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Honorar-Rangliste: Hausärzte hängen ihre Fachkollegen ab

Die Hausärzte protestieren besonders laut gegen die Kürzungspläne von Gesundheitsminister Rösler - dabei haben die Allgemeinmediziner ihre Facharztkollegen bei den Honoraren längst überflügelt. SPIEGEL ONLINE zeigt, was die Ärzte verschiedener Fachrichtungen im Schnitt verdienen.

Arzt bei der Arbeit: "Hausärzte sind nicht benachteiligt" Zur Großansicht
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Arzt bei der Arbeit: "Hausärzte sind nicht benachteiligt"

Berlin - Hausärzte sind die neuen Top-Verdiener unter niedergelassenen Medizinern. Das zeigen Berechnungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die der "Welt" vorliegen. So hat ein einzelner Hausarzt im vergangenen Jahr im Schnitt etwas mehr als 206.000 Euro Honorar erhalten. Der einzelne Facharzt verdiente mit durchschnittlich knapp 203.000 Euro etwas weniger. Die KBV bestätigte die Zahlen auf Nachfrage.

Selbst beim Ertrag einer Praxis, also nach Abzug der Kosten, liegen die Hausärzte laut Zeitung inzwischen vorn. Ihnen verbleiben im Schnitt deutlich mehr als 100.000 Euro pro Jahr, während die durchschnittliche Facharztpraxis unterhalb dieser Grenze liegt. Der Grund: Oft verursachen teure Geräte in den Facharztpraxen hohe Kosten.

Die Daten sind brisant, weil sie den aktuellen Protest der Hausärzte gegen Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) in einem anderen Licht erscheinen lassen. Im September wollen Hausärzte ihre Praxen schließen, um die Pläne Röslers abzuwenden. Dieser will die Honorare der Allgemeinmediziner im Zuge der Gesundheitsreform begrenzen.

Der Hausärzteverband beklagt, dass sich seine Mitglieder ohnehin am unteren Ende der Vergütungsskala befänden und die Reform sie daher hart treffe. Bei der Honorarverteilung der vergangenen beiden Jahre seien sie deutlich schlechtergestellt worden. "Hausärzte sind nicht benachteiligt", sagte nun KBV-Vorstandschef Andreas Köhler der "Welt".

Fachärztlich tätige Internisten verdienen im Schnitt 450.000 Euro

Allerdings fallen die Jahresbezüge innerhalb der einzelnen Ärztegruppen sehr unterschiedlich aus. So bekamen die klassischen Hausärzte, die Allgemeinmediziner, etwas weniger als der Durchschnitt (siehe Tabelle unten). Dagegen erhielten hausärztlich tätige Internisten und Kinderärzte, die ebenfalls zu den Hausärzten zählen, etwas mehr.

Noch größer sind die Unterschiede bei den Fachärzten. Während fachärztlich tätige Internisten mit 450.000 Euro Jahreshonorar Spitzenverdiener sind, bekommen Anästhesisten ein mit 173.000 Euro vergleichsweise geringes Jahreshonorar.

So haben sich die Ärztehonorare entwickelt (in Euro)
Abrechnungsgruppe 2008 2009 Veränderung in Prozent
Hausärztlicher Versorgungsbereich 192.295 206.368 7
davon:
Allgemeinmediziner 189.297 200.068 6
Internisten, hausärztlich tätig 198.806 211.001 6
Kinderärzte 199.566 213.528 7
     
Fachärztlicher Versorgungsbereich 190.901 202.725 6
davon:
Anästhesisten 174.671 173.362 -1
Augenärzte 237.624 248.715 5
Chirurgen 219.118 233.142 6
Internisten, fachärztlich tätig 422.286 450.723 7
Gynäkologen 195.245 204.860 5
Hautärzte 185.748 192.216 3
HNO-Ärzte 174.936 174.983 0
Nervenärzte 168.689 200.586 19
Orthopäden 243.846 235.085 -4
Radiologen 421.373 433.653 3
Urologen 202.221 213.959 6
Quelle: KBV

