Strompreise Seehofer fordert Fonds zur Finanzierung der Energiewende

Horst Seehofer ändert seinen Kurs: Nach SPIEGEL-Informationen will er zur Finanzierung der Energiewende nun doch einen staatlichen Fonds einrichten.

Horst Seehofer
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Damit die Strompreise nicht weiter steigen, will CSU-Chef Horst Seehofer einen staatlichen Fonds zur Finanzierung der Energiewende einrichten. Er habe über eine solche Lösung bereits mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gesprochen, sagte Seehofer nach SPIEGEL-Informationen auf einer Sitzung des CSU-Vorstands am Montag. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Heft 19/2016
37671 Höxter, Saatweg 6: Das Grauen von nebenan

Seehofer wies darauf hin, dass die sogenannte EEG-Umlage für erneuerbare Energien künftig um einen Cent steigen werde und damit auch der Strompreis für die Endverbraucher. Die CSU müsse sich angesichts der im kommenden Jahr anstehenden Bundestagswahl als Garant für einen stabilen Strompreis präsentieren. Die EEG-Umlage soll nach dem Fondsmodell nur noch bis zu einer bestimmten Höhe auf die Stromkunden umgelegt werden, der Rest würde aus einem staatlichen Fonds bezahlt.

Der CSU-Vorsitzende vollzieht damit einen Kurswechsel. Als die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner vor rund zwei Jahren die Einrichtung eines entsprechenden kreditfinanzierten Fonds vorgeschlagen hatte, pfiff Seehofer sie zurück. "Wir dürfen den künftigen Generationen nicht die Energiekosten von heute zusätzlich aufbürden. Das wäre keine nachhaltige Politik", sagte er damals.

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insgesamt 155 Beiträge
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donrealo 06.05.2016
1. Ach
aus lauter Angst vor einem Wahldebakel in 2017 jetzt mal schnell die sichtbaren Symptome einer kolossal vermurksten Energiewende vor dem Wähler verstecken zu wollen und die Kosten per Neuverschuldung Generationen aufzubürden, deren Eltern heute noch gar nicht geboren wurden, das nenne ich nicht nur populistisch sondern schändlich
ir² 06.05.2016
2. Linke Tasche, rechte Tasche...
... Die EEG-Umlage soll nach dem Fondsmodell nur noch bis zu einer bestimmten Höhe auf die Stromkunden umgelegt werden, der Rest würde aus einem staatlichen Fonds bezahlt. .... Am Ende ist doch immer der Verbraucher der zahlt - so oder so. Alleine 2016 steigen die Kosten der Energiewende auf satte 31 Mrd €! Da ist es doch egal wie die Rechnung bei den grünen Schlümpfen ankommt, ob als EEG Umlage oder Steueraufkommen für einen Fond - zahlen müssen sie den Irrsinn immer.....
iq4u 06.05.2016
3. Deutschland wilhelminisch
Am deutschen Wesen soll die Welt genesen, auch unser Grundlastproblem. Deutschland löst die C02 Problematik für die Welt gleich mit, macht, das 100 KKW in direkter fall out Nachbarschaft nicht zu uns herüber strahlen. Nicht zu vergessen das Flüchtlings- und Wirtschaftsflüchtlingsproblem .... Super-Deutschland, hat alles im Blick und unter Kontrolle...mit 38% vom Brutto Rentnern.
schadland 06.05.2016
4. Es ist nicht zu fassen,
welchen Murks sich diese Gestalten ausdenken, um den drohenden Machtverlust im Freistaat abzuwenden. Dabei wäre es an der Zeit, die in der Tat völlig verfehlte Energiepolitik und die künstlich zugunsten grüner Parteispender auf Kosten der Gesamtheit finanzierten Subventionen unwirtschaftlicher Energieerzeugung endlich wieder abzuschaffen.
KaWeGoe 06.05.2016
5. Ehrlich wäre - bei der Stromrechnungen eine Seehofer-Abgabe einzuführen
Mit dieser Seehofer-Abgabe werden folgende Kosten finanziert: 1. unnötiger Netzausbau, weil Bayern die Windkraft behindert. Bei konsequenter Dezentralisierung ist nämlich überhaupt kein zusätzlicher Netzausbau erforderlich. 2. Staatlicher Anteile an AKW-Rückbau und Atommüll be- und überwachung für 1 Mio Jahre Die erneuerbaren Energien, sind die einzigen, deren Förderung auf der Stromrechnung ausgewiesen wird. Ich bin für Ehrlichkeit: Alle Förderungen für alle Energieformen auf die Stromrechnung oder alle Förderungen für alle Energieformen von der Stromrechnung entfernen und über Steuern finanzieren.
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