Steuerhinterziehungs-Vorwurf gegen Hoeneß Jetzt sind es schon 27 Millionen Euro

Er wollte reinen Tisch machen - doch offenbar hat Uli Hoeneß noch mehr Steuern hinterzogen, als er am ersten Prozesstag einräumte. Laut einer Fahnderin versteckte der Bayern-Präsident mehr als 23 Millionen Euro fälliger Steuern vor dem Fiskus. Und das ist offenbar noch nicht alles.

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München - FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat nach einer Zeugenaussage mindestens 23,7 Millionen Euro an Steuern hinterzogen. Die Berechnung seiner Steuerschuld aufgrund neu eingereichter Unterlagen für die Jahre 2003 bis 2006 ergab diesen Betrag, wie die zuständige Steuerfahnderin an diesem Dienstag vor dem Landgericht München II aussagte. Außerdem kommen noch die 3,5 Millionen Euro aus der ursprünglichen Anklage gegen den Bayern-Präsidenten hinzu. Sind die Angaben zutreffend, hätte Hoeneß 27,2 Millionen Euro Steuern hinterzogen.

Die Steuerfahnderin nahm diese erste und vorläufige Berechnung sogar zugunsten von Hoeneß vor - die tatsächliche Steuerlast könnte demnach noch höher liegen. Die Verteidiger von Hoeneß hatten erst kurz vor Beginn des Prozesses umfassende Dateien zu den Devisengeschäften ihres Mandanten abgegeben. Auf deren Grundlage führte die Steuerfahndung nun die Neuberechnung durch. (Lesen Sie alle Ereignisse rund um den Prozess hier im Liveticker.)

Der Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München hatte beim Prozessauftakt am Montag über seinen Anwalt Hanns W. Feigen überraschend eingeräumt, mindestens 18,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben. "Ich will ohne Wenn und Aber reinen Tisch machen und zeigen, dass ich steuerehrlich bin", sagte Hoeneß am Montag.

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Prozess gegen Uli Hoeneß: Schwere Vorwürfe, ernste Gesichter

Zuvor hatte die Steuerbeamtin Hoeneß' Kooperationsbereitschaft mit dem Finanzamt in Zweifel gezogen: Der Fußballfunktionär habe Dokumente zu seinen zwei Schweizer Konten lange vor den Finanzbehörden zurückgehalten. Erst am 27. Februar 2014 habe die Verteidigung die Unterlagen an die Staatsanwaltschaft übergeben - mehr als ein Jahr, nachdem Hoeneß diese von seiner Bank in der Schweiz erhalten habe.

ade/dpa

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Thomas Kraal 11.03.2014
1. Ulli gibt sich
Zitat von sysopAP/dpaEr wollte reinen Tisch machen, doch offenbar hat Uli Hoeneß noch mehr Steuern hinterzogen, als er am ersten Prozesstag einräumte. Laut einer Fahnderin versteckte der Bayern-Präsident mehr als 23 Millionen Euro fälliger Steuern vor dem Fiskus. Und das ist womöglich noch nicht alles. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hoeness-soll-laut-steuerfahnderin-26-millionen-euro-hinterzogen-haben-a-958048.html
...die größte Mühe für ein paar Jahre in den Knast zu kommen. Da frage ich mich allen Ernstes was für eine "Strategie" seine Anwälte fahren ?
Krischan01 11.03.2014
2. Nun sind wir schon laut ARD und Spon bei über 26 Millionen angekommen....
Zitat von sysopAP/dpaEr wollte reinen Tisch machen, doch offenbar hat Uli Hoeneß noch mehr Steuern hinterzogen, als er am ersten Prozesstag einräumte. Laut einer Fahnderin versteckte der Bayern-Präsident mehr als 23 Millionen Euro fälliger Steuern vor dem Fiskus. Und das ist womöglich noch nicht alles. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hoeness-soll-laut-steuerfahnderin-26-millionen-euro-hinterzogen-haben-a-958048.html
estern war Gestern und Heute wurden neue Summen genannt uns es bleibt offen ob das Ende der Fahnenstange don erreicht ist zumal noch nicht alles ausgewertet ist. Wann werden wir eigentlich wissen was wirklich von Uli Hoeneß hinterzogen wurde. Möglicherweise werden wir das nie erfahren. Wenn das noch jemand verteidigen kann dann schüttele ich einfach nur noch mit bedauern den Kopf. Eigentlich kann es nur noch um das Strafmaß gehen zumal viele mit recht davon ausgehen das es mit der Selbstanzeige auch mehr als Rätselhaft zugegangen ist. Bayer mit seinem Gemauschel wird mir immer Subjekter.
xmueller 11.03.2014
3. Biete 123 Millionen
lasst uns noch eine Weile warten, dann werden es 123 Mille sein. Wer bietet mit ? Im ernst: gibt es nichts wichtigeres als wieviel Steuern U.H. hinterzogen hat ?
blasphemiker 11.03.2014
4.
Zitat von sysopAP/dpaEr wollte reinen Tisch machen, doch offenbar hat Uli Hoeneß noch mehr Steuern hinterzogen, als er am ersten Prozesstag einräumte. Laut einer Fahnderin versteckte der Bayern-Präsident mehr als 23 Millionen Euro fälliger Steuern vor dem Fiskus. Und das ist womöglich noch nicht alles. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hoeness-soll-laut-steuerfahnderin-26-millionen-euro-hinterzogen-haben-a-958048.html
Nun seit mal nicht so hart mit ihm: Immerhin ist der Herr Hoeneß ein "Nichtsozialschmarotzer", laut eigener Aussage, der immerhin schon über 50 Millionen an Steuern abgedrückt hat, laut eigener Aussage und auch schon jede Menge Asche an soziale Projekte gespendet hat, laut eigener Aussage und wahrscheinlich diese Spenden wiederum von den Steuern abgesetzt hat, vermute ich jetzt mal. Also wirklich wie kann man gegen einen solch ehrenwerten Mann und wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft sein? Im Umkehrschluss: Wenn ich 1000€ an Steuern bezahle, denn Staat um 500€ bedrücke, davon 50€ Spende und mir davon wieder 25€ per Steuerrückerstattung zurückhole, mich anschließend mit allerchristlicher Heuchelei als Philantrop hinstelle, bekomme ich dann auch das bayrische Verdienstkreuz?
anbue 11.03.2014
5. Man mag ja aus
Zitat von sysopAP/dpaEr wollte reinen Tisch machen, doch offenbar hat Uli Hoeneß noch mehr Steuern hinterzogen, als er am ersten Prozesstag einräumte. Laut einer Fahnderin versteckte der Bayern-Präsident mehr als 23 Millionen Euro fälliger Steuern vor dem Fiskus. Und das ist womöglich noch nicht alles. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hoeness-soll-laut-steuerfahnderin-26-millionen-euro-hinterzogen-haben-a-958048.html
Solidarität und ähnlichen gutmenschlichen Tugenden beim FCB weiter zu Herrn Hoeneß stehen. Das würde es jedem Fan - und ich habe da einen in der Familie - erlauben, Stellung zu beziehen. Aber jemanden an der Spitze, der mit Geld offensichtlich nicht umgehen kann ...
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