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 257 Beiträge
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1. Umsatz ist nicht "verdienen"
Ketzer- 19.08.2010
Die Honorare (=Umsatz) sagen nicht viel über den Verdienst (=Gewinn) eines Arztes aus, da von den Honoraren erst die Kosten (Gehälter, Miete ... ) abgezogen werden müssen.
2. Heisse Luft
raftinthomas 19.08.2010
Was für eine sinnlose Statistik ohne die Kostenseite... Viel heisse Luft und ein bisschen Polemik. Da gibt es weit aussagekräftigere Zahlen (zB Gewinn vor Steuer).
3. Gehälter deutlich zu hoch
Hercules Rockefeller, 19.08.2010
Die Gehälter sind absurd hoch-man muss sich schon fragen, für was Ärzte eigentlich ständig steigende Gehälter verlangen? Letztlich ist deren "Job" nun wahrlich keine Kunst, sondern ein ganz normaler akademischer Lehrberuf, der Absolventen am Fließband ausspuckt. Vielleicht sollte man nicht nur die Pharmakosten deckeln, sondern auch die Ärztegehälter? Das ist ja ein Fass ohne Boden! Aber Ärzte sind ja derweil soweit abgehoben, dass sie zur Demo mit dem Porsche und der S-Klasse anreisen, um ihre Armut zu demonstieren. Alternativ kann man die Gehälter natürlich steigen lassen, dann sollten die Ärzte aber auch voll haftbar für Kunstfehler gemacht werden.
4. Neiddebatte
vicbrother 19.08.2010
Zitat von Ketzer-Die Honorare (=Umsatz) sagen nicht viel über den Verdienst (=Gewinn) eines Arztes aus, da von den Honoraren erst die Kosten (Gehälter, Miete ... ) abgezogen werden müssen.
Der Spiegel lebt von der Neiddebatte, im Volksmund wird das dann Diskussionskultur genannt.
5. Ärzte müssen Rechnungen schreiben !
herbert 19.08.2010
Damit der Kunde Patient nachlesen kann, was da alles berechnet wurde. Zudem müssen dann die Schlüsselzahlen und Codes für jeden verständlich geschrieben werden. Es ist heute erstaunlich, was ein Arzt alles an Kosten berechnenen kann, obwohl er nur eine Sekunde mit dem Problem etwas zutun hatte. Ich habe den Eindruck, dass man mit einer regen Phantasie eine Rechnung reichlich ausbauen kann. Zudem sollte ein Patient die wirkliche Behandlungszeit aufschreiben, denn hier lässt sich gut kontrollieren ob eine berechnete Leistung in der Zeit möglich ist. Ehrlichkeit ist angesagt !
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Schwarz-gelbe Gesundheitspläne
Beitragssatz
Der Beitragssatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) steigt 2011 von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent. Die Anhebung um 0,6 Punkte, die etwa sechs Milliarden Euro einbringt, tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer letztmals gemeinsam. Der Anteil der Arbeitgeber wird dann auf 7,3 Prozent festgeschrieben. Es bleibt bei dem nur von Arbeitnehmern zu zahlenden Sonderbeitrag von 0,9 Prozent.
Zusatzbeitrag
Die Krankenkassen können einen Zusatzbeitrag in unbegrenzter Höhe verlangen, den Versicherte alleine zahlen müssen. Bisher ist dieser Beitrag bei 37,50 Euro monatlich oder einem Prozent des beitragspflichtigen Einkommens gedeckelt. Damit Versicherte nicht überfordert werden, müssen sie höchstens zwei Prozent ihres Einkommens als Zusatzbeitrag zahlen. Übersteigt der Zusatzbeitrag diese Grenze, gibt es einen Ausgleich aus Steuermitteln - allerdings nur auf Grundlage eines durchschnittlichen Zusatzbeitrages. Nach jetzigen Berechnungen wird bis 2014 der durchschnittliche Zusatzbeitrag 16 Euro nicht übersteigen.
Krankenkassen
Die Verwaltungskosten der Kassen dürfen in den kommenden beiden Jahren im Vergleich zu 2010 nicht steigen. Dadurch sollen rund 300 Millionen Euro gespart werden.
Krankenhäuser
Für Mehrleistungen über vertraglich vereinbarte Leistungen hinaus wird ein Abschlag von 30 Prozent eingeführt. Dadurch sollen bis zu 350 Millionen Euro gespart werden. Außerdem werden die Krankenhausausgaben an die Lohnentwicklung gekoppelt. Dadurch sollen 150 Millionen Euro weniger ausgegeben werden.
Ärztehonorare
Bei der ambulanten Versorgung sollen den Ärzten 350 Millionen Euro gekürzt werden, da zu erwartende Kostensteigerungen gestrichen werden. Bei Hausärzten soll es ebenfalls eine Deckelung der Honorare geben, die 500 Millionen Euro oder mehr ausmachen sollen.
Pharmabranche
Hier sollen zwei Milliarden Euro eingespart werden. Schwerpunkt sind die neuen innovativen Arzneien. Bei ihnen muss ein Zusatznutzen nachgewiesen werden. Die Preise müssen die Unternehmen mit dem GKV-Spitzenverband aushandeln, sie können sie nicht wie bisher selbst festlegen. Zudem wird die Handelsspanne für den Pharmagroßhandel gekürzt. Zusätzlich hat der Bundestag unlängst eine Erhöhung des Zwangsrabatts auf verschreibungspflichtige Medikamente und ein Preismoratorium bis 2013 beschlossen.
Lohnnebenkosten
Die Anhebung des Beitragssatzes um 0,6 Punkte erhöht die Abzüge vom Lohn. Zusammen mit der gesetzlich verankerten Erhöhung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung um 0,2 Punkte auf drei Prozent machen die Sozialbeiträge, die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern je zur Hälfte finanziert werden, ab Jahresanfang 2012 dann 39,45 Prozent des Bruttoeinkommens aus (Rentenversicherung 19,9 Prozent, Pflegeversicherung 1,95 Prozent). Für Arbeitnehmer ist es noch teurer. Sie müssen schon seit Jahren weitere 0,9 Prozent des Lohns als zusätzlichen Krankenkassenbeitrag berappen. Sie führen also weit über 20 Prozent des Lohns an Sozialbeiträgen ab. Kinderlose Arbeitnehmer zahlen zudem 0,25 Punkte mehr in der Pflegeversicherung.

