmacht kanalisieren, eingrenzen, die Abkommen TPP, Pazifik, und TTIP, Atlantik, sollten abgeschlossen werden. Da auf Trump Alles und Jedes von Obama wie ein Rotes Tuch wirkt, da gar nicht einfach, sondern sehr kompliziert, legt er sich lieber durch hoehere Preise mit seinen Konsumenten an. Dass die US Volkswirtschaft konsumorientiert und nicht industrieporduktionsorient ist, sagten ihm alle Berater, die unterdessen aus dem Weissen Haus verjagt wurden oder von selbst davon liefen. Zuhoeren ist nicht seine Sache, siehe all die Buercher uebers Weisse Tollhaus. mfG Beat
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