HSH Nordbank Hamburg bezeichnet Druck auf Nonnenmacher als falsch

Zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg herrscht Uneinigkeit, wie man mit der Spitzelaffäre bei der HSH Nordbank umgehen soll. Während der Kieler Wirtschaftsminister de Jager Druck auf Bankchef Nonnenmacher ausübt, hält Hamburgs Finanzsenator Frigge dies für falsch.

Dirk Jens Nonnenmacher: Länder uneins über Umgang mit HSH-Nordbank-Chef
DDP

Dirk Jens Nonnenmacher: Länder uneins über Umgang mit HSH-Nordbank-Chef


Hamburg - Die Eigentümer der HSH Nordbank sind sich uneins über die Gangart gegenüber dem umstrittenen Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher. Laut "Financial Times Deutschland" lehnte die Stadt Hamburg die Initiative Schleswig-Holsteins ab.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Jost de Jager hatte den 47-Jährigen aufgefordert, bis Freitagnachmittag aufzuklären, in welchem Umfang er Landespolitiker habe beobachten lassen, und ihm mit Entlassung gedroht. Hamburgs Finanzsenator Carsten Frigge hält diesen Vorstoß laut "FTD" für falsch.

Schleswig-Holstein und Hamburg sind die Haupteigner der Bank. Das Ultimatum de Jagers ist für den umstrittenen HSH-Chef die bislang größte Gefahr für seinen Verbleib im Amt. Zwar steht er bereits seit Monaten in der Kritik, weil er seine ehemaligen Spitzenmanager Frank Roth und Roland K. mithilfe unsauberer Methoden aus ihren Ämtern gedrängt haben soll. HSH-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper hat sich bislang aber immer demonstrativ vor Nonnenmacher gestellt und sogar seinen eigenen Verbleib im Amt mit der Weiterbeschäftigung des habilitierten Mathematikers verknüpft.

De Jager kündigte aber bereits an, Nonnenmachers Antworten einer "eigenständigen politischen Bewertung" zu unterziehen. Das lässt ihm mehr Spielraum als etwa eine aktienrechtliche Bewertung, die Hamburg favorisiert. So könnte de Jager etwa argumentieren, dass eine Zusammenarbeit mit dem Vorstandschef aus Gründen der politischen Hygiene nicht mehr tragbar ist.