Chronologie der Gesundheitsreformen
1977: Die Kürzungen beginnen
Es dauert fast drei Jahrzehnte, bis es in der Bundesrepublik zur ersten größeren Gesundheitsreform kommt: Mit dem "Kostendämpfungsgesetz" der sozial-liberalen Koalition versucht die Regierung, die Inanspruchnahme von Leistungen zu steuern: Sie führt Zuzahlungen bei Arznei-, Verbands- und Heilmitteln ein - in Höhe des aus heutiger Sicht niedlichen Betrags von einer Mark pro Medikament.
1983: Auch die Rentner müssen zahlen
Mit zwei Reformen zu Beginn der achtziger Jahre werden die Zuzahlungen durch die Versicherten erhöht. Auch für die Rentner sind die rosigen Zeiten vorbei. Konnten sie sich zuvor kostenlos versichern, müssen sie seit 1983 auch einen einkommensabhängigen Beitrag leisten.
1989: Der erste Rundumschlag
Mit dem "Gesundheitsreformgesetz" von Norbert Blüm geht es ans Eingemachte: Die Eigenbeteiligung der Patienten wird weiter erhöht - etwa bei Arzneimitteln, im Krankenhaus und beim Zahnersatz. Erstmals unternimmt die Regierung auch den Versuch, die Kosten für Medikamente mit radikalen Maßnahmen in den Griff zu bekommen, indem sie Bagatallmedikamente aus dem Leistungskatalog streicht und Festbeträge für Arzneimittel einführt. Seither zahlen die Kassen nicht mehr automatisch jeden Preis für Tabletten und Co., sondern nur noch einen Höchstbetrag. Verschreibt der Arzt ein teureres Mittel, muss der Patient die Differenz zahlen. Trotz dieses Rundumschlags an Kosteneinsparungen sind die Beiträge jedoch nur für kurze Zeit stabil.
1993: Die Leistungen werden budgetiert
Gesundheitsminister Horst Seehofer verfolgt mit dem "Gesundheitsstrukturgesetz" 1993 erneut das Ziel, die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen in den Griff zu bekommen. Um den Anstieg der Leistungsausgaben besser zu kontrollieren, werden sie für einen begrenzten Zeitraum budgetiert. Gleichzeitig erhöht die Regierung erneut die Selbstbeteiligung bei Arznei- und Verbandsmitteln. Das Projekt einer Positivliste, die alle erstattungsfähigen Medikamente benennt, scheitert allerdings. Auch deshalb wird das Reformziel stabiler Beiträge erneut nur für wenige Jahre erreicht.
1997: Zahnersatz bitte selbst zahlen
Die "GKV-Neuordnungsgesetze" stehen ebenfalls in der Tradition ihrer Vorgängerinnen: Patienten müssen sich an den Kosten für Arznei- und Heilmittel, Krankenhaushaufenthalte und Fahrten etwa vom Krankenhaus noch stärker beteiligen. Jüngere Jahrgänge bekommen außerdem geringere Kassenzuschüsse beim Zahnersatz.
1999: Rot-Grün wagt den Leistungsausbau
Mit dem "Solidaritätsstärkungsgesetz" bringt erstmals seit rund zwei Jahrzehnten eine Gesundheitsreform wieder ein Mehr an Leistungen. So werden unter anderem die Zuzahlungen für die Patienten gesenkt. Gleichzeitig führt die rot-grüne Koalition aber zur Begrenzung des Ausgabenwachstums erneut Budgets für Arzthonorare, Krankenhäuser und Arzneimittel ein.
2004: SPD und Union bitten zur Kasse
Nachdem die rot-grüne Regierung in den Folgejahren ebenfalls zum Leistungsabbau umgeschwenkt ist, wagt sie in Kooperation mit dem unionsdominierten Bundesrat ähnlich wie 1989 einen Kostendämpfungsrundumschlag: Das "Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung" sieht unter anderem vor, dass Patienten eine Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal zahlen müssen, verschreibungsfreie Medikamente gar nicht mehr erstattet werden und die Selbstbeteiligung bei erstattungsfähigen Arznei- und Heilmitteln zehn Prozent der Kosten (maximal zehn Euro) beträgt.
2005: Paritätische Finanzierung am Ende
Aus für ein Prinzip, das seit 1883 in Deutschland bestand: Wurden die Beitäge zur Krankenversicherung zuvor paritätisch finanziert, also jeweils zur Hälfte durch den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer, müssen die Versicherten nun einen Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent zahlen.
