Nürnberg - Viele Hartz-Empfänger klagen über unverständliche Antragsformulare und Bescheide ihres Jobcenters. Das ergab eine Umfrage der Bundesagentur für Arbeit (BA) unter Arbeitslosengeld II-Empfängern. Zudem fehle es in den Jobcentern häufig an Ansprechpartnern, an die sich die Betroffenen wenden könnten.
Mehr als die Hälfte der 30.000 Befragten erteilten den Jobcentern in diesem Punkt Schulnoten zwischen drei und sechs, teilte die Bundesagentur am Mittwoch mit. Heinrich Alt, BA-Vorstand für die Grundsicherung, kündigte in einer Mitteilung Verbesserungen an.
Insgesamt wächst aber nach Einschätzung der Bundesagentur das Vertrauen der Hartz-IV-Betroffenen in die Jobcenter. Der Umfrage zufolge hat jeder Zweite eine gute Meinung von der örtlichen Betreuungsstelle. Nur jeder zehnte Befragte erteile den Jobcentern die Schulnote fünf oder sechs.
Vergleichsweise gute Zensuren erhalten die Mitarbeiter in den Jobcentern: 80 Prozent der Befragten bewerten die Freundlichkeit der Vermittler und Berater als gut bis sehr gut. Seit dem Jahr 2008 befragt die Bundesagentur zweimal im Jahr pro Jobcenter 100 Betroffene - insgesamt also 30.000 Männer und Frauen.
cte/dpa
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