cte/dpa



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mmeissner, 22.10.2010
1. Nonnenmacher muß sofort weg!
Ich bin als Hamburger wirklich betroffen darüber, wie sich die Hamburger Politik weiterhin hinter diesen Typen stellen kann. Nonnenmacher hat seit den Stützungsaktionen von HH und SHH keinerlei Gespür dafür gehabt in einer adäquaten Weise mit der Öffentlichkeit umzugehen und seine Omega-Deals zu erklären oder sich zu rechtfertigen, vielmehr glaubte er in einer Position zu sein, Presse und Öffentlichkeit dumm dastehen lassen zu können, was ihn charakterlich einfach ungeeignet für diesen Posten macht. Ich persönlich halte für sehr wahrscheinlich, dass er die Spitzelaktionen gegen Roth in Auftrag gegeben hat, zudem steht ja sogar fest, dass dieser unglaubliche 7-Mio-Auftrag an Prevent vergeben wurde, was ich für sich genommen schon für einen außerordentlichen Kündigungsgrund halte. Hier wäre es also extrem angebracht sich über Tage jeder noch so kleinen Frage der Öffentlichkeit persönlich stellen zu müssen. Auch Kopper scheint ja den Schuß nicht mehr zu hören, wenn er sich weiter hinter Nonnenmacher stellt. Ich denke, eine große Anzahl von Bänkern würden den Job zigfach so gut machen wie dieses traurige Duo und plädiere dafür für den sofortigen Rausschmiss dieser beiden Verlierer und einen kompletten Neuanfang in der Bank. Wer hat in Hamburg bloß im Geheimen ein Interesse daran, dass alles beim alten bleibt, wirtschaftlich begründet kann dieses Interesse jedenfalls nicht sein!
Ettina 22.10.2010
2. .
Zitat von sysopZwischen Schleswig-Holstein und Hamburg herrscht Uneinigkeit, wie man mit der Spitzelaffäre bei der HSH Nordbank umgehen soll. Während der Kieler Wirtschaftsminister de Jager Druck auf Bankchef Nonnenmacher ausübt, hält Hamburgs Finanzsenator Frigge dies für falsch. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,724586,00.html
Ab und an gefällt ein Blick über den vor sich hin stinkenden politischen Tellerrand dieser Geschichte. Wie mag es wohl den Mitarbeitern der HSH Bank gehen?
Coolie, 22.10.2010
3. Prevent
Zitat von mmeissnerIch bin als Hamburger wirklich betroffen darüber, wie sich die Hamburger Politik weiterhin hinter diesen Typen stellen kann. Nonnenmacher hat seit den Stützungsaktionen von HH und SHH keinerlei Gespür dafür gehabt in einer adäquaten Weise mit der Öffentlichkeit umzugehen und seine Omega-Deals zu erklären oder sich zu rechtfertigen, vielmehr glaubte er in einer Position zu sein, Presse und Öffentlichkeit dumm dastehen lassen zu können, was ihn charakterlich einfach ungeeignet für diesen Posten macht. Ich persönlich halte für sehr wahrscheinlich, dass er die Spitzelaktionen gegen Roth in Auftrag gegeben hat, zudem steht ja sogar fest, dass dieser unglaubliche 7-Mio-Auftrag an Prevent vergeben wurde, was ich für sich genommen schon für einen außerordentlichen Kündigungsgrund halte. Hier wäre es also extrem angebracht sich über Tage jeder noch so kleinen Frage der Öffentlichkeit persönlich stellen zu müssen. Auch Kopper scheint ja den Schuß nicht mehr zu hören, wenn er sich weiter hinter Nonnenmacher stellt. Ich denke, eine große Anzahl von Bänkern würden den Job zigfach so gut machen wie dieses traurige Duo und plädiere dafür für den sofortigen Rausschmiss dieser beiden Verlierer und einen kompletten Neuanfang in der Bank. Wer hat in Hamburg bloß im Geheimen ein Interesse daran, dass alles beim alten bleibt, wirtschaftlich begründet kann dieses Interesse jedenfalls nicht sein!
Was wissen wir denn, was und wen die letztendlich alle bespitzelt haben und welche Dossiers angelegt wurden. ;-) Ein Sumpf aus Vetternwirtschaft scheint sich hier aufzutun, bei dem die eine Krähe verzichtet, der anderen ein Auge auszuhacken.
Bre-Men, 22.10.2010
4. Professor Nonnenmacher
Zitat von sysopZwischen Schleswig-Holstein und Hamburg herrscht Uneinigkeit, wie man mit der Spitzelaffäre bei der HSH Nordbank umgehen soll. Während der Kieler Wirtschaftsminister de Jager Druck auf Bankchef Nonnenmacher ausübt, hält Hamburgs Finanzsenator Frigge dies für falsch. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,724586,00.html
Soviel Zeit muss sein.
Meta, 22.10.2010
5. Freie Fahrt für Manager!
---Zitat von SpOn--- Hamburgs Finanzsenator Carsten Frigge hält diesen Vorstoß laut "FTD" für falsch. ---Zitatende--- Finde ich auch. Wir sollten Nonnenmacher Zeit lassen, bis er von selbst den Wunsch verspürt, uns zu erzählen, welchen Landespolitiker er wie stark hat ausspitzeln lassen. Und wenn er nicht will, dann will er eben nicht und das sollte man auch respektieren. Ist ja schließlich ein freies Land hier.
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