2009: Der Gesundheitsfonds kommt
Zum Jahresbeginn 2009 ändert sich die Finanzierung der Krankenkassen grundlegend: Konnten die Versicherungen bislang ihren Beitragssatz weitgehend selbst festlegen, wird dieser künftig einheitlich von der Regierung bestimmt. Die Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer mitsamt Steuerzuschuss fließen nun in den Gesundheitsfonds. Die Krankenkassen erhalten dann Pauschalen pro Versichertem von dieser gigantischen Geldsammelstelle. Weitere Änderung: Jeder Bürger muss eine Krankenversicherung abschließen.
2009: Das Krankenhausfinanzierungsgesetz wird umgestellt
Die Finanzierung der Länder für Investitionen, die mit dem Krankenhausfinanzierungsgesetz 1972 eingeführt worden ist, wird auf leistungsbezogene Investitionspauschalen umgestellt. Dazu wird ein Orientierungswert eingeführt und die Anbindung an die Grundlohnsumme abgelöst. Der Orientierungswert berücksichtigt die Kostenstrukturen der Krankenhäuser.
2011: Neue Medikamente werden grundlegend geprüft (AMNOG)
Die Preisgestaltung für neu auf den Markt kommende Medikamente ändert sich mit dem Arzneimittelneurordnungsgesetz (AMNOG) grundlegend. Ein Pharmahersteller kann die Preise für patentgeschützte Medikamente zwar zunächst wie bisher frei festsetzen. Spätestens drei Monate danach muss er allerdings den medizinischen Zusatznutzen seines Medikamentes im Vergleich zu bereits auf dem Markt befindlichen Mitteln nachweisen. Ergibt sich kein Zusatznutzen, unterliegt das Medikament der Festbetragsregelung, bei einem nachgewiesenen Zusatznutzen muss der Pharmahersteller spätestens innerhalb eines Jahres nach Markteinführung mit dem GKV-Spitzenverband Preisverhandlungen führen. Grundlage für die Preisverhandlung ist eine Kosten-Nutzen-Bewertung des Medikamentes, die der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) oder in seinem Auftrag das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erstellt.
2011: Der Beitragssatz steigt - das GKV-Finanzierungsgesetz
Diese Reform spüren vor allem die Versicherten: Der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt um 0,6 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Davon zahlen die GKV-Mitglieder 8,2 Prozentpunkte, die Arbeitgeber 7,3 Prozent. Der Arbeitgeberbeitrag wird bei diesem Beitrag eingefroren. Künftige Ausgabensteigerungen sollen über Zusatzbeiträge finanziert werden, die die GKV-Mitglieder allein zu tragen haben. Kann eine Kasse ihre Kosten nicht mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds decken, muss sie - wie bisher - einen Zusatzbeitrag erheben. Die Höhe des Zusatzbeitrages ist künftig nicht mehr limitiert.
2012: Das GKV-Versorgungsstrukturgesetz
Dieses Gesetz stellt dem Gemeinsamen Bundesausschuss der Krankenkassen und Ärzte weitere Aufgaben: Neue Behandlungsmethoden sollen auf ihren Nutzen hin überprüft werden, ohne sie in dieser Zeit der Patientenversorgung vorzuenthalten. Der GBA kann künftig neue nichtmedikamentöse Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zeitlich begrenzt und unter kontrollierten Bedingungen erproben, um über eine eventuelle Aufnahme in den Leistungskatalog entscheiden zu können. Ebenfalls im Paket enthalten: Fachärzte werden verpflichtet, gesetzlich Versicherten angemessen und zeitnah Behandlungstermine anzubieten. Seit dem GKV-VStG können Versicherte auf Antrag von ihrer Krankenkasse eine Kostenaufstellung der in Anspruch genommenen ärztlichen und verordneten Leistungen in einem Zeitraum von mindestens 18 Monaten vor Antragstellung erhalten.


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