Höhere Steuereinnahmen Aufschwung lässt Staatsdefizit schmelzen

Deutschland profitiert vom Aufschwung: Während sich die europäischen Krisenländer trotz Sparpaketen immer noch mit gigantischen Staatsdefiziten rumschlagen müssen, ist das Minus in Deutschland drastisch gesunken - und das, obwohl der Staat sogar mehr ausgegeben hat als vorher.

Bundesfinanzminister Schäuble: Die Steuereinnahmen sprudeln
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Bundesfinanzminister Schäuble: Die Steuereinnahmen sprudeln


Wiesbaden - Das rasante Wirtschaftswachstum zum Jahresbeginn hilft Deutschland, seinen Staatshaushalt in Ordnung zu bringen. Laut Statistischem Bundesamt sank die deutsche Defizitquote im ersten Halbjahr 2011 auf 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung. Dies sei der niedrigste Wert seit dem ersten Halbjahr 2008. Das Finanzierungsdefizit des Staates ging auf 7,2 Milliarden Euro zurück.

Im ersten Halbjahr 2010 hatte die Defizitquote noch 3,1 Prozent und im zweiten Halbjahr 2010 sogar 5,4 Prozent betragen. Für das Gesamtjahr hatten die Statistiker ein Minus von 4,3 Prozent errechnet. Damit hatte Deutschland 2010 erstmals seit fünf Jahren wieder gegen die im europäischen Stabilitätspakt vorgegebenen Defizitvorgaben verstoßen. Dort ist ein maximales Staatsdefizit von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts festgelegt.

Während die Krisenländer im Süden Europas und auch die USA derzeit gegen ständig wachsende Haushaltslücken ankämpfen, wird Deutschland in diesem Jahr wohl nur ein Mini-Defizit anhäufen. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte zuletzt ein Minus von 1,5 Prozent angepeilt.

Grund für die gute Lage sind die deutlich gestiegenen Steuereinnahmen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen nahmen im ersten Halbjahr 2011 sechs Prozent mehr ein als ein Jahr zuvor. Die Ausgaben wuchsen zwar ebenfalls - allerdings nur um 0,3 Prozent.

Wie lange die gute Haushaltssituation anhält ist allerdings fraglich. Denn die Zahlen aus dem ersten Halbjahr gehen vor allem auf das kräftige Wachstum zu Jahresbeginn zurück. Damals war das Bruttoinlandsprodukt um 1,3 Prozent gestiegen. Inzwischen hat sich die Konjunktur deutlich abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag bestätigte, schwächte sich das Wachstum im zweiten Quartal auf 0,1 Prozent ab.



insgesamt 51 Beiträge
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zickezackehoihoihoi 01.09.2011
1. Ich
Zitat von sysopDeutschland profitiert vom Aufschwung: Während sich die europäischen Krisenländer trotz Sparpaketen immer noch mit gigantischen Staatsdefiziten rumschlagen müssen, ist das Minus in Deutschland drastisch gesunken - und das, obwohl der Staat sogar mehr ausgegeben hat als vorher. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,783721,00.html
frage mich schon lange, ob ich es noch erleben werde, dass wir zumindest einmal einen ausgegelichenen Haushalt schaffen. Am besten bei gleichzeitig sinkenden Steuern und Abgaben.
bunterepublik 01.09.2011
2. ...
Zitat von zickezackehoihoihoifrage mich schon lange, ob ich es noch erleben werde, dass wir zumindest einmal einen ausgegelichenen Haushalt schaffen. Am besten bei gleichzeitig sinkenden Steuern und Abgaben.
Wenn Sie die Inflationsrate berücksichtigen, ist dass ja bereits fast ein realer Überschuss.....zumal die deutschen Staatsanleihen derzeit so gut wie keine Zinsen kosten.
bvdlinde 01.09.2011
3. Auch wieder unrichtig
...wer sagt, dass sich die Konjunktur abgeschwaecht hat (ausser der Spiegel, der sich diese Gewissheit seit einigen Tagen zusammenpuzzelt)?
komparse, 01.09.2011
4. Das weckt natürlich noch mehr Begehrlichkeiten
Zitat von sysopDeutschland profitiert vom Aufschwung: Während sich die europäischen Krisenländer trotz Sparpaketen immer noch mit gigantischen Staatsdefiziten rumschlagen müssen, ist das Minus in Deutschland drastisch gesunken - und das, obwohl der Staat sogar mehr ausgegeben hat als vorher. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,783721,00.html
unserer europäischen Eurofreunde. Die Beschimpfungen bekommen wir (siehe SPON gestern) gratis dazu.
Quatschtuete 01.09.2011
5. mit eiserner Haushaltsdisziplin
Zitat von zickezackehoihoihoifrage mich schon lange, ob ich es noch erleben werde, dass wir zumindest einmal einen ausgegelichenen Haushalt schaffen. Am besten bei gleichzeitig sinkenden Steuern und Abgaben.
und vor allem bei einem Verzicht auf Steuersenkungen oder Solisenkungen müsste die Haushalskonsolidierung auf bei einem sicher schwächeren III und IV Quartal voranschreiten können. Vorausgesetzt man verzichtet auf jede Art von Wohltaten und Klientelpolitik.
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