München - Die Gegenwart ist gut, doch die Zukunft macht deutschen Unternehmen Sorgen: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni zum zweiten Mal hintereinander eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima, das wichtigste Konjunkturbarometer, fiel von 106,9 Punkten im Vormonat auf 105,3 Zähler, teilte das Münchner Ifo-Institut am Freitag mit. Für die Erhebung befragt das Institut monatlich rund 7000 Firmen.
So niedrig wie derzeit lag das Geschäftsklima zuletzt im März 2010. "Die deutsche Wirtschaft befürchtet zunehmende Beeinträchtigungen durch die Euro-Krise", kommentierte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn die neuen Umfragewerte. Vor allem die Erwartungshaltung gab kräftig nach, die aktuelle Lagebeurteilung hellte sich hingegen leicht auf.
In den einzelnen Sektoren fiel die Entwicklung unterschiedlich aus. Während sich die Stimmung in der Industrie und bei den Dienstleistern verschlechterte, hellte sie sich im Einzelhandel und im Baugewerbe etwas auf.
fdi/Reuters/dpa/dapd
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