Hedgefonds Keine Einigung mit Argentinien

Die Zeichen stehen auf Staatsbankrott für Argentinien: Das Land und die Hedgefonds konnten sich im Schuldenstreit am Abend nicht einigen. Um 6 Uhr deutscher Zeit läuft die Frist ab. Ein Bankenkonsortium könnte noch eingreifen.

Argentiniens Wirtschaftsminister Axel Kicillof: Keine Einigung im Schuldenstreit
AFP

Argentiniens Wirtschaftsminister Axel Kicillof: Keine Einigung im Schuldenstreit


New York - Im Schuldenstreit zwischen Argentinien und Gläubigern gibt es bislang keine Lösung. Das südamerikanische Land habe den Hedgefonds zwar ein Angebot unterbreitet, sagte der argentinische Wirtschaftsminister Axel Kicillof nach stundenlangen Gesprächen in New York. Die Fonds hätten jedoch die Offerte abgelehnt.

Dem Land läuft bei den Verhandlungen mit den Gläubigern die Zeit davon. Um sechs Uhr morgens deutscher Zeit läuft eine Frist zur Einigung ab. Verstreicht diese, wird Argentinien für zahlungsunfähig erklärt. Zuletzt hatte ein Bankenvertreter allerdings gesagt, dass ein Konsortium aus Finanzhäusern die Schulden des Landes bei den Hedgefonds übernehmen wolle.

Argentiniens Wirtschaftsminister Axel Kicillof hat angekündigt, die Staatsschulden begleichen zu wollen. Unterschreiben wolle er jedoch nichts, sagte er in einer Ansprache wenige Stunden vor dem Ende der Zahlungsfrist.

Unterhändler erklärt Gespräche für gescheitert

Verhandlungsführer Daniel A. Pollack teilte unterdessen mit, dass die Verhandlungen endgültig gescheitert seien. Es ist das zweite Mal in 13 Jahren, dass Argentinien seine Schulden nicht bezahlen kann.

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Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hatte Argentinien auf das Niveau eines "teilweisen Zahlungsausfalls" eingestuft. Argentinien habe eine 30-Tages-Frist zur Nachzahlung von Zinsen auf bestimmte Anleihen verstreichen lassen, hieß es zur Begründung. Sollte das Land die Zahlung nachholen, könnte die Einschätzung abhängig von verschiedenen Faktoren wieder geändert werden, hieß es.

isa/dpa/AP/Reuters

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insgesamt 6 Beiträge
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AxelMau 31.07.2014
1. wir bestehen auf maximalen Gewinn
1000 Prozent sind nicht genug. Egal ob ganze Länder den Bach runtergehen. Und über Schiedsgerichte hebeln wir bald jede demokratische Einflussmöglichkeit aus...
rolandjulius 31.07.2014
2. Reinster Kapitalismus made in USA
Was hier geschehen ist, geht auf keine Kuhhaut. Ein US Landgericht verursacht eine Tragödie für ein ganzes Land. Wenn wir endlich einen Handelsvertrag mit der USA unterschreiben, dann blüht uns das selbe. Gute Nacht heile Welt.
ausmisten 31.07.2014
3. wer greift ein ?
wenn die USA, wie kurzlich hier zu lesen ,die chinesischen Kredite a la argentina einseitig abwertet?Gibt es Hegdefonds ,die diese Schuldenlast stemmen koennen?
redwed11 31.07.2014
4. Herzlichen Glückwunsch
Zitat von sysopAFPDie Zeichen stehen auf Staatsbankrott für Argentinien: Das Land und die Hedgefonds konnten sich im Schuldenstreit am Abend nicht einigen. Um 6 Uhr deutscher Zeit läuft die Frist ab. Ein Bankenkonsortium könnte noch eingreifen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hedgefonds-keine-einigung-mit-argentinien-a-983739.html
Herzlichen Glückwunsch an Frau Kirchner und ihre Regierung. Sie haben den Geierfonds das ergaunerte Geld verweigert. Soviel Arsch in der Hose sollte man sich auch von anderen Politikern wünschen. Nochmals Glückwunsch und bleiben Sie weiter stark gegenüber den Schmarotzern von den Hedgefonds. Sie haben der Welt einen Dienst erwiesen.
shazari 31.07.2014
5. Danke Argentinien
ihr habt richtig gehandelt, den Geierfonds nicht nachgegeben zu haben;) - Solche Hedgefonds sollten weltweit verboten werden, zumal viele Hedgefonds immer wieder an großen Finanzkrisen beteiligt sind und das Geschäftsmodel immer nur an der Pleite anderer Staaten verdienen zu wollen und das dann auch gleich 1000fach ist kriminell. Die Welt hatte 2008/2009 die einmalige Chance solche kriminellen Geschäftsmodelle ein für allemal zu beenden, doch nichts ist passiert. Es ist somit nur eine Frage der Zeit wann die nächste Finanzkrise auch auf solchen Geschäftsmodellen basierend explodiert. Unser Regierung hätte ganz sicher wieder gekuscht und die Last den Bürgern auferlegt...
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