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Hygieneprobleme: Polizei räumt Londoner Occupy-Lager

Rückschlag für die Occupy-Bewegung: Die Polizei hat ein Zeltlager der Bankenkritiker in London räumen lassen - weil es Probleme mit Abfall und der Hygiene gab. Die Demonstranten wollen sich davon nicht einschüchtern lassen - und weiterdemonstrieren.

London - Vor der St. Paul's Kathedrale ist vorerst Schluss mit dem Protest: Die britische Polizei hat in der Nacht zu Dienstag begonnen, das Lager der bankenkritischen Occupy-Bewegung zu räumen. Die Stadt forderte die Demonstranten zum friedlichen Rückzug auf. "Wir bedauern, dass es soweit gekommen ist", teilte die Stadt mit.

Die Behörden verfügen über einen Räumungsbefehl, der ihnen zwar den Abbau der Zelte, nicht aber das Entfernen der Demonstranten selbst erlaubt. Die Aktivisten zelten bereits seit Oktober vor der alten Kirche. Das Ende des Lagers bedeute noch nicht das Ende der Occupy-Bewegung, sagten die Demonstranten. Da sich die behördliche Anordnung nur auf die Zelte und anderes Material beziehe, gehe er davon aus, dass einige Demonstranten wieder zurückkehrten, sagte Gary Sherborne.

Inspiriert wurde die Aktion von der New Yorker Bewegung Occupy Wall Street. Die örtlichen Behörden allerdings wiesen darauf hin, dass das Lager unter anderem den nahe gelegenen Geschäften schade und es Probleme mit Abfall und der Hygiene gebe. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Gericht die juristische Anfechtung der Aktivisten gegen den Räumungsbefehl zurückgewiesen. Die Demonstranten hatten das Lager vor der Kathedrale errichtet, nachdem sie davon abgehalten wurden, vor der nahe gelegenen Londoner Börse ihre Zelte aufzuschlagen.

ssu/dapd

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Da hätte man mal nachsehen sollen
yarx 28.02.2012
So als Journalist, meine ich. Ist das jetzt tatsächlich so schlimm, daß man die Cholera befürchten muß, oder ist das vorgeschobener Grund zum Abräumen?
2. Polizei kontraproduktiv
seiferttom 28.02.2012
Zitat von sysopRückschlag für die Occupy-Bewegung: Die Polizei hat ein Zeltlager der Bankenkritiker in London räumen lassen - weil es Probleme mit Abfall und der Hygiene gab. Die Demonstranten wollen sich davon nicht einschüchtern lassen - und weiterdemonstrieren. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,817958,00.html
Dann hätte die Polizei eigentlich die Bankpaläste räumen lassen müssen. Dort gibt es wesentlich grössere Hygiene und Abfallprobleme. Die Gier und Geldeinstellung der Banker zeigt eine unakzeptable Moralhygiene. Und die massive Erzeugung vom umweltschädlichen Abfallfinanzprodukten findet in den Bankpalästen statt.
3. Sehr schön!
lezel 28.02.2012
So deprimierend das zweite thermodynamische Gesetz auch sein mag, es ist immer wieder schön, zu sehen, daß lokal noch Verbesserungen möglich sind. Nachdem parkbankfeindliche Penner dort monatelang im eigenen Dreck und Müll gehaust haben, kann man sich jetzt über den Platz wieder freuen.
4.
seiferttom 28.02.2012
Zitat von lezelSo deprimierend das zweite thermodynamische Gesetz auch sein mag, es ist immer wieder schön, zu sehen, daß lokal noch Verbesserungen möglich sind. Nachdem parkbankfeindliche Penner dort monatelang im eigenen Dreck und Müll gehaust haben, kann man sich jetzt über den Platz wieder freuen.
Also genauso unmöglich wie die Exitenz einer Perpetuum mobile Maschine, ist es unmöglich dass Bankenkritiker irgendwas verändern können ? Noch stimmt das wohl. Aber die natürliche Evolution wird das Bankenwesen sicher positiver erziehen. Mit dieser Hoffnung kann man sich nun auf die saubere Parkbank in London setzten und sich wichtigeren Themen widmen ( die Finanzkrise ist ja nun mit der Räumung in London vorbei ).
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