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Rettungsschirm ESM: Griechenland bekommt neue Milliarden-Hilfe

Akropolis in Athen: Frisches Geld für den Krisenstaat Zur Großansicht
AP

Akropolis in Athen: Frisches Geld für den Krisenstaat

Die Mitgliedstaaten der Eurozone haben sich nach SPIEGEL-Informationen auf ein drittes Hilfspaket für Griechenland geeinigt. Brüssel will Athen demnach zehn Milliarden Euro aus dem Rettungsschirm ESM zur Verfügung stellen.

Spitzenbeamte aus den Mitgliedstaaten der Eurozone haben sich nach Informationen des SPIEGEL Ende vergangener Woche bei einem Treffen in Brüssel weitgehend auf ein drittes Hilfsprogramm für Griechenland geeinigt. Nach den Überlegungen soll die griechische Regierung im Rahmen sogenannter vorbeugender Finanzhilfen rund zehn Milliarden Euro vom europäischen Rettungsschirm ESM zur Verfügung gestellt bekommen.

Dafür muss der ESM kein zusätzliches Geld mobilisieren. Vielmehr sollen Mittel in gleicher Höhe aus dem zweiten Rettungspaket umgewidmet werden. Sie waren für die Bankenrekapitalisierung vorgesehen, wurden aber nicht gebraucht. (Lesen Sie die ganze Geschichte hier im neuen SPIEGEL).

Die griechische Wirtschaft ist im dritten Quartal 2014 wieder gewachsen, erstmals nach sechs Rezessionsjahren. Auch angesichts dieser leichten Aufhellung bei den Wirtschaftsdaten hatte der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras verkündet, dass sein Land kein drittes Hilfspaket brauchen werde. Seine Regierung will so vor allem der ungeliebten Troika-Aufsicht durch Internationalem Währungsfonds, Europäische Zentralbank und EU-Kommission entkommen.

Doch die übrigen Euro-Staaten sehen die Fortschritte in Griechenland nicht so optimistisch wie Samaras - und wollen mit den weiteren Milliarden verhindern, dass das Land in eine erneute Haushaltskrise schlittert.

ric

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insgesamt 122 Beiträge
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1. Ja, immer nur rein in das Fass ohne Boden!
cherrypicker 30.11.2014
fünf Milliarden, zehn Milliarden, wer bietet mehr? Gleichzeitig sparen sich die Griechen zu Tode, ohne dass es etwas nutzt. Das dürfte auch dort bei den kommenden Wahlen den Nationalisten Auftrieb geben. Es ist unglaublich und beschämend, was unsere europäischen "Eliten" da anrichten!
2. Tja, wie sagte schon Bernd Stromberg?
MMIL 30.11.2014
"Wenn du mitten im Rennen feststellst, dass du aufs falsche Pferd gesetzt hast oder dein Pferd ist ein Esel - hilft ja nix, da musst du weiterreiten!" Ob er dabei die Euro-Rettung im Kopf hatte. Ein Fass ohne Boden, sonst nix.
3. Drittes Hilfspaket für Griechenland?
wibo2 30.11.2014
"Brüssel will Athen demnach zehn Milliarden Euro aus dem Rettungsschirm ESM zur Verfügung stellen." (SPON) Wir haben ja genug Geld! Wer hat, der hat. Schäuble genehmigt wieder unsere Steuer-Milliarden für die "Euro Rettung". Weil Griechenland eine Staatspleite drohe. Weil die reichen Griechen es verstehen, Steuerzahlungen zu vermeiden. Und Schäuble schließt derweil einen Schuldenschnitt für Griechenland aus. Gut für die Besitzer der hochverzinsten griechischen Anleihen. Wie lange soll dieses Spiel zulasten von uns noch weitergehen? Wir brauchen wohl bald einen neuen Finanzminister, der einen besseren Durchblick hat.
4. Hat jemand gezweifelt?
Jobuch 30.11.2014
Selbstverständlich wird GR weiteres Geld aus den EU-Töpfen ausbezahlt. Es stehen irgendwann Wahlen an und das wäre es für den Juncker-Lügner doch ein Desaster, wenn plötzlich eine Partei gewählt würde, die diesen Herren in Brüssel nicht paßt. Aber: Der Zusammenbruch des Euro kommt nicht wegen den Griechen, sondern wegen den Franzosen. Soviel ist sicher.
5. Soll das jetzt eine positive Nachricht sein...?
schwaebischehausfrau 30.11.2014
Glückwunsch, Griechenland. Mittlerweile hat es das Land mit seinem dreisten Geschäftsmodell (wenn ihr uns nicht die nächsten 100 Jahre durchfüttert ,dann wird Europa untergehen..) geschafft, dass ihm seine "Retter" schon die Milliarden geradezu "aufdrängen" müssen. Und die europäischen Steuerzahler müssen wohl dankbar sein, dass Griechenland (obwohl sie ja eigentlich kein Geld, ääh sorry: zwar schon noch Geld aber keine lästigen Kontrollen mehr wollen ) unser Geld annimmt. Also liebe griechischen "Reform-Weltmeister": Vielen, vielen, vielen Dank dafür, dass ihr unsere Steuer-Gelder auch weiterhin annehmt !!!!
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Fläche: 131.957 km²

Bevölkerung: 11,063 Mio.

Hauptstadt: Athen

Staatsoberhaupt:
Prokopis Pavlopoulos

Regierungschef: Alexis Tsipras

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